09.09.2010 - 17:15 - Energie & Umwelt
Dauerhafter Erhalt der Befahrbarkeit von Rückegassen gewichtiges Thema bei den KWF-Thementagen
Pressemitteilung von: Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF)
Erhalt, Instandsetzen und Regeneration wird praktisch vorgeführt
Maschinenwege sind ausschließlich für die Nutzung mit Forstspezialmaschinen vorgesehen. Der Ausbaustandard ist im Vergleich zum ganzjährig Lkw-befahrbaren Weg entsprechend abgestuft. Die Holzbereitstellung mit hochmechanisierter Technik erfolgt ganzjährig auch auf befahrungssensiblen Böden. Entsprechend schnell verschlechtert sich bei ungünstigen Winterungsbedingungen auch der Zustand der Rückegassen. Die forsttechnische Befahrbarkeit der Maschinenwege muss aber während der gesamten Holzerntemaßnahme gewährleistet sein. Empfehlungen für den Umgang, Pflege und Instandsetzung von Rückegassen bieten die Thementage „Bodenschonung beim Forstmaschineneinsatz in der Holzernte“ des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. am 29. und 30. September in Dierdorf.
Für den dauerhaften Erhalt der forsttechnischen Befahrbarkeit bei gleichzeitiger Reduzierung von Wurzelschäden ist ein fachgerechtes Armieren der Rückegassen besonders wichtig. Durch den Einsatz von speziellen Softlaufwerken und Moorbändern erhöht sich beispielsweise die Aufstandsfläche der Maschinen gegenüber konventionellen Varianten. Im Vergleich zu einem Sechs-Rad-Forwarder ist durch den Einsatz eines leichten Forwarders mit acht Rädern und montierten Bändern der Kontaktflächendruck reduziert. An einem Exkursionspunkt der KWF-Thementage wird ein System vorgestellt, mit dem es möglich ist - unter Ausnutzung günstiger Witterungsperioden - auch auf stärker wasserbeeinflussten Standorten zu arbeiten. Es wird ein Verfahren gezeigt, bei dem die vom Harvester ideal ausgebildete Reisigarmierung der Rückegasse sowohl vom Raupenharvester selbst, als auch vom Forwarder genutzt werden kann. Die positiven Auswirkungen bzgl. Bodenschonung und Verminderung von Wurzelschäden greifen also sofort. Die Reisigarmierung der Rückegassen im Zusammenhang mit der beschriebenen Technik und Ausrüstung minimiert die Schäden an Boden und Wurzeln deutlich und erhält die forsttechnische Befahrbarkeit des Feinerschließungssystems. Es verhindert außerdem kostenintensive Instandsetzungen.
An einem weiteren Exkursionspunkt wird die Instandsetzung von Maschinenwegen praktisch vorgeführt. Der „Blade Runner“ ist ein neuartiges Konzept. Durch ein innovatives „Sechswege-Schild“ werden die Vorteile eines leistungsstarken Raupenbaggers mit denen einer Planierraupe vereinigt. Der Raupenbagger basiert auf einem Unterwagen der 20-Tonnenklasse mit einem Oberwagen der 14-Tonnenklasse. Seine Grab- und Hubkräfte sowie die Planierleistung sind sehr hoch. Dabei hat er ein vergleichsweise geringes Gewicht und eine kompakte Bauweise.
Den „Altlasten“ ungeregelter Befahrung in Waldbeständen nimmt sich der Exkursionspunkt „Regeneration von Befahrungsschäden“ an. Die durch das Befahren verursachten Bodenverformungen haben sehr lange Regenerationszeiten (Jahrzehnte bis Jahrhunderte). Geschädigte Böden haben eine stark eingeschränkte Bodenbelüftung und Durchwurzelbarkeit. Es wird ein Verfahren vorgestellt mit dem die Bodenfunktionen beschleunigt wieder hergestellt werden können. So können z.B. Binsen durch das Luftleitgewebe in ihren Wurzeln in schlecht belüftete, verdichtete Bodenpartien einwachsen und dort die Bodenbelüftung verbessern. An einem natürlichen Binsenvorkommen und an angesätem Ackersenf wird die strukturbildende Wirkung dieser wurzelaktiven Pflanzenarten dargestellt und mittels technischer Messverfahren demonstriert.
An weiteren Exkursionspunkten werden Lösungs- und Verbesserungspotenziale aus organisatorischen sowie maschinen- und verfahrenstechnischen Bereichen vorgestellt. Daneben wird auch die Prophylaxe und das Erfassen, Kennzeichnen und Dokumentieren von Rückegassen thematisiert. Es finden Diskussionsforen zu Schwerpunktthemen und Firmenpräsentationen statt.
KWF
3744 Zeichen (mit Leerzeichen)
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF)
Spremberger Str. 1
64823 Groß-Umstadt
Pressekontakt:
Peter Harbauer
06078 785-33

Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein und wird von 2000 Mitgliedern getragen. Das KWF ist das Kompetenzzentrum für Waldarbeit, Forsttechnik und Holzlogistik in Deutschland und Europa. Es informiert und berät alle Akteure aus den Bereichen Forst, Holz und Bioenergie. Es steht allen als Ansprechpartner zur Verfügung. Das KWF konzentriert sich gemeinwohlorientiert und länderübergreifend auf die wichtigen Aufgaben der Zukunftssicherung, Unfallvermeidung und Umweltvorsorge. Damit ist das KWF beispielhaft für eine gemeinsame, arbeitsteilige, rationelle, und zukunftsweisende Aufgabenerledigung von Bund und Ländern.
Das KWF prüft und zertifiziert als einzige bundesweit und länderübergreifend tätige Organisation Forsttechnik, forstliche Arbeitsmittel und Schutzausrüstung. Dabei vergibt es das begehrte KWF-Gebrauchtswertzeichen, das KWF-Testzeichen, aber auch die DPLF- und GS-Zeichen.
Das KWF vermittelt außerdem branchenübergreifend zwischen Forschung, Praxis und Industrie in den Bereichen Forst, Holz und Bioenergie. In diesen Bereichen steht es außerdem als Projektpartner zu Verfügung.
Das KWF organisiert mit der KWF-Tagung die zweitgrößte Forst-Messe der Welt. Auf dieser gibt es einen Kongress, Fachexkursionen, Forstmaschinen- und Neuheitenschau. Zudem gestaltet das KWF Sonderschauen zu den Themen Forst und Holz, z.B. auf der Interforst, der Ligna und vielen mehr.
Am Firmensitz in Groß-Umstadt veranstaltet das KWF Fachforen, Seminare, Workshops und Expertengespräche zu aktuellen Themen aus der forstlichen Praxis.
Maschinenwege sind ausschließlich für die Nutzung mit Forstspezialmaschinen vorgesehen. Der Ausbaustandard ist im Vergleich zum ganzjährig Lkw-befahrbaren Weg entsprechend abgestuft. Die Holzbereitstellung mit hochmechanisierter Technik erfolgt ganzjährig auch auf befahrungssensiblen Böden. Entsprechend schnell verschlechtert sich bei ungünstigen Winterungsbedingungen auch der Zustand der Rückegassen. Die forsttechnische Befahrbarkeit der Maschinenwege muss aber während der gesamten Holzerntemaßnahme gewährleistet sein. Empfehlungen für den Umgang, Pflege und Instandsetzung von Rückegassen bieten die Thementage „Bodenschonung beim Forstmaschineneinsatz in der Holzernte“ des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. am 29. und 30. September in Dierdorf.
Für den dauerhaften Erhalt der forsttechnischen Befahrbarkeit bei gleichzeitiger Reduzierung von Wurzelschäden ist ein fachgerechtes Armieren der Rückegassen besonders wichtig. Durch den Einsatz von speziellen Softlaufwerken und Moorbändern erhöht sich beispielsweise die Aufstandsfläche der Maschinen gegenüber konventionellen Varianten. Im Vergleich zu einem Sechs-Rad-Forwarder ist durch den Einsatz eines leichten Forwarders mit acht Rädern und montierten Bändern der Kontaktflächendruck reduziert. An einem Exkursionspunkt der KWF-Thementage wird ein System vorgestellt, mit dem es möglich ist - unter Ausnutzung günstiger Witterungsperioden - auch auf stärker wasserbeeinflussten Standorten zu arbeiten. Es wird ein Verfahren gezeigt, bei dem die vom Harvester ideal ausgebildete Reisigarmierung der Rückegasse sowohl vom Raupenharvester selbst, als auch vom Forwarder genutzt werden kann. Die positiven Auswirkungen bzgl. Bodenschonung und Verminderung von Wurzelschäden greifen also sofort. Die Reisigarmierung der Rückegassen im Zusammenhang mit der beschriebenen Technik und Ausrüstung minimiert die Schäden an Boden und Wurzeln deutlich und erhält die forsttechnische Befahrbarkeit des Feinerschließungssystems. Es verhindert außerdem kostenintensive Instandsetzungen.
An einem weiteren Exkursionspunkt wird die Instandsetzung von Maschinenwegen praktisch vorgeführt. Der „Blade Runner“ ist ein neuartiges Konzept. Durch ein innovatives „Sechswege-Schild“ werden die Vorteile eines leistungsstarken Raupenbaggers mit denen einer Planierraupe vereinigt. Der Raupenbagger basiert auf einem Unterwagen der 20-Tonnenklasse mit einem Oberwagen der 14-Tonnenklasse. Seine Grab- und Hubkräfte sowie die Planierleistung sind sehr hoch. Dabei hat er ein vergleichsweise geringes Gewicht und eine kompakte Bauweise.
Den „Altlasten“ ungeregelter Befahrung in Waldbeständen nimmt sich der Exkursionspunkt „Regeneration von Befahrungsschäden“ an. Die durch das Befahren verursachten Bodenverformungen haben sehr lange Regenerationszeiten (Jahrzehnte bis Jahrhunderte). Geschädigte Böden haben eine stark eingeschränkte Bodenbelüftung und Durchwurzelbarkeit. Es wird ein Verfahren vorgestellt mit dem die Bodenfunktionen beschleunigt wieder hergestellt werden können. So können z.B. Binsen durch das Luftleitgewebe in ihren Wurzeln in schlecht belüftete, verdichtete Bodenpartien einwachsen und dort die Bodenbelüftung verbessern. An einem natürlichen Binsenvorkommen und an angesätem Ackersenf wird die strukturbildende Wirkung dieser wurzelaktiven Pflanzenarten dargestellt und mittels technischer Messverfahren demonstriert.
An weiteren Exkursionspunkten werden Lösungs- und Verbesserungspotenziale aus organisatorischen sowie maschinen- und verfahrenstechnischen Bereichen vorgestellt. Daneben wird auch die Prophylaxe und das Erfassen, Kennzeichnen und Dokumentieren von Rückegassen thematisiert. Es finden Diskussionsforen zu Schwerpunktthemen und Firmenpräsentationen statt.
KWF
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Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF)
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06078 785-33
Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein und wird von 2000 Mitgliedern getragen. Das KWF ist das Kompetenzzentrum für Waldarbeit, Forsttechnik und Holzlogistik in Deutschland und Europa. Es informiert und berät alle Akteure aus den Bereichen Forst, Holz und Bioenergie. Es steht allen als Ansprechpartner zur Verfügung. Das KWF konzentriert sich gemeinwohlorientiert und länderübergreifend auf die wichtigen Aufgaben der Zukunftssicherung, Unfallvermeidung und Umweltvorsorge. Damit ist das KWF beispielhaft für eine gemeinsame, arbeitsteilige, rationelle, und zukunftsweisende Aufgabenerledigung von Bund und Ländern.
Das KWF prüft und zertifiziert als einzige bundesweit und länderübergreifend tätige Organisation Forsttechnik, forstliche Arbeitsmittel und Schutzausrüstung. Dabei vergibt es das begehrte KWF-Gebrauchtswertzeichen, das KWF-Testzeichen, aber auch die DPLF- und GS-Zeichen.
Das KWF vermittelt außerdem branchenübergreifend zwischen Forschung, Praxis und Industrie in den Bereichen Forst, Holz und Bioenergie. In diesen Bereichen steht es außerdem als Projektpartner zu Verfügung.
Das KWF organisiert mit der KWF-Tagung die zweitgrößte Forst-Messe der Welt. Auf dieser gibt es einen Kongress, Fachexkursionen, Forstmaschinen- und Neuheitenschau. Zudem gestaltet das KWF Sonderschauen zu den Themen Forst und Holz, z.B. auf der Interforst, der Ligna und vielen mehr.
Am Firmensitz in Groß-Umstadt veranstaltet das KWF Fachforen, Seminare, Workshops und Expertengespräche zu aktuellen Themen aus der forstlichen Praxis.
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