(openPR) Im Juni 2010 (Paderborn/Hilders – flm ) Neue Osteoporose – Selbsthilfegruppe vom NWO in Hilders in der Röhn gegründet.
Was wissen sie über die Krankheit Osteoporose, die inzwischen 7,8 Millionen Bundesbürger betrifft? Diese Frage stellte das Netzwerk-Osteoporose, Organisation für Patientenkompetenz e.V. Passanten in den Innenstädten von Bielefeld und Paderborn und den Ortskernen von Borchen und Altenbeken. Damit startete die in Paderborn beheimatete Organisation ihre bundesweiten Osteoporose KnackPunkt – Aktionstage 2010.
Gerda Winkelheide überlegt nicht lange; für sie ist klar, sie hat keinen Kenntnisse zum Thema Osteoporose. Adere Interviewpartner stellen fest, dass sie wenig bis keine Kenntnisse zu einer knochenstärkenden Ernährung oder über die Notwendigkeit von knochenstärkenden körperlichen Aktivitäten hatten. „Mein KnackPunkt ist, dass ich bereits Wirbelkörperbrüche habe und die Schmerzen kaum ertragen kann“ erzählt Jan Könighofer. „ Angeblich ist Osteoporose eine Frauenkrankheit – was soll ich machen, nun hat es mich auch als Mann getroffen!“
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Osteoporose auf die Liste der 10 bedeutendsten Erkrankungen gesetzt. In Deutschland ist es bereits die Volkskrankheit Nummer 5. Besonders betroffen sind davon Frauen mit insgesamt 85% aller Fälle. Nicht zu übersehen ist die Tatsache, daß Osteoporose auch bereits Menschen im Berufsleben trifft. Die Ergebnisse der Bone-EVA-Studie aus 2006 zeigen auf, daß ca. 23 % der Frauen zwischen 50 und 64 Jahren und ca. 7% der Männer der gleichen Altersgruppe an Osteoporose erkrankt sind. Der Mythos, Osteoporose ist eine Erkrankung älterer Frauen ist damit aufgehoben. Weniger als 23 % der Bevölkerung kennen ihr persönliches Risiko und sind deshalb kaum in der Lage, vorbeugende Maßnahmen zu treffen. „ Dabei ist es relativ einfach, bestimmte Dinge wie selbstverständlich in den Alltagsablauf einzubauen. Wir müssen nur wissen, wie es geht und welche Dinge es sind.“ so die Vorsitzende des Netzwerk-Osteoporose e.V., Karin G. Mertel, Paderborn.
Vom 17. bis 21. Mai 2010 war das Netzwerk-Osteoporose e.V. im Rahmen seiner KnackPunkt – Kampagne 2010 in Hilders in der Röhn. Mit einem runden Programm kostenfreier Angebote wurde die die Gründung einer Osteoporose- Selbsthilfegruppe befördert.
Zu der Auftaktveranstaltung im Hotel Leist-Sonnen-Engel am 17. Mai hatte das Netzwerk Osteoporose e.V. auch den sehr engagierten Bürgermeister von Hilders, Herrn Hubert Blum zu Gast., In einem vollbesetzten Saal konnte er ca. 70 seiner Mitbürger begrüßen. In dem Grußwort bedankte er sich bei dem Team des Netzwerkes. Mit dem Hinweis, daß es in der Zeit der relativen Ausdünnung professioneller medizinischer Leistungen im ländlichen Raum und dem demographischen Hintergrund eine nicht zu unterschätzende Leistung sei, wenn ehrenamtlich tätige Patientenorganisationen die Selbsthilfestrukturen in diesen betroffenen Regionen stärken oder gar, wie heute hier, ergänzen.
Den Fitnessübungen für starke Knochen mit der Tanz- und Bewegungstherapeutin Frau Pollow-Meding, der Rock`n Roll Weltmeisterin von 1982. folgte 18.30 Uhr der Vortrag von Dr. med. Stefan Ullschmied, Facharzt für Physikalische und rehabilitative Medizin in Fulda zu dem Thema „Osteoporose – der stille Knochendieb“ Das anschließende, vom Netzwerk finanzierte, für die Betroffenen kostenlose, viertägige Knochendichte-Screening zur Verdachtsermittlung, vom 18. bis 21. Mai 2010, wurde im persönlichen Gespräch durch die NWO Vorsitzende zur Erläuterung der Messergebnisse an Hand eines Risiko-Fragebogens zu den Lebensumständen ergänzt. Bei einem Anfangsverdacht wurde den Betroffenen die Empfehlung zu einem Facharztbesuch und einer DXA-Messung zur Abklärung des Ultraschallergebnisses gegeben. Für diese Messung stellte die Genius- Apotheke ihre engagierten Mitarbeiter und den Untersuchungs- und Beratungsraum zur Verfügung.
Die Ergebnisse der Idee der „KnackPunkt-Tage“ in Hilders vom 17. bis 21. Mai 2010 sind die erfolgreiche Gruppengründung, zusammen mit der hoch motivierten Physiotherapeutin vor Ort. Sie hatte das Netzwerk-Osteoporose e.V. angesprochen nachdem sie die große Netzwerkveranstaltung in Fulda im Park Hotel 2009 miterlebte. Weiter wurde die neuen Gruppe, um die nachhaltige Betreuung und den Bestand zu sichern, vom Netzwerk-Osteoporose e.V. in die Selbsthilfestrukturen eingebunden. Mit einem Probetraining und Erfahrungsaustausch zwischen Physiotherapeutin; der Vorsitzenden des Netzwerk-Osteoporose e.V. , Frau Karin G. Mertel und den neuen Mitgliedern der Gruppe wurde diese am 18. Mai aus der Taufe gehoben.















