(openPR) Oft lassen sich Leisten- oder Bauchwandbrüche bei entsprechender Erfahrung der operierenden Ärzte mit Hilfe von Kunststoffnetzen relativ problemlos verschließen. Manchmal aber können diese Brüche, in der Fachsprache Hernien genannt, eine für Betroffene lebensbedrohliche Dynamik entwickeln. Um die Behandlung in solchen Fällen weiter zu verbessern, versammeln sich mehrere hundert Chirurgen aus ganz Deutschland am 20. und 21. Januar in Hamburg zum 4. Wilhelmsburger Herniensymposium. Veranstalter ist das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand.
Unter dem Titel „Der komplexe und komplizierte Leisten- und Bauchwandbruch“ geht es schwerpunktmäßig um Behandlungsstrategien bei riesigen Narben- und Bauchwandbrüchen sowie bei Hodenbrüchen, deren Bruchvorfall häufig größer als ein Medizinball ist. Weitere Themen: Techniken und Strategien bei Mehrfachwiederholungsbrüchen, eingeklemmte Brüche mit Infektionen und Darmverletzungen, Versorgung von riesigen Bauchwandbrüchen nach offener chirurgischer Langzeitbehandlung bei Bauchfellentzündung und erste Leitlinien für Bauchwand- und Narbenbruchoperationen.
Auf dem Symposium in Hamburg stellen internationale Experten aus acht Ländern die rasanten Innovationen bei solch kritischen Indikationen vor. Dr. Wolfgang Reinpold, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Abteilung für Chirurgie und des Hernienzentrums im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand und gemeinsam mit Dr. Ralph Lorenz aus der Praxis 3Chirurgen (Berlin) und Dr. Bernd Stechemesser vom Vivantes Klinikum AVK (Berlin) wissenschaftlicher Leiter des Symposiums: „Im Mittelpunkt stehen acht von teilweise weltbekannten Spezialisten durchgeführte Operationen, die live vom Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand zum Tagungsort im Hotel Hafen Hamburg übertragen werden.“
Neu beim Wilhelmsburger Herniensymposium ist der im letzten Jahr erstmalig mit großem Erfolg durchgeführte dreitägige Fortbildungskurs „Hernie kompakt“ für Ärztinnen und Ärzte in der Weiterbildung zum Allgemein- und Viszeralchirurgen. Dieser Kurs zur Qualifizierung des ärztlichen Nachwuchses ist im Rahmen der Fusion des Wilhelmsburger Herniensymposiums mit den Berliner Hernientagen entstanden, die seit kurzem im jährlichen Wechsel in Hamburg und Berlin stattfinden. Er ist dem Symposium vorgeschaltet .
Die herausragende Bedeutung der Hernienchirurgie für die Gesundheit der Weltbevölkerung wird durch einige Zahlen verdeutlicht: Von mehr als sieben Milliarden Menschen auf der Erde erkranken fast 15 Prozent im Laufe ihres Lebens an einem Leisten- oder Bauchwandbruch. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 275.000 Leistenbrüche und knapp 100.000 Bauchwandbrüche operiert, um die Einklemmung von inneren Organen mit möglicherweise lebensgefährlichen Folgen zu verhindern.
Dr. Wolfgang Reinpold
Dr. Wolfgang Reinpold ist über seine Tätigkeit im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand hinaus auch Mitglied der Deutschen, der Europäischen und der Amerikanischen Herniengesellschaft. Für die Jahrestagung der Deutschen Herniengesellschaft im Jahr 2012 wurde er zum Tagungspräsidenten gewählt. Nach vier humanitären Hernien-Missionen in die Dominikanische Republik hat er in den vergangenen Jahren eine Hernien-Mission in Ghana und eine in Nigeria geleitet. Er hat zudem an den ersten Leitlinien der Internationalen Gesellschaft für endoskopische Hernienchirurgie (IEHS) mitgearbeitet.
Weltweit bekannt geworden ist das Hernienzentrum des Wilhelmsburger Krankenhauses Groß-Sand vor allem durch innovative Operationstechniken, die Hernienkongresse und die wissenschaftlichen Publikationen Dr. Reinpolds in international renommierten chirurgischen Journalen. Das Wilhelmsburger Herniensymposium wird von der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, dem Bundesverband der niedergelassenen Chirurgen e.V. sowie dem Bundesverband der Deutschen Chirurgen e.V. unterstützt.

























