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Palliativmedizin in Bonn hat neuen Lehrstuhlinhaber

01.09.201011:31 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Professor Radbruch übernimmt Lehrstuhl für Palliativmedizin und Leitung des Zentrums für Palliativmedizin am Malteser-Krankenhaus

Bonn (ct) - Professor Dr. Lukas Radbruch ist jetzt von der Bonner Universität auf den Lehrstuhl für Palliativmedizin berufen worden. Die Professur wird von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen ihres Förderschwerpunkt-Programms „Palliativmedizin“ gefördert. Als Nachfolger von Professor Dr. Eberhard Klaschik übernimmt Professor Radbruch auch als Chefarzt die Leitung des Zentrums für Palliativmedizin am Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg.



„Wir freuen uns sehr, mit Professor Radbruch eine wissenschaftlich hochrangige Persönlichkeit und einen absoluten Kenner seines Faches für diese verantwortungsvollen Positionen gewonnen zu haben“, freuen sich Walter Bors, Geschäftsführer des Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg, und Professor Dr. Thomas Klockgether, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn. „Die Fußstapfen seines Vorgängers Professor Klaschik, Nestor der Palliativmedizin in Deutschland, sind groß. Doch wir sind uns sicher, dass Professor Radbruch diese große Aufgabe sowohl als Lehrstuhlinhaber an der Universität Bonn als auch im Zentrum für Palliativmedizin meistern wird. Wir wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg.“

„Mit Spannung, Neugier und Freude blicke ich meinen neuen Aufgaben hier in Bonn entgegen“, so Radbruch. „Ich werde all meine Erfahrung und mein Fachwissen für Forschung und Lehre sowie zum Wohle der Patientinnen und Patienten einbringen.“

Als Inhaber des Lehrstuhls für Palliativmedizin an der Bonner Universität wird Radbruch schwerpunktmäßig im Bereich der Onkologie eng mit dem Centrum für integrierte Onkologie (CIO) Köln/Bonn zusammenarbeiten. In Ergänzung zu dem seit Jahren über die Grenzen Bonns hinweg bekannten Zentrum für Palliativmedizin am Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg wird Radbruch als Direktor eine eigene Klinik für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Bonn aufbauen und damit die Versorgung von schwerstkranken Menschen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis weiter ausbauen.

„Gerade alte Menschen und an Demenz erkrankte Menschen bedürfen in vielen Fällen einer palliativmedizinischen Behandlung“, so Radbruch. „Hierfür werde ich mich persönlich einsetzen.“ Zudem wird er sich stark für die Umsetzung des neuen Pflichtfaches Palliativmedizin einbringen, „so dass wirklich alle Medizinstudenten, die an der Bonner Universität ausgebildet werden, gute Grundkenntnisse in Palliativmedizin erhalten.“ Der Aus-, Fort- und Weiterbildung in diesem Fachgebiet wird sich Radbruch auch als Dozent an der bundesweit bekannten Akademie für Palliativmedizin am Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg widmen, die ebenfalls seit vielen Jahren von der Deutschen Krebshilfe gefördert wird.

In Niedersachsen geboren, absolvierte der heute 51jährige Vater zweier erwachsener Söhne Abitur und Medizinstudium in Bonn. Nach weiteren Zwischenstationen in verschiedenen Kliniken übernahm er 2003 als Chefarzt die Leitung der Abteilung Palliativmedizin an der Universitätsklinik Aachen und hatte auch dort den Lehrstuhl für Palliativmedizin inne. Als Präsident der Europäischen Palliativgesellschaft engagiert sich Radbruch in der Entwicklung der Palliativmedizin in Europa. Unter seiner Federführung veröffentlichte die Europäische Palliativgesellschaft ein Weißbuch zu den Standards und Normen in der Palliativversorgung. In dieser Funktion koordiniert er auch ein Forschungsprojekt, welches den Zugang zu wirksamen Schmerzmitteln in verschiedenen europäischen Ländern zum Thema hat.

Die Deutsche Krebshilfe e.V. versteht sich als Wegbereiterin der Palliativmedizin in Deutschland: Mit bisher insgesamt rund 60 Millionen Euro hat sie den Aufbau palliativmedizinischer Versorgungsstrukturen unterstützt und die Aus- und Weiterbildung auf diesem Gebiet nachhaltig gefördert. „Wir freuen uns, dass die von uns eingerichtete Stiftungsprofessur mit einem so hervorragenden Experten besetzt werden konnte“, so Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Professor Radbruch werde die Palliativmedizin auch von Bonn aus maßgeblich voranbringen und mit seiner Lehr- und Forschungstätigkeit weitere Meilensteine setzen.

Die Deutsche Krebshilfe gibt umfangreiches Informationsmaterial zum Thema Palliativmedizin heraus. Die Broschüren, DVDs und ein Hörbuch können kostenlos bei der Geschäftsstelle in Bonn oder unter www.krebshilfe.de angefordert werden.

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Bonn, 1. September 2010

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