(openPR) Frauen und Kinder leiden besonders unter der schlechten Gesundheitsversorgung in Nepal. Die Kindersterblichkeit liegt bei 39% und die Müttersterblichkeit bei 7.4%. Ärzte der Welt sind seit 2008 vor Ort aktiv, um den Zugang zur Gesundheitsversorgung für Frauen und Kinder zu fördern. Daneben ist ein Schwerpunkt des Programms, Frauen über die Möglichkeiten von Mikrofinanzierungen aufzuklären sowie Kooperationen zu ermöglichen und Lösungen aus der häuslichen Armut aufzuzeigen. Am 24. Juli wird Susanne Stein, ausgebildete Krankenschwester und Diplom-Pädagogin, für mindestens ein Jahr nach Nepal gehen und dort humanitäre Hilfe als Koordinatorin leisten.
„Ich arbeite seit zehn Jahren in Projekten der humanitären Hilfe. Die Bandbreite der Arbeit ist sehr groß und immer abhängig von dem Land und dem Projekt“ erklärt Susanne Stein und führt weiter aus „Die Arbeits- und Lebensbedingungen sind je nach Land natürlich ganz anders als in Deutschland. Man arbeitet häufig 14 Stunden am Tag, die Sicherheitslage kann angespannt sein und das Dach über dem Kopf ist manchmal nur ein Zelt. Mit diesen Bedingungen umzugehen - neben den menschlichen Tragödien, denen man regelmäßig ausgesetzt ist - ist eine Herausforderung. Doch die positiven Effekte, die man erzielt, sind alle Mühe wert.“
Gerade für Menschen, die in den schwer zugänglichen Bergregionen leben ist es schwierig, Zugang zu medizinischer Betreuung zu bekommen. Die Gesundheitsstruktur ist durch die Jahre des Krieges und der Unruhen weitgehend zerstört. Deswegen setzt sich Ärzte der Welt dafür ein, dass medizinisches Personal adäquat ausgebildet wird. Sehr wichtig ist die Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden, damit die Gesundheitsversorgung an nationale Ziele und Programme angeglichen wird. Durch das Aufzeigen von Möglichkeiten der Mikrofinanzierung leistet Ärzte der Welt einen Beitrag, Frauen unabhängiger zu machen, so dass sie sich zum Beispiel den Transport zu einem Krankenhaus leisten können.
Dieser Aspekt ist Susanne Stein besonders wichtig: „Ich finde es frappierend, dass in einem Land, in dem jährlich Tausende von Touristen mit viel Geld auf die Berge klettern, Frauen sterben, weil sie kein Geld für eine adäquate Gesundheitsversorgung haben. Deswegen ist die Hilfe zur Selbsthilfe in Form von Aufklärung über Finanzierungsmöglichkeiten und Gesundheitsrisiken für Frauen im wörtlichen Sinne lebensrettend und ich freue mich, einen Beitrag für ein gesundes und gleichberechtigtes Leben von Frauen in Nepal leisten zu können.“










