20.07.2010 - 11:27 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Durchbruch bei den Tarifverhandlungen für die Busfahrer im privaten Omnibusgewerbe Baden-Württembergs
Pressemitteilung von: Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e. V.
Die Gewerkschaft ver.di und der Arbeitgeberverband WBO haben sich am Abend des 14. Juli auf einen neuen Tarifvertrag für das private Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg verständigt. Damit konnten doch noch auf dem Verhandlungsweg ein Ergebnis erzielt und Streiks in letzter Sekunde verhindert werden.
ver.di hatte am 29. Juni die Verhandlungen bereits für gescheitert erklärt, den Arbeitgebern aber eine Frist bis 12. Juli gegeben, um ein geändertes Angebot vorzulegen.
Die Verhandlungskommissionen kamen gestern Abend zu einem Abschluss. Die rund 5.000 Beschäftigten erhalten demnach ab 1. April 2010 rückwirkend 2,4 Prozent mehr Entgelt; der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Die Zustimmung der ver.di-Tarifkommission gilt als sicher.
ver.di-Verhandlungsführer Michael Weiß: „Das Ergebnis entspricht zwar nicht ganz unseren Erwartungen, jedoch war nach harten Verhandlungen nicht mehr erreichbar, und ein Streik konnte damit abgewendet werden. Mit der Einkommenserhöhung bekommen die Beschäftigten die verdiente Anerkennung.“
WBO-Verhandlungsführer Eberhard Geiger: „Die Verkehrsunternehmen werden durch diesen neuen Tarifvertrag stark belastet, obwohl sie ohnehin schon große Herausforderungen meistern müssen. Nur mit `Zähneknirschen` wird deshalb der gefundene Kompromiss unterschrieben; letztendlich handelt es sich um eine `Vernunftlösung` zur Beilegung eines Tarifkonflikts.“
Die Tarifpartner haben verabredet, den Tarifvertrag in einem stetigen Prozess weiterzuentwickeln. Besonderes Augenmerk messen die Sozialpartner dem Thema Tariftreue zu. Nach Abschluss der Tarifverhandlungen wollen sie die Bedeutung auskömmlicher Löhne gegenüber den öffentlichen Aufgabenträgern im Nahverkehr gemeinsam unterstreichen, um so auf die drohende Gefahr einer „Lohnspirale nach unten“ bei Ausschreibungen im Busverkehr aufmerksam zu machen.
Für den WBO, Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e.V.
Klaus Zimmermann
Pressesprecher
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dornierstr. 3, 71034 Böblingen
Tel.: 07031/623-107, Fax: 07031/623-115, Mobil: 0170-8578153
E-Mail:
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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Über uns - Was wir tun
Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer e.V. (WBO) vertritt als Interessen- und Arbeitgeberverband die Interessen von 450 Omnibusunternehmen in Baden-Württemberg, zu denen neben den privaten auch einige kommunale, gemischtwirtschaftliche und staatliche Verkehrsunternehmen zählen.
Ziel und Aufgabe der Verbandstätigkeit ist die Verbesserung des Images des Verkehrssystems Bus und der Kampf um Chancengleichheit für mittelständische Busunternehmen im nationalen und internationalen Wettbewerb. Vor diesem Hintergrund hält der Verband einen engen Kontakt zur Politik und Wirtschaft, informiert über Neuregelungen und veranstaltet regelmäßig Kongresse und Messen.
ver.di hatte am 29. Juni die Verhandlungen bereits für gescheitert erklärt, den Arbeitgebern aber eine Frist bis 12. Juli gegeben, um ein geändertes Angebot vorzulegen.
Die Verhandlungskommissionen kamen gestern Abend zu einem Abschluss. Die rund 5.000 Beschäftigten erhalten demnach ab 1. April 2010 rückwirkend 2,4 Prozent mehr Entgelt; der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Die Zustimmung der ver.di-Tarifkommission gilt als sicher.
ver.di-Verhandlungsführer Michael Weiß: „Das Ergebnis entspricht zwar nicht ganz unseren Erwartungen, jedoch war nach harten Verhandlungen nicht mehr erreichbar, und ein Streik konnte damit abgewendet werden. Mit der Einkommenserhöhung bekommen die Beschäftigten die verdiente Anerkennung.“
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Die Tarifpartner haben verabredet, den Tarifvertrag in einem stetigen Prozess weiterzuentwickeln. Besonderes Augenmerk messen die Sozialpartner dem Thema Tariftreue zu. Nach Abschluss der Tarifverhandlungen wollen sie die Bedeutung auskömmlicher Löhne gegenüber den öffentlichen Aufgabenträgern im Nahverkehr gemeinsam unterstreichen, um so auf die drohende Gefahr einer „Lohnspirale nach unten“ bei Ausschreibungen im Busverkehr aufmerksam zu machen.
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