06.07.2010 - 16:35 - Kunst & Kultur
theaterlabor bremen bringt Lesung mit der iranischen Lyrikerin Sanaz Zaresani im Bremer Concordia
Pressemitteilung von: theaterlabor bremen
"Wie sehr dürste ich heute Nacht nach Geborenwerden"
Lesung mit der iranischen Lyrikerin Sanaz Zaresani im theaterlabor bremen im Concordia.
Am Freitag, den 6. August um 20 Uhr.
Sanaz Zaresani ist eine junge iranische Dichterin, die seit Herbst 2009 in Deutschland lebt. Sie hat den Iran 2008 verlassen müssen, weil sie dort als frei denkender Mensch, als – und man muss es leider sagen – frei denkende und schreibende Frau nicht länger hat leben können. Ein Jahr lebte sie in Istanbul, bevor es sie dann nach München getragen hat.
Sanaz Zaresani wird im theaterlabor zu Gast sein für eine zweisprachige persisch-deutsche Lesung rund um ihren Gedichtband Die Geschicklichkeit begrenzter Buchstaben, der im vergangenen März beim Bremer Sujet-Verlag erschienen ist. Es werden zudem noch weitere unveröffentlichte Texte von Zaresani erklingen sowie Texte andere Stimmen, die im Bedeutungsfeld ihrer Lyrik mitschwingen. Ebenfalls zu Gast wird sein Hossein Mansouri, Zaresanis Übersetzer ins Deutsche und selber eine wichtige Gestalt in der zeitgenössischen persischsprachigen Literaturszene. Gastgeberin und Sprecherin der deutschen Fassungen der Texte ist Schirin Nowrousian, ebenfalls Autorin und Lyrikerin (2008 erschien ihr Lyrikband Ziryabs Gnu).
Es heißt, …
… ihr sagt.
Doch in Wirklichkeit schweigt
sich euer Sagen zu Tode.
Diese Worte stammen nicht etwa von Zaresani. Vielmehr kamen sie einem Leser ihrer Lyrik in den Sinn als eine Art Versuch zu fassen, was sich da in den Texten, Gedanken und Bildern Zaresanis abspielt: eine Revolte gegen jede Form von Zensur, Unterdrückung und Freiheitsberaubung und damit ein lebendiges, aktuell-zeitloses Stück Kampf für die Freiheit der Frau im Iran und überall.
Das theaterlabor beschäftigt sich in der 8. Spielzeit in der Inszenierung des Stückes „Mütter“ von Einar Schleef intensiv mit der Thematik von Migration, Asyl und Frauenrecht. Die Lesung von Sanaz Zaresani ist hierfür der Auftakt.
Meine Füße
samt meinen weiblichen Fersen
habt ihr in der Grube eurer Verachtung begraben
meine Hände habt ihr gebunden
an den losen Überfall eurer Stiefel
und eure ganze Gewalt
die in einem Knüppel zusammengefasst war
habt ihr auf die Unbeugsamkeit meiner Schultern
eingeschlagen
…
Es heißt, Zaresani dichte in der Tradition der legendären persischen Dichterin Forough Farrochsad, die wiederum die Adoptivmutter Hossein Mansouris war. Es ist klar und deutlich: Wir haben es hier mit einer ganz konkreten, ineinandergreifenden Kraft zu tun und mit einem Weiterreichen der Kräfte. Schenken Sie Ihrem Geist ungefähre 80 Minuten kämpfendschöner Lyrik und lassen Sie ihn heute Nacht Geborenwerden! Er wird es Ihnen danken. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
theaterlabor bremen
Schwachhauser Heerstrasse 17
28203 Bremen
0421-8058254

Das theaterlabor bremen wurde 2006 unter der Leitung von Maik Romberg in Bremen gegründet und versteht sich als eine Spielstätte, die Theaterschaffenden und bildenden Künstlern ohne festes Engagement ermöglicht, sich gemeinsam mit Texten auseinanderzusetzen und verschiedene Darstellungsformen zu erproben. Das Ensemble bleibt jeweils sechs Monate zusammen und erarbeitet in dieser Zeit Inszenierungen für die große Bühne sowie zahlreiche Einzelprogramme.
Hinter dem Begriff theaterlabor verbirgt sich die Idee, jungen Künstlern neben dem regulären Spielbetrieb eine Plattform für eigene Projekte zu bieten, sowie dem Publikum Einblicke in den künstlerischen Schaffensprozess.
Seit 2007 hat das theaterlabor bremen festes Quartier in der traditionsreichen Bremer Spielstätte Concordia bezogen.
Das Concordia steht bei Theaterliebhabern für fast 40-jährige bundesdeutsche Theatergeschichte. Große Namen der deutschen Theater- und Tanzszene haben hier ihre künstlerischen Spuren hinterlassen: Rainer Werner Fassbinder, Reinhild Hoffmann, Johan Kresnik und Susanne Linke. 1975 gründete der legendäre Theatermacher George Tabori im Concordia sein viel beachtetes "Bremer Theaterlabor" -- ein Ort für experimentelles Theater, ein Spielraum für gedankliches Experimentieren.
Mit der Weiterführung des Namens "theaterlabor" honoriert das theaterlabor bremen die Leistungen George Taboris und versucht diese weiterzuführen. Hier entstehen auch heute Produktionen, die den Bereich Schauspiel und Tanz neu definieren und immer neu die Grenzen und Verbindungen verschiedenster darstellender Künste ausloten
Lesung mit der iranischen Lyrikerin Sanaz Zaresani im theaterlabor bremen im Concordia.
Am Freitag, den 6. August um 20 Uhr.
Sanaz Zaresani ist eine junge iranische Dichterin, die seit Herbst 2009 in Deutschland lebt. Sie hat den Iran 2008 verlassen müssen, weil sie dort als frei denkender Mensch, als – und man muss es leider sagen – frei denkende und schreibende Frau nicht länger hat leben können. Ein Jahr lebte sie in Istanbul, bevor es sie dann nach München getragen hat.
Sanaz Zaresani wird im theaterlabor zu Gast sein für eine zweisprachige persisch-deutsche Lesung rund um ihren Gedichtband Die Geschicklichkeit begrenzter Buchstaben, der im vergangenen März beim Bremer Sujet-Verlag erschienen ist. Es werden zudem noch weitere unveröffentlichte Texte von Zaresani erklingen sowie Texte andere Stimmen, die im Bedeutungsfeld ihrer Lyrik mitschwingen. Ebenfalls zu Gast wird sein Hossein Mansouri, Zaresanis Übersetzer ins Deutsche und selber eine wichtige Gestalt in der zeitgenössischen persischsprachigen Literaturszene. Gastgeberin und Sprecherin der deutschen Fassungen der Texte ist Schirin Nowrousian, ebenfalls Autorin und Lyrikerin (2008 erschien ihr Lyrikband Ziryabs Gnu).
Es heißt, …
… ihr sagt.
Doch in Wirklichkeit schweigt
sich euer Sagen zu Tode.
Diese Worte stammen nicht etwa von Zaresani. Vielmehr kamen sie einem Leser ihrer Lyrik in den Sinn als eine Art Versuch zu fassen, was sich da in den Texten, Gedanken und Bildern Zaresanis abspielt: eine Revolte gegen jede Form von Zensur, Unterdrückung und Freiheitsberaubung und damit ein lebendiges, aktuell-zeitloses Stück Kampf für die Freiheit der Frau im Iran und überall.
Das theaterlabor beschäftigt sich in der 8. Spielzeit in der Inszenierung des Stückes „Mütter“ von Einar Schleef intensiv mit der Thematik von Migration, Asyl und Frauenrecht. Die Lesung von Sanaz Zaresani ist hierfür der Auftakt.
Meine Füße
samt meinen weiblichen Fersen
habt ihr in der Grube eurer Verachtung begraben
meine Hände habt ihr gebunden
an den losen Überfall eurer Stiefel
und eure ganze Gewalt
die in einem Knüppel zusammengefasst war
habt ihr auf die Unbeugsamkeit meiner Schultern
eingeschlagen
…
Es heißt, Zaresani dichte in der Tradition der legendären persischen Dichterin Forough Farrochsad, die wiederum die Adoptivmutter Hossein Mansouris war. Es ist klar und deutlich: Wir haben es hier mit einer ganz konkreten, ineinandergreifenden Kraft zu tun und mit einem Weiterreichen der Kräfte. Schenken Sie Ihrem Geist ungefähre 80 Minuten kämpfendschöner Lyrik und lassen Sie ihn heute Nacht Geborenwerden! Er wird es Ihnen danken. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
theaterlabor bremen
Schwachhauser Heerstrasse 17
28203 Bremen
0421-8058254
Das theaterlabor bremen wurde 2006 unter der Leitung von Maik Romberg in Bremen gegründet und versteht sich als eine Spielstätte, die Theaterschaffenden und bildenden Künstlern ohne festes Engagement ermöglicht, sich gemeinsam mit Texten auseinanderzusetzen und verschiedene Darstellungsformen zu erproben. Das Ensemble bleibt jeweils sechs Monate zusammen und erarbeitet in dieser Zeit Inszenierungen für die große Bühne sowie zahlreiche Einzelprogramme.
Hinter dem Begriff theaterlabor verbirgt sich die Idee, jungen Künstlern neben dem regulären Spielbetrieb eine Plattform für eigene Projekte zu bieten, sowie dem Publikum Einblicke in den künstlerischen Schaffensprozess.
Seit 2007 hat das theaterlabor bremen festes Quartier in der traditionsreichen Bremer Spielstätte Concordia bezogen.
Das Concordia steht bei Theaterliebhabern für fast 40-jährige bundesdeutsche Theatergeschichte. Große Namen der deutschen Theater- und Tanzszene haben hier ihre künstlerischen Spuren hinterlassen: Rainer Werner Fassbinder, Reinhild Hoffmann, Johan Kresnik und Susanne Linke. 1975 gründete der legendäre Theatermacher George Tabori im Concordia sein viel beachtetes "Bremer Theaterlabor" -- ein Ort für experimentelles Theater, ein Spielraum für gedankliches Experimentieren.
Mit der Weiterführung des Namens "theaterlabor" honoriert das theaterlabor bremen die Leistungen George Taboris und versucht diese weiterzuführen. Hier entstehen auch heute Produktionen, die den Bereich Schauspiel und Tanz neu definieren und immer neu die Grenzen und Verbindungen verschiedenster darstellender Künste ausloten
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