28.04.2004 - 23:05 - Vereine & Verbände

Gefahr durch Wild - Besser langsam als Wild

Pressemitteilung von: ADAC

ADAC: Besondere Vorsicht bei Dämmerung

18.09.2003 - Bei Unfällen mit Wild werden jährlich mehr als 30 Menschen getötet und rund 3400 verletzt. Der Sachschaden wird auf über 330 Mio Euro geschätzt. Die Gefahr in einen Wildunfall verwickelt zu werden, ist laut ADAC im Frühjahr besonders groß. Aber auch im Herbst ist das Wild stark in Bewegung. Dabei bevorzugt es die Morgen- und Abenddämmerung.

Die Folgen eines Wildunfalls werden häufig unterschätzt. Ein Reh mit 20 Kilogramm Gewicht besitzt bei Tempo 100 ein Aufschlaggewicht von einer Tonne. Wildunfälle lassen sich am besten durch entsprechende Fahrweise vermeiden. Dazu sollte man die aufgestellten Wildwechselschilder beachten, und im Gefahrenbereich defensiv und bremsbereit fahren. Die Fahrbahnränder müssen genau beobachtet werden. Die Geschwindigkeit sollte reduziert und der Sicherheitsabstand erhöht werden.

Das Verhalten von Wildtieren lässt sich nur schwer einschätzen. Die Tiere überqueren Straßen meist nicht auf dem kürzesten Weg. Sie flüchten oft am Straßenrand vor einem Fahrzeug her und springen erst im letzten Moment auf die Fahrbahn. Reh oder Wildschwein kommen auch selten allein daher, sondern meist in Gruppen von mehreren Tieren.

Steht das Wild direkt vor einem auf der Fahrbahn, hilft nur noch eine Vollbremsung. Dazu sollte man hupen und nachts die Scheinwerfer abblenden. Lässt der Verkehr oder der Straßenzustand ein gefahrloses Ausweichen nicht zu, ist es besser mit dem Wild zu kollidieren, als beispielsweise von der Fahrbahn abzukommen und gegen einen Baum zu krachen. Keinesfalls sollte man das Risiko eines Ausweichmanövers eingehen, wenn es sich um kleinere Tiere wie Hasen oder Füchse handelt. Die Praxis zeigt, dass hier schwere Unfälle eine häufige Folge sind.

Ein Wildunfall muss – auch wenn nichts Schlimmes passiert ist - bei der nächsten Polizei- oder Forstdienststelle gemeldet werden. Nur so kann geflüchtetes, verletztes Wild aufgespürt werden. Auch für die Schadensabwicklung ist eine bestätigte Unfallmeldung wichtig. Überfahrene Tiere müssen von der Fahrbahn entfernt werden. Falls dies nicht möglich ist, sollte der Kadaver mit dem Warndreieck oder mit der Warnblinkanlage gesichert werden.

Wildunfälle könnten weitgehend vermieden werden, wenn an allen gefährdeten Straßen der vom ADAC geförderte Duftzaun installiert würde. An den bis heute 17 000 km mit einem Duftzaun geschützten Straßen sind die Wildunfälle um bis zu 70 bis 90 Prozent zurückgegangen. Nach ADAC-Schätzungen müssten noch etwa 15 000 km Straßen gesichert werden.

Der ADAC im Internet: www.adac.de

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

 

Rückfragen: Maximilian Maurer (089) 7676- 2632

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