(openPR) Die Hernienchirurgie, also die operative Behandlung von krankhaften Lücken in Leiste und Bauchwand, zählt zu den innovativsten und spannendsten Gebieten der Allgemein- und Viszeralchirurgie. In Deutschland werden derzeit etwa 275 000 Leistenbrüche und knapp 100 000 Bauchwandbrüche versorgt, um die Einklemmung von inneren Organen mit möglicherweise lebensgefährlichen Folgen zu verhindern. Diese Behandlung nimmt etwa 10 bis 15 Prozent des Arbeitsaufkommens von Allgemeinchirurgen ein. Eine Heilung ohne Operation ist nach gängiger Expertenmeinung nicht möglich.
Die rasanten Innovationen auf dem Gebiet der Hernienchirurgie werden am 22./23. Oktober beim 3. Wilhelmsburger Herniensymposium in Hamburg vorgestellt. Dr. Wolfgang Reinpold, Chefarzt im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand und wissenschaftlicher Leiter des Symposiums: „Im Mittelpunkt stehen acht von teilweise weltbekannten Spezialisten durchgeführte Operationen, die live von unserem Krankenhaus zum Tagungsort im Hotel Hafen Hamburg übertragen werden, darunter eine Original Lichtenstein-Operation von Parviz Amid vom Lichtenstein Hernia Institute, Los Angeles.“
Darüber hinaus wird eine Studie über laparoskopische Bauchwandoperationen im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand vorgestellt, bei der das Kunststoffnetz zum Verschließen des Bruchs nicht in der Bauchhöhle, sondern vor dem Bauchfell platziert wird. Die Gefahr einer Schädigung von inneren Organen kann dadurch erheblich verringert werden. Die Ärzte der Klinik sind zur Zeit offenbar weltweit die einzigen, die auf diesem Gebiet forschen und stellen eine neue Operationsmethode über einen einzigen Zugang vor. Weitere neue Themen: Noch kleinere Zugänge (3mm) für Schlüssellochoperationen, biologische Netze, Prävention und Therapie chronischer Schmerzen und anderer Komplikationen nach Hernienoperationen, Leitlinien der Hernienchirurgie, externe Qualitätssicherung sowie Verzahnung des stationären und niedergelassenen Sektors.
Dr. Wolfgang Reinpold:
Dr. Wolfgang Reinpold ist über seine Tätigkeit im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand hinaus auch Mitglied der Deutschen, Europäischen und Amerikanischen Herniengesellschaft und hat nach drei humanitären chirurgischen Missionen in die Dominikanische Republik im vergangenen Jahr eine Hernien-Mission in Ghana geleitet. Er hat zudem an den ersten Leitlinien der Internationalen Gesellschaft für endoskopische Hernienchirurgie (IEHS) mitgearbeitet. Im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand werden in diesem Jahr voraussichtlich 700 Hernien operiert. Bei Anfragen an Dr. Wolfgang Reinpold für Interviews,
Anmeldung:
Das Wilhelmsburger Herniensymposium wird von der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, dem Bundesverband der niedergelassenen Chirurgen e.V. sowie dem Bundesverband der Deutschen Chirurgen e.V. unterstützt und ist für alle Chirurgen in Deutschland offen. Die wissenschaftliche Leitung hat Dr. Wolfgang Reinpold, Chefarzt der Chirurgischen Abteilung und des Hernienzentrums, Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand, Hamburg. Das Symposium ist mit 24 Punkten bei der Ärztekammer Hamburg zertifiziert, die Teilnahmegebühr beträgt 105 €. Veranstalter ist das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand, Groß-Sand 3, 21107 Hamburg. Veranstaltungsort: Hotel Hafen Hamburg, Seewartenstraße 9, 20459 Hamburg. Informationen und Anmeldung unter www.wilhelmsburger-herniensymposium.de oder Tel. 0228.919 37-36/39.
























