(openPR) Berliner Bündnis gegen Antisemitismus
und Geschichtsrevisionismus
/ finkelstein.blogsport.de
// Pressemitteilung
Berlin: Holocaust-Relativierer soll in
Hotel Maritim auftreten. Proteste geplant
Sehr geehrte Pressevertreterinnen und Pressevertreter,
am Samstag, dem 27.11.2010 plant die „palästinensische Ärzte- und Apothekervereinigung Deutschland e. V. (PÄAV e. V.)“ eine abendliche Veranstaltung mit dem US-amerikanischen Autor Norman Finkelstein als Referenten im Berliner Maritim-Hotel. Herr Finkelstein ist in den letzten Jahren immer wieder durch die Propagierung holocaustrelativierender Thesen in Erscheinung getreten. Diese zielen im Kern auf die Delegitimierung sowie Dämonisierung des Staates Israel und seiner Politik ab. Gegen das Vorhaben sind Proteste angekündigt.
In seinem Buch „Die Holocaust-Industrie“ imaginiert Finkelstein die Existenz einer israelisch-amerikanischen Lobby herbei, die finanzielle Vorteile aus dem Holocaust-Gedenken ziehe. So werden auf zynische Weise die Überlebenden der NS-Vernichtungsmaschinerie zu den eigentlichen Gewinner/-innen der Geschichte stilisiert. Desweiteren unterstellt Finkelstein Israel, neben dem Streben nach finanziellen Profit, die Erinnerung an die Verfolgung der Jüdinnen und Juden im NS für sich zu nutzen, um eigene machtpolitische Interessen durchzusetzen.
Das Bild einer israelisch-amerikanischen Lobby, die international agiert und „die Verbrechen“ Israels deckt, knüpft an das alte antisemitische Bild einer jüdischen Weltverschwörung an. Implizit wird so Antisemitismus transportiert, ohne direkt gegen Jüdinnen und Juden zu hetzen. Durch seine jüdische Herkunft erfüllt Finkelstein die Rolle des Kronzeugen, der die Einladenden nach außen vor der Kritik an ihren antisemitischen Denkstrukturen immunisieren soll. Dazu passt, dass Finkelstein die israelische Politik wiederholt mit den Verbrechen der Nazis gleichgesetzt und somit letztere relativiert und verharmlost hat. Es ist daher kein Zufall, dass Finkelstein ein beliebter Referent für linke und islamische Antizionist/innen, Antisemit/innen und Nazis ist. Zugleich wird er von der neurechten Zeitung „Junge Freiheit“ sowie der antizionistischen „jungen Welt“ in höchsten Tönen gelobt und zu Veranstaltungen eingeladen.
Alle Versuche, das Maritim Hotel von einer Absage der Veranstaltung zu überzeugen, haben nicht zu einem Umdenken geführt. Deshalb rufen mehrere Initiativen zu einer Protestkundgebung vor dem Hotel auf (Samstag, 18 Uhr, Stauffenbergstraße 26). Dort soll eine deutliche Absage an Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus formuliert werden. Karla Bertram, Pressesprecherin des Protestbündnisses, sagte dazu: „Der Konflikt um Finkelsteins Auftritte ist keine Meinungsfreiheitsdebatte, sondern die elementare Frage, ob antisemitische und geschichtsrevisionistische Positionen in der Öffentlichkeit zugelassen werden. Dass ein renommiertes Hotel wie das Maritim sich vor den Karren der Holocaustverharmlosung spannen lässt, empfinden wir als besonders empörend.“
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Freundliche Grüße, Karla Bertram, Bündnis gegen Antisemitismus & Geschichtsrevisionismus








