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„Dieses Wochenende kann ich leider nicht“: Allergiker isolieren sich aus Angst vor Symptomen

16.08.201012:20 UhrGesundheit & Medizin
Bild: „Dieses Wochenende kann ich leider nicht“: Allergiker isolieren sich aus Angst vor Symptomen
Aus Angst vor Symptomen isolieren sich viele Allergiker
Aus Angst vor Symptomen isolieren sich viele Allergiker

(openPR) Melkof – Ein leckeres Frühstück bei Freunden, ein förmliches Essen mit Geschäftspartnern, eine festliche Einladung zum Dinner: Was für viele den anstrengenden Geschäftsalltag angenehm aufpeppt, wird für Menschen, die unter einer Lebensmittelallgergie leiden, zum nervenaufreibenden Slalom um potenzielle Allergieauslöser. „Das kann dazu führen, dass Allergiker mehr und mehr Einladungen ablehnen und sich zunehmend aus sozialen Situationen zurückziehen, getrieben von der Angst vor möglichen Symptomen wie juckendem Hautausschlag oder unangenehmen Magen-Darm-Beschwerden“, beobachtet Dr. Arne Menzdorf von Deutschlands größtem Allergiker-Portal myAllergo.de (www.myallergo.de).



Atemnot im Supermarkt: Mit einer schweren Duftstoffallergie kann der Alltag zum Spießroutenlauf werden

Nicht nur Lebensmittelallergiker vermeiden bestimmte soziale Situationen aus Angst vor Symptomen derer sie sich schämen. Auch Menschen, die allergisch auf bestimmte Duftstoffe reagieren, kennen das Problem. Und ihrer gibt es viele: Über eine Million Menschen in Deutschland, so schätzt das Bundesumweltamt, leiden unter einer Kontaktallergie gegenüber Duftstoffen oder Duftstoffzusammensetzungen, die aus mehr als 5.000 unterschiedlichen chemischen Bestandteilen bestehen können.

Wer unter einer stark ausgeprägten Kontaktallergie gegenüber Duftstoffen leidet, reagiert bereits auf minimale Allergenspuren mit geröteter oder schuppender, rauer Haut und enormem Juckreiz. „Besonders unsichere Menschen, deren Selbstwertgefühl stark vom Feedback der Umwelt abhängt, neigen dann dazu, Situationen zu vermeiden, in denen es zu den als unangenehm oder peinlich empfundenen Symptomen kommen könnte und ziehen sich dadurch unter Umständen immer weiter zurück“, so Menzdorf.

Damit bringen sie unter Umständen einen verhängnisvollen Kreislauf in Gang, denn der stete soziale Rückzug kann langfristig zu psychischen Beschwerden wie sozialen Ängsten oder Depressionen führen. Diese enorme psychische Belastung spiegelt sich in den meisten Fällen wiederum im Hautbild, da die Haut bei Stress noch empfindlicher auf mögliche Allergieauslöser reagiert.

Dem Schamgefühl trotzen und die Flucht nach vorn antreten

„Es ist wichtig, dass Allergiker lernen, ihre Symptome anzunehmen und selbstbewusst damit umzugehen“, rät Dr. Arne Menzdorf. Anstatt Situationen pauschal zu vermeiden, Verabredungen abzusagen oder sogar Arbeitsstellen überstürzt zu kündigen, gilt es, Alternativen auszuloten: „Angestellte können gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten überlegen, ob sie in einem anderen Bereich eingesetzt werden könnten. Auch die meisten Restaurants sind heute auf Allergiker eingestellt und suchen gemeinsam mit dem Gast nach einem verträglichen Gericht“, fasst Menzdorf zusammen.

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