openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Bundesverband für Ergotherapeuten BED e.V. sieht Forderung der AOK zu mehr Verhandlungsspielraum kritisch

09.01.201217:47 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Bundesverband für Ergotherapeuten BED e.V. sieht Forderung der AOK zu mehr Verhandlungsspielraum kritisch
Geschäftsführung Christine Donner
Geschäftsführung Christine Donner

(openPR) Die AOK will mehr Verhandlungsspielraum im Vertragswettbewerb und ist dabei der Ansicht, dass nur die Krankenkassen die Versorgung mit vielen Beteiligten organisieren könne.
Dies zeigt das Eigeninterview der AOK (http://www.aok-bv.de/imperia/md/aokbv/presse/medienservice/thema/ams_thema_gesetzgebung_web.pdf) mit Jürgen Graalmann und Uwe Deh den Geschäftsführenden Vorständen der AOK.



Die AOK will mehr Direktverträge mit Leistungserbringern abschließen, statt wie bisher mit den relevanten Verbänden und Vereinigungen die Vergütungen aushandeln zu müssen.
Hauptargument ist aus Kassensicht die Verbesserung der Qualität der Versorgung, da die AOK "gute" Verträge mit den "guten" Leistungserbringern abschließen will, statt alle gleich zu behandeln.
Nach Meinung des BED e.V. birgt diese Haltung der AOK jedoch viele Gefahren für freie Leistungserbringer und Freiberufler im Gesundheitswesen, da die AOK die Qualität der Leistungserbringer nach eigenen Maßstäben beurteilt.“

Der BED e.V. hält es daher für unzumutbar und wettbewerbsgefährdend, wenn eine Krankenkasse statt einer neutralen staatlichen Institution, wie dem IQWIG, eine Beurteilung vornimmt.

Christine Donner, Geschäftsführerin des BED e.V. erläutert dazu: „Die von den Krankenkassen in dem Zusammenhang mit Qualitätsaspekten geforderten Kosten-Nutzen-Rechnungen für medizinische und therapeutische Leistungen sind nur sinnvoll und richtig, wenn diese auch alle relevanten Kriterien umfassen.
Dazu gehört vor allem das Gefühl des Patienten gut aufgehoben zu sein. Dazu gehört das Gefühl des Patienten, dass der Arzt und Therapeut Zeit für ihn haben und ihn ernst nehmen.
Diese relevanten Effekte und Auswirkungen guter therapeutischer und ärztlicher Intervention werden in bisherigen Berechnungen der Krankenkassen zu Kosten und Nutzen der Behandlung aber überhaupt nicht berücksichtigt.“

Wie wichtig der Aspekt der Zuwendung ist zeigt Joachim Bauer, deutscher Molekularbiologe, Neurobiologe und Arzt mit Ausbildung als Internist, Psychotherapeut und Psychiater.
Er erläutert in seinem Buch "Prinzip Menschlichkeit" eine Studie von Jon-Kar Zubieta aus dem Jahr 2005.
Wurde Patienten, die unter Schmerzen litten, durch einen Arzt mitgeteilt, dass er ihnen gleich ein schmerzlinderndes Medikament verabreichen würde, während in Wahrheit nur eine Placebo-Lösung verabreicht wurde, zeigte diese Behandlung eine erstaunliche Wirkung, die nur auf dem Sachverhalt begründet ist, dass die ärztliche Zuwendung ihre Wirkung entfaltete.

Die Patienten gaben eine 50 %ige subjektive Verbesserung der Schmerzen an und zeigten zudem eine signifikante Zunahme der Aktivität der endogenen Opioide.
"Pure zwischenmenschliche Zuwendung, verbunden mit dem Versprechen, Hilfe zu leisten hatte also das körpereigene Opiod-System aktiviert und die Beschwerden der Betroffenen subjektiv wahrnehmbar gebessert. Bei den Probanden, denen man offen gesagt hatte, dass sie eine unwirksame Wasserlösung bekommen würden, blieb die Situation im Opiod-System dagegen unverändert, auch eine subjektive Schmerzlinderung blieb aus."

Die Krankenkassen übersehen bei all ihren Kosten-Nutzen-Rechnungen diesen entscheidenden Sachverhalt so Christine Donner.

Der BED e.V. befürchtet in dem Zusammenhang eine Konzernialisierung des Gesundheitswesens, bei der die freien unabhängigen Berufe vom Markt gedrängt werden.
Schon heute existieren zahlreiche Tochterunternehmen von Krankenkassen mit Milliardenumsätzen, insbesondere im Bereich der Prävention. Die AOK betreibt sogar bereits eigene Krankenhäuser.
Diese Leistungen der Krankenkassen stehen in direkter Konkurrenz zu den freien ärztlichen und therapeutischen Leistungserbringern.



Eine bestmögliche Patientenversorgung kann aber nur stattfinden, wenn die Leistungserbringer frei und unabhängig in Ihrer medizinischen und therapeutischen Entscheidung sind und von keiner Seite durch wirtschaftliche Aspekte Dritter limitiert, beeinfluss oder begrenzt werden, so der BED e.V. weiter.

Der Berufsverband forderte daher den Gesetzgeber auf die Aufgaben der Krankenkassen auf ihr Kerngebiet zu begrenzen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 598078
 2304

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Bundesverband für Ergotherapeuten BED e.V. sieht Forderung der AOK zu mehr Verhandlungsspielraum kritisch“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Bundesverband für Ergotherapeuten BED e.V.

Bild: AOK Niedersachsen: Keine Vergütungskürzung bei Ergotherapeuten wegen fehlender Arztunterschrift!
AOK Niedersachsen: Keine Vergütungskürzung bei Ergotherapeuten wegen fehlender Arztunterschrift!
Bislang werden viele Heilmittelverordnungen wegen kleiner Formalfehler durch die Krankenkassen abgesetzt, also schlichtweg nicht bezahlt, obwohl die Leistungen erbracht wurden. Besonders häufige Absetzungen vermeldeten die Ergotherapeuten bei der AOK Niedersachsen. Zu den Formalfehlern gehört beispielsweise auch, dass der Arzt vergisst die ausgestellte Verordnung zu unterschreiben. Dies nehmen Krankenkassen zum Anlass den Therapeuten die Leistungsvergütung zu verweigern. Daraufhin reichte der Bundesverband für Ergotherapeuten in Deutschland…
Bild: Wieder mehr Bürokratie. BED e.V. kritisiert GKV-Spitzenverband
Wieder mehr Bürokratie. BED e.V. kritisiert GKV-Spitzenverband
Seit dem 01.03.1012 gelten neue Zulassungsempfehlungen für die Eröffnung einer ergotherapeutischen Praxis. Nach der Überarbeitung der Heilmittelrichtlinie im Juli 2011, die zu erheblich höheren Aufwand durch diverse Prüfpflichten bei den Therapeuten führte, muss nun jeder Therapeut neben den bisherigen Zulassungsbestimmungen eine Skizze anfertigen, bei der die Deckenhöhe jedes Raumes benannt werden muss. Bisher wurden innerhalb der Skizze lediglich die üblichen QM-Angaben gefordert und eine pauschale Angabe über eine Deckenhöhe von 2,40 m. Z…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Bremer PRAXIS-Preisträger im AOK-Leonardo 2014: WISSENSBILANZ-NORD
Bremer PRAXIS-Preisträger im AOK-Leonardo 2014: WISSENSBILANZ-NORD
… unterstützen und ihnen entsprechende Werkzeuge an die Hand zu geben. Online-Tools bieten hier eine gute Hilfestellung“, sagt Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes am 10.03.14 auf der CeBIT. In der Preiskategorie „Praxispreis“ hat sich die Bremer „WISSENSBILANZ-NORD“ durchgesetzt. Sie hat eine App-gestützte Unternehmensanalyse …
Bild: AOK im Dialog: Patientenrechte - Wunsch- oder StiefkindBild: AOK im Dialog: Patientenrechte - Wunsch- oder Stiefkind
AOK im Dialog: Patientenrechte - Wunsch- oder Stiefkind
… in Deutschland? Wo gibt es Defizite? Wie lassen sich gesetzliche Lücken schießen? Über Ansätze für eine bessere Rechtsstellung von Patienten hat der AOK-Bundesverband am 6. September 2007 in Berlin mit der Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Verbraucherschützern, Ärzten und Medizinrechtlern diskutiert. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die …
Mehr Patientenfreundlichkeit in Beipackzetteln von Arzneimittel-Packungen gefordert
Mehr Patientenfreundlichkeit in Beipackzetteln von Arzneimittel-Packungen gefordert
… Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten, sondern auch von Packungsbeilagen', so Prof. Dr. Edda Müller. Sie fordert daher zusammen mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und dem AOK-Bundesverband besser lesbare und verständlichere Beipackzettel. Die beiden Organisationen berufen sich dabei auf eine vom Wissenschaftlichen Institut der AOK …
dreistrom.land baut umfassendes Presse- und Politikportal für die AOK
dreistrom.land baut umfassendes Presse- und Politikportal für die AOK
Für den AOK-Bundesverband sowie die 11 AOKs in Deutschland programmiert die dreistrom.land AG ein umfangreiches Presse- und Politikportal. Mit dem neuen Webauftritt sollen die bisherigen Websites und Inhalte für Medien und Politik  zusammengeführt und in zeitgemäßer Form ausgespielt werden.Das dreistrom.land hat sich dabei in einer mehrstufigen Ausschreibung …
Bild: AOK Niedersachsen: Keine Vergütungskürzung bei Ergotherapeuten wegen fehlender Arztunterschrift!
AOK Niedersachsen: Keine Vergütungskürzung bei Ergotherapeuten wegen fehlender Arztunterschrift!
… wegen kleiner Formalfehler durch die Krankenkassen abgesetzt, also schlichtweg nicht bezahlt, obwohl die Leistungen erbracht wurden. Besonders häufige Absetzungen vermeldeten die Ergotherapeuten bei der AOK Niedersachsen. Zu den Formalfehlern gehört beispielsweise auch, dass der Arzt vergisst die ausgestellte Verordnung zu unterschreiben. Dies nehmen …
Treibjagd auf Kassenärzte!
Treibjagd auf Kassenärzte!
… - Arnim Candidus, die von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr jüngst geforderten Vergütungskürzungen für Kassenärzte bei überlangen Wartezeiten auf Arzttermine. Zeitgleich hat der AOK-Bundesverband den niedergelassenen Ärzten, zumal aber den Fachärzten vorgeworfen, zu Lasten der Kassenpatienten zu viel Zeit und Energie auf die Behandlung von Privatpatienten …
Bild: Bundesverband für Ergotherapeuten in Deutschland BED e.V. begrüßt das VersorgungsstrukturgesetzBild: Bundesverband für Ergotherapeuten in Deutschland BED e.V. begrüßt das Versorgungsstrukturgesetz
Bundesverband für Ergotherapeuten in Deutschland BED e.V. begrüßt das Versorgungsstrukturgesetz
Positiv sieht der Bundesverband für Ergotherapeuten der Inkrafttretung des Versorgungsstrukturgesetzes zum 01.01.2012 entgegen. Darin wird unter Anderem festgelegt, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der Krankenkassen Praxisbesonderheiten für die Verordnung von Heilmitteln festlegen müssen, die vor Regressprüfungen bei …
Bild: AOK setzt pro|care VMP von GAI NetConsult bald bundesweit ein
AOK setzt pro|care VMP von GAI NetConsult bald bundesweit ein
AOK-Bundesverband erwirbt Unternehmenslizenz für Software zum Vertrags- und Qualitätsmanagement im Bereich Pflege / Häusliche Krankenpflege (HKP). ------------------------------ Berlin, 28.03.2017 - Der AOK-Bundesverband erwirbt im März 2017 eine Unternehmenslizenz für den Einsatz von pro|care VMP der GAI NetConsult GmbH im AOK-System. pro|care VMP ist …
AOK-Bundesverband vergibt SEO-Etat an trafficmaxx
AOK-Bundesverband vergibt SEO-Etat an trafficmaxx
trafficmaxx, die Performance Marketing-Unit der Agentur construktiv, heißt einen neuen renommierten Kunden willkommen: den AOK-Bundesverband. Bei einem zweistufigen Pitch konnte trafficmaxx mit seinem Konzept überzeugen und sich gegen die teilnehmenden Agenturen durchsetzen. Der AOK-Bundesverband wünschte sich einen verlässlichen und erfahrenen Partner, …
Bild: Patientenrechte müssen gesetzlich fixiert werdenBild: Patientenrechte müssen gesetzlich fixiert werden
Patientenrechte müssen gesetzlich fixiert werden
In einer Mitteilung v. 06.09.07 hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) seine Forderung wiederholt, die Patientenrechte in Deutschland durch klare gesetzliche Regelungen voranzubringen. Der vzbv fordert die Einführung eines Behandlungsvertrages im Bürgerlichen Gesetzbuch, der die Rechte und Pflichten von Patienten und Ärzten konkret festschreibt. …
Sie lesen gerade: Bundesverband für Ergotherapeuten BED e.V. sieht Forderung der AOK zu mehr Verhandlungsspielraum kritisch