30.07.2010 - 17:20 - Energie & Umwelt
Wald 2.0 – Das Waldzertifizierungssystem FSC stellt seine neuen Richtlinien vor
Pressemitteilung von: FSC Arbeitsgruppe Deutschland e.V.
Freiburg, 30.07.2010: Wald ist nicht einfach nur eine Ansammlung von Bäumen, sondern viel mehr: Er ist Kohlenstoffspeicher, Sauerstoffproduzent, Wasserfilter, Nahrungslieferant und Heimat für viele Insekten-, Vogel- und Tierarten. Aber auch für den Menschen ist der Wald nicht nur Rohstofflieferant, sondern auch Erholungsraum und Arbeitsplatz. Die Ansprüche an den Wald sind vielfältig und widersprechen sich sogar im Einzelfall. Vor allem die Bedeutung des Waldes als Rohstofflieferant hat in den letzten Jahren zu Lasten der anderen Waldleistungen zugenommen. Es war an der Zeit Waldwirtschaft des 21. Jahrhunderts neu zu definieren.
Der Forest Stewardship Council (FSC) hat genau dies in den letzten Jahren in Deutschland getan. Bürger, die am Wald interessiert sind, wurden in einem breiten Konsultationsprozess eingeladen, die Waldwirtschaft der Zukunft zu definieren. Wirtschaftliche, soziale und Interessen des Naturschutzes wurden dabei gleich gewichtet. Namhafte Akteure waren dabei: die großen Umweltverbände Deutschlands (WWF, Greenpeace, NABU, BUND), Arbeitnehmervertretungen (u.a. IG BAU, IG Metall) und Vertreter von Unternehmen und Waldbesitzern. Im Juni 2010 fand dieser Prozess mit der Verabschiedung des neuen Deutschen FSC-Standards seinen Abschluss. Schlussendlich ist damit eine neue, zukunftsfähige Form der Waldwirtschaft definiert, die gesellschaftliche Interessen abbildet und gleichzeitig die Nutzung und Vermarktung des Rohstoffes Holz fördert.
Jeder Waldbesitzer kann sich freiwillig nach den FSC-Kriterien zertifizieren lassen und damit für die gesellschaftliche Unterstützung seiner Waldwirtschaft sorgen. Gleichzeitig kann er nur so den glaubwürdigen Nachweis einer vorbildlichen Waldwirtschaft erbringen.
Konkret bedeutet eine FSC-Zertifizierung, dass im Rahmen der Waldnutzung keine Bodenbearbeitung stattfindet, keine Pestizide eingesetzt werden, Wälder nicht gedüngt werden und Biotop- und Totholz angereichert wird. Nun gilt es, genau diese Ansprüche - mit besonderem Augenmerk auf öffentliche Wälder – umzusetzen.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
FSC Arbeitsgruppe Deutschland e.V.
Postfach 5810
79026 Freiburg
www.fsc-deutschland.de
FSC – Dem Wald zuliebe
Wälder liegen dem Forest Stewardship Council (FSC) am Herzen. Deswegen setzt er sich auf globaler Ebene für ihre nachhaltige Bewirtschaftung ein. FSC verhindert Raubbau, schützt seltene Arten und beugt Men-schenrechtsverletzungen vor – das gilt, egal ob das Holz aus tropischen oder heimischen Wäldern stammt. Grundlage des FSC ist die Zertifizierung von Wäldern nach weltweit einheitlichen Kriterien, die die Basis für die Arbeit der Förster bilden. In seinen Kriterien berücksichtigt der FSC gleichermaßen ökonomische, ökolo-gische und soziale Anforderungen an die Ressource Wald. Jährliche Kontrollen aller zertifizierten Betriebe sowohl im Wald als auch in den nachgelagerten Industrien sorgen für ein höchstes Maß an Glaubwürdigkeit und Transparenz. Deswegen wird der FSC als einziges Waldzertifizierungssystem sowohl von Umwelt- und Sozialverbänden als auch der Forst- und Holzindustrie unterstützt. FSC-zertifizierte Produkte sind im Handel am FSC-Label zu erkennen. Weltweit sind über 130 Millionen Hektar Wald FSC-zertifiziert, in Deutschland sind es knapp 450.000 Hektar Wald. Die FSC Arbeitsgruppe Deutschland e.V. setzt die Arbeit des FSC auf nationaler Ebene um. In deutschen Wäldern steht der FSC u.a. für eine Waldwirtschaft ohne Chemie und Kahlschläge, für die Mehrung natürlicher Mischwälder, für den Schutz seltener Arten und Ökosysteme und für faire Entlohnung.
Der Forest Stewardship Council (FSC) hat genau dies in den letzten Jahren in Deutschland getan. Bürger, die am Wald interessiert sind, wurden in einem breiten Konsultationsprozess eingeladen, die Waldwirtschaft der Zukunft zu definieren. Wirtschaftliche, soziale und Interessen des Naturschutzes wurden dabei gleich gewichtet. Namhafte Akteure waren dabei: die großen Umweltverbände Deutschlands (WWF, Greenpeace, NABU, BUND), Arbeitnehmervertretungen (u.a. IG BAU, IG Metall) und Vertreter von Unternehmen und Waldbesitzern. Im Juni 2010 fand dieser Prozess mit der Verabschiedung des neuen Deutschen FSC-Standards seinen Abschluss. Schlussendlich ist damit eine neue, zukunftsfähige Form der Waldwirtschaft definiert, die gesellschaftliche Interessen abbildet und gleichzeitig die Nutzung und Vermarktung des Rohstoffes Holz fördert.
Jeder Waldbesitzer kann sich freiwillig nach den FSC-Kriterien zertifizieren lassen und damit für die gesellschaftliche Unterstützung seiner Waldwirtschaft sorgen. Gleichzeitig kann er nur so den glaubwürdigen Nachweis einer vorbildlichen Waldwirtschaft erbringen.
Konkret bedeutet eine FSC-Zertifizierung, dass im Rahmen der Waldnutzung keine Bodenbearbeitung stattfindet, keine Pestizide eingesetzt werden, Wälder nicht gedüngt werden und Biotop- und Totholz angereichert wird. Nun gilt es, genau diese Ansprüche - mit besonderem Augenmerk auf öffentliche Wälder – umzusetzen.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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79026 Freiburg
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FSC – Dem Wald zuliebe
Wälder liegen dem Forest Stewardship Council (FSC) am Herzen. Deswegen setzt er sich auf globaler Ebene für ihre nachhaltige Bewirtschaftung ein. FSC verhindert Raubbau, schützt seltene Arten und beugt Men-schenrechtsverletzungen vor – das gilt, egal ob das Holz aus tropischen oder heimischen Wäldern stammt. Grundlage des FSC ist die Zertifizierung von Wäldern nach weltweit einheitlichen Kriterien, die die Basis für die Arbeit der Förster bilden. In seinen Kriterien berücksichtigt der FSC gleichermaßen ökonomische, ökolo-gische und soziale Anforderungen an die Ressource Wald. Jährliche Kontrollen aller zertifizierten Betriebe sowohl im Wald als auch in den nachgelagerten Industrien sorgen für ein höchstes Maß an Glaubwürdigkeit und Transparenz. Deswegen wird der FSC als einziges Waldzertifizierungssystem sowohl von Umwelt- und Sozialverbänden als auch der Forst- und Holzindustrie unterstützt. FSC-zertifizierte Produkte sind im Handel am FSC-Label zu erkennen. Weltweit sind über 130 Millionen Hektar Wald FSC-zertifiziert, in Deutschland sind es knapp 450.000 Hektar Wald. Die FSC Arbeitsgruppe Deutschland e.V. setzt die Arbeit des FSC auf nationaler Ebene um. In deutschen Wäldern steht der FSC u.a. für eine Waldwirtschaft ohne Chemie und Kahlschläge, für die Mehrung natürlicher Mischwälder, für den Schutz seltener Arten und Ökosysteme und für faire Entlohnung.
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