(openPR) Ein schwedisches Unternehmen und eine schwedische Kommune begleiten den „warmen Sprung ins Wasser“. Die Existenzgründung oder Auswanderung mit Netzwerkanschluss sorgt für Sicherheit. Das schwedische Modell könnte bei Firmenveränderungen Schule machen, auch in Deutschland.
Ludvika, Schweden, 2.11.2011. Die Korvmanufaktur in Sweden benötigte größere Ressourcen in der Produktion und hatte die Frage zu beantworten: Was tun mit dem bisherigen Produktionsstandort? Durch die gläserne Manufaktur und den Fabrikverkauf mit einhergehender direkter Verkostung im hauseigenen Restaurant hatte sich das Unternehmen über die lokalen Grenzen hinweg einen Namen gemacht. Nicht nur mit der Qualität der Wurstprodukte, auch mit dem transparenten Produktionsprozess. Die Kommune Ludvika wiederum ist eine der wachstumsstärksten Kommunen in Schweden und wollte das lokale Zugpferd ungern verlieren.
Durch Gespräche mit der Kommune kamen die Beteiligten auf die Idee, die komplette Liegenschaft einem Existenzgründer, oder sogar an eine Auswandererfamilie anzubieten. Soweit ist die Idee nicht neu. Was Korvmanufaktur und die Kommune allerdings neu erfanden war das „all inclusive“ Paket in Zusammenhang mit dem Angebot:
Das Gebäude mit 900m2 war ideal aufgeteilt für einen großen Wohn-, einen Büro- und einen Restaurant-, Küchen- und Produktionsbereich. „Dies war geradezu ideal für unsere Idee an Auswanderer zu denken“, so Per Andersson, der Entwickler dieser Idee. Er stellte alle Kontakte zusammen, die für einen Neuanfang in einem fremden Land unentbehrlich sind, um risikolos ein Gewerbe zu beginnen. Von Ansprechpartnern in der Kommune, den lokalen Lebensmittelbehörden bis zur Presse wurde an alles gedacht. „Ein möglicher Restaurantbetreiber mit der Option eigene Produkte herzustellen muss nur noch seine individuelle Ideen einbringen, die Rahmenkonstruktion wurde von uns bereits schlüsselfertig bereitgestellt“, so Andersson. So sind die Genehmigungen einfach übertragbar, komplexe Verfahren wurden vereinfacht, um Hürden zu beseitigen (http://ludvika.korvmanufaktur.eu). Dabei können die Interessenten sogar zwischen einem Kauf und einer langfristig stabilen Miete wählen, flexibler geht es kaum.
Michael Kurpeik, ein bekennender Schwedenfan und deutscher Geschäftsführer der Korvmanufaktur, bekennt: „Hätte ich so ein Angebot früher erhalten, wäre ich schwach geworden.“. Die meisten Auswanderer scheitern an mangelnden Kenntnissen der Gegebenheiten vor Ort. Genau hier aber setzt dieses Modell an. „Wir wollen die anfängliche Begeisterung des neuen Restaurantbetreibers schnell in betriebswirtschaftlich gute Resultate lenken“, so Lars-Åke Josefsson, der Leiter der Wirtschaftsförderung der Kommune Ludvika, „denn die Kommune ist genau wie ein Unternehmer gleichermaßen am Erfolg des Modells interessiert“.
Fragt man die Kunden, dann wünschen sie sich einen schnellen Übergang. „Hier ist die Auswahl an guten Restaurants nicht so gro?, so Georg Sundquist, Mitarbeiter bei ABB, dem größten Arbeitgeber der Region mit über 2500 Angestellten.










