(openPR) Umfassende geriatrische Versorgung kann zur Entlastung der Kostenträger beitragen
Auf das aus einer fachspezifischen Rehabilitation älterer Menschen resultierende Einsparpotenzial für das deutsche Sozialsystem hat der Bundesverband Geriatrie e.V. hingewiesen. „Die mit dem Weißbuch Geriatrie vorgenommene Analyse der geriatrischen Versorgung in Deutschland und der damit verbundenen Kostenentwicklung belegt nicht nur, dass die Geriatrie mit ihrem besonderen ganzheitlichen Ansatz den individuellen medizinischen Bedürfnissen der wachsenden Zahl älterer Menschen und Patienten dient“, so der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Geriatrie e.V., Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje. „Vor allem die Verhinderung der Pflegebedürftigkeit bietet enorme Möglichkeiten der finanziellen Entlastung insbesondere der Pflegeversicherung, sowie nicht zuletzt der Kommunen, die durch Transferleistungen und Heimunterbringung zunehmend in die Versorgung älterer, pflegebedürftiger Patienten finanziell mit einbezogen werden.“ Die Einsparpotenziale seien angesichts der angespannten Finanzlage von Kommunen und Pflegeversicherung von immenser Bedeutung. "Mit den Vorschlägen wird ein Ausweg aus diesen Schwierigkeiten aufgezeigt", so der Verbandsvertreter.
Das vom Bundesverband Geriatrie e.V. mit der Erstellung des „Weißbuchs Geriatrie“ beauftragte Düsseldorfer Institut GEBERA – Gesellschaft für betriebswirtschaftliche Beratung mbH hatte in der umfassenden Analyse unter anderen darauf verwiesen, dass die Gesundheitsgesamtausgaben insbesondere für die Altersgruppe 65-85 Jahre weiter kontinuierlich zunehmen werden. Hinsichtlich des Pflegesektors wird eine „erhebliche Dynamik“ prognostiziert. „Der Verhinderung der Pflegebedürftigkeit und damit der Eindämmung der Gesamtausgaben wird dabei leider nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt“, konstatieren die Gutachter.
„Gerade die Geriatrie kann der absehbaren Kostenentwicklung entgegen wirken“, betonte Hon.-Prot. Lüttje. So belegten Modellrechnungen beispielsweise, dass bei fachspezifischer geriatrischer Behandlung die Einsparungen in der Pflegeversicherung weit über den direkten Kosten der geriatrischen Behandlung lägen. „Die gesamtökonomischen Konsequenzen einer umfassenden geriatrischen Versorgung müssen untersucht und die sich ergebenden Sparpotenziale konsequent genutzt werden“, forderte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Geriatrie.
