(openPR) Ein multidisziplinäres Angebot zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Behandlungs- und Förderbedarf bietet das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) im Klinikum Dritter Orden. Bei schweren und chronischen Erkrankungen, in deren Folge es zu Störungen der körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Entwicklung kommt oder kommen kann, erhalten die Betroffenen dort fachliche Hilfe und Unterstützung. Dabei ermöglicht die in München einzigartige Versorgungsstruktur der Kinderklinik des Klinikums Dritter Orden, die Perinatalzentrum, Kinderchirurgie und Pädiatrie unter einem Dach vereint, optimale Therapiebedingungen.
Aber auch Familien, bei deren Kindern Entwicklungsauffälligkeiten oder chronische Erkrankungen zu einem späteren Zeitpunkt auftreten, können die Angebote des SPZ in Anspruch nehmen. Kennzeichnend für das SPZ ist die fachübergreifende Zusammenarbeit der medizinischen, psychologischen sowie sozialpädagogischen und therapeutischen Bereiche, die Einbindung der Familien in die Behandlung, die Betreuung bis ins Jugendalter sowie der enge Austausch mit den niedergelassenen Ärzten, Therapeuten und den Fördereinrichtungen. Damit hat das Klinikum Dritter Orden sein Leistungsspektrum um einen wichtigen Bereich erweitert.
München, 19. Juli 2010 – Die Versorgung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit intensivem Förderungsbedarf im Raum München und in der Region ist mit Betriebsaufnahme des SPZ im Klinikum Dritter Orden jüngst um ein zusätzliches Angebot ergänzt worden. Bislang gab es in München und Umgebung lediglich zwei solcher auf Kinder und Jugendliche spezialisierten Einrichtungen. Allein rechnerisch war ein drittes Zentrum von Nöten: Nach Erhebungen der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) wird für je 500.000 Einwohner ein SPZ empfohlen. Je früher und intensiver man betroffenen Kindern und Jugendlichen Unterstützung bieten kann, desto eher haben sie Chancen, in ihrer Entwicklung aufzuschließen.
„Dank der multidisziplinären Therapieangebote des SPZ ist es uns nun möglich, Kontinuität bei der nachstationären Versorgung zu gewährleisten“, erläutern Professor Stephan Kellnar, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie und Stellvertretender Ärztlicher Direktor am Klinikum Dritter Orden sowie Professor Jochen Peters, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Darüber hinaus könnten Informationsverluste, Doppeluntersuchungen oder Brüche in der Betreuung dieser hochkomplexen Patienten und ihrer Familien in medizinischer, pflegerischer, sozialer und therapeutischer Hinsicht vermieden werden. Denn im Idealfall gehe die Zuständigkeit einer Klinik bei Patienten mit erhöhtem Versorgungs- und Förderbedarf über das Ende eines stationären Aufenthaltes hinaus. Häufig litten Kinder auch nach der Entlassung an den Folgen ihrer Erkrankung, die besser bewältigt werden könnten, wenn alle ursprünglichen Therapiepartner beständig zur Seite stehen.
Schwerpunkte der Kinderklinik am Klinikum Dritter Orden sind die Versorgung von kranken Früh- und Neugeborenen nach Risikoschwangerschaft und -geburt, von Kindern mit angeborenen Fehlbildungen verschiedener Organsysteme, von Kindern mit genetischen Erkrankungen aber auch von Kindern mit chronischen Erkrankungen des Gehirns, des Darms, der Nieren oder des Stoffwechsels (z.B. Diabetes).
Insbesondere für diese Kinder ist eine multidisziplinäre kontinuierliche und ambulante Betreuung in Zusammenarbeit mit ihren niedergelassenen Kinderärzten wichtig. Damit, so Peters, sei die Errichtung eines „eigenen“ SPZ am Klinikum Dritter Orden folgerichtig.
Die Leitung des SPZ am Klinikum Dritter Orden liegt in den Händen der Kinderneurologin Dr. Martina Baethmann, die als leitende Oberärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin tätig ist. Ihre Stellvertretung übernimmt die Dipl.-Psychologin und Systemische Therapeutin Beate Schreiber-Gollwitzer. Unterstützt werden sie von einem Team bestehend aus Kinderärzten mit den Schwerpunkten Kinderneurologie, Kindergastroenterologie, Kinderchirurgie, Kindernephrologie und Kinderdiabetologie. Weiterhin von Kinderchirurgen, Diplom-Psychologen, einer Sozialpädagogin, einer Ernährungsberaterin und Therapeuten aus den Fachrichtungen Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Heilpädagogik.






