(openPR) Über 100.000 Unternehmen mit mehr als 300.000 Beschäftigten stehen in den nächsten Jahren in Deutschland aus Altersgründen zur Übergabe an, meist Familienunternehmen. Wie diese Übergabe erfolgreich zu bewältigen ist, darüber informierten sich vergangenen Donnerstag in angenehmer Atmosphäre rund 40 Unternehmer aus der Region Ulm bei einer gemeinsamen Veranstaltung der KNORR Rechtsanwälte AG, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hirn und der Unternehmensberatung SimmCon.
Die wesentlichen Schritte im Übergabeprozess skizzierte Joachim Reinhart, Geschäftsführer der SimmCon: mögliche Stolpersteine wie z.B. unrealistische Vorstellungen zum Unternehmenswert oder eine unzureichende Finanzierung und deren praktische Überwindung standen im Vordergrund des Vortrags. Welche rechtlichen Weichenstellungen (möglichst) im Vorfeld einer Übergabe getroffen werden sollten, beleuchtete Wirtschaftsanwalt Armin Weidt. Die verschiedenen steuerlichen Aspekte - in Abhängigkeit einer familieninternen oder –externen Übergabe - vor dem Hintergrund der steuerlichen Rahmenbedingungen erläuterte der Wirtschaftsprüfer Alexander Hirn: „Gerade das neue Erbschaftsrecht bietet Vorteile für beide Seiten – Nachfolger und Alteigentümer.“
Gemeinsam wiesen alle drei Redner auf einen Punkt hin: die Notwendigkeit einer guten und frühzeitigen Vorbereitung bei der Unternehmensübergabe: „So etwas macht man schließlich nur einmal im Leben!“, so Reinhart.
Über den erfolgreichen Wechsel zur dritten Generation bei der AL-KO Kober AG berichtete deren Vorstand Stefan Kober in einem sehr lebendigen Vortrag. In 2007 hatte die neue Generation die Nachfolge mit einigen menschlichen Schwierigkeiten vollzogen und gleich anschließend den Familienkonzern durch die Weltwirtschaftskrise in 2008 und 2009 zu führen. Mit neuem Konzept und mit großem Erfolg, der so vielleicht ohne den rechtzeitigen Generationswechsel nicht eingetreten wäre. Kober dazu: „Ich habe mir fest vorgenommen, nicht noch mit über 60 im Vorstand zu sein, um nicht der nächsten Generation mit ihren neuen Ideen im Weg zu stehen.“
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