02.09.2010 - 11:31 - Energie & Umwelt

Japanische Fischer massakrieren Delfine

Pressemitteilung von: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

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München, 02. September 2010 - Nach Informationen der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) stehen japanische Fischer in der Hafenstadt Taiji in den Startlöchern, um die Jagd auf Delfine zu beginnen. Während der von September bis März dauernden Jagdsaison werden bis zu 1800 Delfine grausam abgeschlachtet. Erstmals wurde letztes Jahr das brutale Treiben in dem preisgekrönten Dokumentarfilm „Die Bucht“ weltweit öffentlich gemacht. Doch die Hoffnungen vieler Delfin- und Tierschützer auf eine Ende des Gemetzels erfüllten sich bislang leider nicht.

Die Fischer – nur 26 Personen sind daran beteiligt – treiben ganze Delfinschulen in kleinere mit einem Netz abgesperrte Buchten. Einige Exemplare werden am Leben gelassen und für den Verkauf an Delfinarien aussortiert. So landeten „Taiji-Delfine“ unter anderem in einem türkischen Delfinarium, wie GRD-Experten vor Kurzem bei einer Überprüfung vor Ort herausfanden. Die meisten der Delfine werden jedoch grausam getötet: Noch lebend und durch Schläge mit Eisenstangen verletzt ziehen die Fischer die Meeressäuger mit einem Kran aus dem Wasser und karren sie mit Kleinlastwagen in eine Fisch-Fabrik. Dort schneidet man ihnen die Halsschlagadern auf, die Delfine verbluten langsam und qualvoll. „Das Gehirn von Delfinen funktioniert vergleichsweise lange ohne Sauerstoff, unbetäubt erleben die intelligenten Tiere ihr Sterben bei vollem Bewusstsein, eine unvorstellbar grausame Barbarei“, so ein GRD-Sprecher.

In Japan wird weltweit das meiste Wal- und Delfinfleisch gegessen, es wird roh oder als sukiyaki – eine Art kurz angebratenes Fleischgericht - serviert. Die von der japanischen Regierung immer wieder zitierte alte Tradition des Verzehrs von Wal- und Delfinfleisch kam tatsächlich erst nach dem 2. Weltkrieg auf, als diese Nahrung eine wichtige Proteinquelle darstellte. Heute ist insbesondere Walfleisch allerdings eine teure Delikatesse geworden.

Dank der jahrelangen weltweiten Proteste, an denen sich auch die GRD beteiligt, sind erste Anzeichen für ein Umdenken in Japan sichtbar. So stellte die japanische Hafenstadt Futo die Treibjagden bereits ein und betreibt heute stattdessen Delfinbeobachtungstouren. Seit 2004 wurden dort keine Delfine mehr getötet, obwohl die japanische Regierung den örtlichen Fischern weiterhin Fangquoten ausstellt.

Die GRD setzt ihre Protestkampagne für ein Ende der grausamen Delfinmassaker in Taiji fort. Wer die Aktion unterstützen will, kann dies online mithilfe eines vorbereiteten Protestbriefs an die Japanische Botschaft in Deutschland tun: www.delphinschutz.org

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.
Society for Dolphin Conservation, Germany
Kornwegerstr. 37 - 81375 München - Germany
Tel.: +49-89-74 16 04 10 - Fax: +49-89-74 16 04 11
E-Mail:
Webseite: www.delphinschutz.org

Aktiv für Delfine: Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD)

Erschüttert vom millionenfachen Sterben der Delfine in den Treibnetzen der Thunfischfänger gründete Weltumsegler Rollo Gebhard 1991 die GRD. Seitdem schlossen sich über 95 % des deutschen Thunfischhandels dem SAFE-Programm für delfinsicher gefangenen Thunfisch an. SAFE ist das umfassendste Meeresschutzprogramm der Welt.

GRD – Weltweiter Einsatz für bedrohte Meeressäuger:

Deutschland – Thunfisch-Kontrollprogramm (SAFE): SAFE bewahrt Tausende Wale und Delfine vor dem grausamen Beifangtod. Publikation einer Verbraucher-Checkliste mit den bestätigten delfinsicheren Thunfischmarken

Peru: Kampf gegen die illegale Delfinjagd, Dynamitfischerei und Meeresverschmutzung. Projektpartner: ACOREMA (Meeresschutzorganisation, Peru)

Adria (Kroatien): Schutzprojekt zur Rettung der letzten ca. 220 Adria-Delfine. Projektpartner: Delfinschutzorganisation VAL (Zagreb), tierärztliche Fakultät der Universität Zagreb

Spanien / La Gomera: Aufbau von ökologischem Wal- und Delfinbeobachtungstourismus, Einrichtung eines Delfinschutzzentrums. Projektpartner: M.E.E.R.e.V. (Berlin)

Dominica: Aufbau und Einrichtung der ersten Walforschungsstation in der Karibik, Etablierung eines Pottwal- und Meeressäugerschutzgebietes

Nord- und Ostsee: Schutz unserer bedrohten heimischen Schweinswale. Projektpartner: NABU, BUND, Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere, lokale Behörden und Nationalparkverwaltungen.

„Um Hilfe können Delfine nicht rufen, aber die Signale sind deutlich: ihre Anzahl geht weltweit zurück“, warnt Rollo Gebhard. Helfen Sie mit, das Aussterben der sympathischen Meeressäuger in den Weltmeeren zu verhindern. Werden Sie Förderer, helfen Sie mit Ihrer Spende oder übernehmen Sie eine Delfinpatenschaft.

Weitere Informationen auf unseren Webseiten:
www.delphinschutz.org
www.delfinprojekt.de
www.thunfischliste.de
www.weserwale.de

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