(openPR) In der Bayerischen Landeshauptstadt startete am 21. Juni eine umfangreiche Aufklärungskampagne zum Thema Überaktive Blase. Dieses weit verbreitete Leiden, das Männer und Frauen gleichermaßen treffen kann, ist eine heimliche Volkskrankheit: Ab einem Alter von 50 Jahren ist jeder fünfte Mitbürger betroffen. Besonders für ältere Menschen ist es noch ein Tabuthema. Ziel der Kampagne ist es, das stille Leiden zu beenden. Das heißt konkret: Betroffene zu motivieren, zum Arzt zu gehen und sich darüber zu informieren, dass therapeutisch nachhaltige Hilfe möglich ist.
Seit dem 21. Juni – parallel zum Start der „Welt Kontinenz Woche“ – machen DI-XIs überall im Münchner Olympia Einkaufszentrum (OEZ) auf das Tabuthema Überaktive Blase aufmerksam. Passanten und Betroffene erhalten weiterführende Informationen und Kontaktadressen. „Das Thema Überaktive Blase ist in Deutschland noch mehr tabuisiert als in anderen Ländern – den Titel ‚Tabu-Weltmeister’ wollen wir schnellstmöglich ablegen“, so Norbert Fischer, Marketing Direktor der Astellas Pharma GmbH. Das Münchener Unternehmen will mit dieser Aufklä-rungskampagne zeigen, dass Überaktive Blase eine anerkannte Erkrankung ist und es therapeutisch wirksame Hilfe gibt.
Zahlreiche Allgemein- und Fachärzte in München und Umland beteiligen sich an der Kampagne. Insgesamt soll das Bewusstsein über die Auswirkungen und Symptome der Krankheit gesteigert werden. Den Betroffenen wird signalisiert, dass es einen Ausweg aus dem Leiden gibt.
Hintergrund: Fast jeder fünfte Erwachsene ist im Laufe seines Lebens von einer Überaktiven Blase (overactive bladder, OAB) betroffen. Besonders Frauen und Männer ab dem 40. Lebensjahr leiden daran – im Alter von 75 Jahren ist etwa ein Drittel der Bevölkerung von einer Überaktiven Blase betroffen. Die Symptome dieser Blasenfunktionsstörung sind plötzlich auftretender, zwingender Harndrang ("imperativer Harndrang"), besonders häufiger Harndrang (in der Regel mehr als acht Toilettengänge in 24 Stunden), nächtliches Erwachen durch den Drang, auf die Toilette gehen zu müssen (Nykturie) sowie unter Umständen sogar das Einnässen aufgrund von Harndrang (Dranginkontinenz). Die Vorwarnzeit, also der Zeitraum vom Beginn der ersten Harndrangempfindung bis zur Entleerung der Blase (Miktion) beträgt bei OAB-Erkrankten durchschnittlich nur 67,8 Sekunden. Dies führt dazu, dass die Betroffenen sich häufig total aus dem alltäglichen Leben zurückziehen, und ihren Alltag maßgeblich um die Verfügbarkeit und Nähe zu einer Toilette organisieren.
Die Überaktive Blase ist ein Tabuthema: Nur ein Bruchteil der Betroffenen sucht einen Arzt für eine abklärende Diagnostik auf, Experten zufolge akzeptieren zu-dem zwei Drittel aller betroffenen Frauen eine Harninkontinenz als Teil des phy-siologischen Alterungsprozesses. Dabei kann das Leiden vieler Patienten durch konservative Maßnahmen und moderne Medikamente gebessert werden. Sie müssen somit nicht dauerhaft unter ihrer problematischen und belastenden Symptomatik leiden – sofern sie denn einen Facharzt aufsuchen und sich trauen, mit diesem über die Beschwerden zu sprechen.
Weitere Informationen unter www.blase-ok.de
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