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Mit der Ampel gegen die Pfunde - „GenoGyn-Prävention-aktiv“: Frauenärzte gegen Übergewicht

07.03.201109:35 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Köln. Übergewicht ist eine weltweite Epidemie. Immer mehr Bundesbürger sind adipös. Das Deutsche Krebsforschungszentrum befürchtet in Zukunft mehr Krebs durch Übergewicht als durch Rauchen. Schon jetzt belasten Folgekosten von jährlich 70 Milliarden Euro unser Gesundheitssystem. Anlässlich des heutigen Tages der gesunden Ernährung mahnen die Frauenärzte der Ärztlichen Genossenschaft GenoGyn deshalb im Rahmen ihrer Präventions-Initiative konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung von Übergewicht, Fettleibigkeit und den Folgeerkrankungen an. Allen voran die Lebensmittelkennzeichnung nach dem Ampelsystem als einer wichtigen Orientierungshilfe für Verbraucher.



„Wir essen zu viel, zu fett, zu süß, zu salzig, und wir bewegen uns zu wenig“, sagt Dr. Jürgen Klinghammer aus dem Vorstand der GenoGyn. Die Folgen sind dramatisch: Nach aktuellen Angaben des Robert-Koch-Instituts sind 16 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen in Deutschland krankhaft dick. Übergewicht haben danach 44 Prozent der Männer und 29 Prozent der Frauen. Weiter sind 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 17 Jahren übergewichtig, 6,3 Prozent von ihnen leiden unter Adipositas.

Die Betroffenen haben eine verminderte Lebenserwartung und ein erhöhtes Risiko für viele Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, darunter Brustkrebs, orthopädische, aber auch psychische Erkrankungen. Die Folgeerkrankung Diabetes Typ 2 ist in keinem anderen europäischen Land so weit verbreitet wie in Deutschland. Zudem fördert Übergewicht bei Männern und Frauen Unfruchtbarkeit.
„Übergewichtige Schwangere haben außerdem ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsdiabetes mit gravierenden Folgen für Mutter und Kind“, betont Frauenarzt Dr. Klinghammer. Neben unmittelbaren Schwangerschaftskomplikationen besteht die Gefahr der perinatalen Fehlprogrammierung mit erhöhtem Risiko für Übergewicht und Diabetes schon im Jugendalter. „Junge Frauen müssen über diesen Teufelskreis besser aufgeklärt werden“, so der Kölner Gynäkologe. Die Einführung eines Diabetes-Screenings für Schwangere sei überfällig und von Experten immer wieder gefordert worden.

„In der Primärprävention von Übergewicht haben Gynäkologen, Kinderärzte und Hausärzte Verantwortung für die Gesundheit kommender Generationen“, sagt der Vertreter der GenoGyn. Die Genossenschaft der Frauenärzte setzt in ihrer Präventions-Initiative seit 2008 auch auf die eigene zertifizierte Ausbildung der Kollegen in allen Bereichen der Präventionsmedizin und baut bei der Ernährungsberatung auf die Insulintrennkost. Vor allem aber sieht die GenoGyn den Staat im Zugzwang: „Die geplante halbherzige EU-Kennzeichnung von Lebensmitteln reicht nicht aus. Zur effektiven Prävention von Übergewicht und zur Sicherung der Solidargemeinschaft aller Krankenversicherten fordern wir die Ampelkennzeichnung sowie einen Versicherungsrisikozuschlag bei Übergewicht“.

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