(openPR) Nachsorge - Die beste Vorsorge. So betitelte Ralf Schneider, Direktor der Salus Klinik in Friedrichsdorf seinen Leitartikel in der Salü Ausgabe vom Juni 2010. Die Realität derer, die sich professionell mit Themen der Suchthilfe tagtäglich in der Praxis damit auseinandersetzen, sieht jedoch anders aus. So erhielten im vergangenen Dezember über 200 Persönlichkeiten des Fachbereichs Sucht, wie z.B. Führungskräfte in Kliniken, Hochschul-Dozenten, Verbandsangehörige, Dienstleister gemeinnütziger Einrichtungen,
Suchthilfeorganisationen usw. per Email die Aufforderung, sich zu einer Aktion des neuen, außergewöhnlichen Stabilitäts- und Strukturangebotes "Leben lieben lernen" der ZenSIS e.V. in Frankfurt zu äußern und wurden mit Hinweis auf die Spendenplattform von betterplace.org darin um ihre Unterstützung gebeten, um die Umsetzung zu ermöglichen, die momentan bedingt durch den ehrenamtlichen Status von ZenSIS e.V. aus eigenen Mitteln nicht finanzierbar ist. Das niederschmetternde Ergebnis: Keine einzige Rückmeldung erreichte den Initiator des Projektes. Dabei beurteilte Prof. Dr. Hans-Volker Happel das Projekt bereits im Vorfeld folgendermaßen: "Als jahrzehntelanger wissenschaftlicher und pragmatischer Mitarbeiter im Feld der Suchthilfe bin ich von dem Ansatz mit dem überzeugenden Titel Leben lieben lernen absolut angetan und wünsche dem Projekt den Erfolg, den es verdient hat: innovativ, lebensnah, lebensbejahend mit Blick auf die Zukunft. Ales Gute!" Es scheint daher naheliegend, den Adressaten ein gewisses Desinteresse unterstellen zu dürfen. Schade. Zeigen doch ihre vielfältigen Aufrufe in Vorträgen, Symposien und Podiumsdiskussionen um die Zukunft der Suchthilfe, denen in den vergangenen Jahren gefolgt wurde, ein völlig anderes Bild. Aber wie so oft klaffen hier eingeforderter Anspruch und Realität in einem Maße auseinander, die bei allem Wohlwollen nicht nachvollziehbar erscheinen. Und sie vielleicht weiterhin zukunftsweisende Veränderungen denen überlassen, die auf kollegiale Unterstützung hoffen. Einfach beschämend.












