"... weine ich täglich um meinen Vater" - In der Gewalt Stalins und der SED

Pressemitteilung von: Ronny Kabus

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Publikation über die einst östlichste Großstadt Deutschlands in der Stalin-Ära
Das 2011 bei BoD Norderstedt erschienene Buch handelt von den zivilen Opfern des Zusammenwirkens von sowjetischer Geheimpolizei, KPD/SED und SBZ/DDR-Machtorganen der Jahre 1945 bis 1955 und analysiert die Görlitzer Vorgänge vor dem allgemeinen zeitgeschichtlichen Hintergrund der SBZ/DDR und Sachsens. Dabei geht es auch mehrfach auf korrespondierende Geschehnisse in anderen Landesteilen ein.

Der Autor geht an konkreten Beispielen der Frage nach, wie die bis heute kolportierte "antifaschistisch-demokratische Neuordnung" in Wirklichkeit aussah, wie die zahlenmäßig starke und in der Bevölkerung fest verankerte Sozialdemokratie im Zuge der planmäßig vorgesehenen Stalinisierung ausgeschaltet und die sich neu begründenden bürgerlichen Block-Parteien CDU und LDP ebenfalls mit Mitteln psychischer und physischer Gewalt „gesäubert“ und gleichgeschaltet wurden. Aufgezeigt wird an vielen Einzelfällen, wie „Kapitalisten“, Vertreter der Politik, der Verwaltung, der Kultur, der Kirchen und Bürger des Alltags unter den oft irrsinnigsten Anschuldigungen in den sowjetischen Speziallagern der SBZ, in den Gulags der Sowjetunion oder vor den Hinrichtungskommandos landeten und die Überlebenden oft weitere Jahre in den Zuchthäusern des SED-Regimes zu-bringen mussten.

Erinnert wird an 750 nachweisbare und geschätzte 1.000 männliche, weibliche und jugendliche Opfer der stalinistischen Gewaltexzesse, die mehr als ein Drittel der Betroffenen nicht überlebten. Dabei weist die vorliegende Untersuchung am Beispiel einer „Stadt mit der höchsten Umsiedlerdichte der SBZ“ weit über den lokalen und regionalen Rahmen hinaus.

DIN A5, 224 Seiten mit 151 S/W- und Farbabbildungen, BoD Norderstedt

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Dr. Ronny Kabus
Georg-Soltwedel-Str. 19
21407 Deutsch Evern
Tel.: 04131-220328

www.gegenstromer.jimdo.com

Ronny Kabus – 1947 in Görlitz geboren und promovierter Historiker – beginnt seine berufliche Laufbahn als Lehrer in seiner Heimatstadt. Später ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter, stellvertretender Direktor und langjähriger Direktor in den Museen Staatliche Lutherhalle Wittenberg, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt und Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg tätig.

In seinem breit gefächerten Wirken hat er sich in mehreren Publikationen immer wieder mit den Opfern historischer Prozesse befasst, bspw. mit der sozial unterdrückten Arbeiterschaft des 19. Jahrhunderts, den Judenverfolgungen im Nationalsozialismus, dem Schicksal der Vertriebenen zum Ende des 2. Weltkrieges und nun in dem vorliegenden Buch mit den zivilen Opfern des gemeinschaftlichen Handelns von sowjetischer Geheimpolizei, KPD/SED und SBZ/DDR-Machtorganen von 1945 bis 1955.

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