(openPR) In diesen Tagen besuchte eine Gruppe elf amerikanischer Pharmaziestudenten (zehn Studentinnen und ein Student) der Universität Minnesota das Klinikum Niederberg. Sie haben den langen Weg nach Velbert angetreten, um hier auf Einladung des Velberter Apothekers Jochen Pfeiffer für fünf Wochen Einblick in das deutsche Gesundheitssystem zu nehmen. Dieses Praktikum gehört zum offiziellen Ausbildungsprogramm der Amerikaner. Die von den Velberter Apothekern Jochen Pfeifer und Niclas Förster betreute Gruppe wurde von Geschäftsführerin Dr. Astrid Gesang, Chefarzt Dr. Peter Klever und dem Leitenden Orthopäden Martin Händler (beide Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie) empfangen und durch das Haus geführt. Einen Einblick erhielten sie in Bereiche der Notaufnahme, den Schockraum des neu zertifizierten Regionalen Traumazentrums, die Radiologische Abteilung, das Labor, die Physiotherapie, den Kreißsaal sowie einige Stationen des Klinikums. Hier wurden Medikamentenschränke begutachtet, die Zimmer besichtigt und der Tagesablauf erklärt. Besonderes Vergnügen hatten die interessierten jungen Gäste an einem Schlingentisch der Physiotherapie, ein Gerät das unter anderem zur Mobilisierung von Gliedmaßen eingesetzt wird. Niclas Förster ließ sich hier in Fesseln legen. In der kommenden Woche erhalten die Studenten Gelegenheit, in kleinen Gruppen Medizin praktisch zu erleben. Hier ist ein OP-Besuch vorgesehen, soweit möglich die Teilnahme an einer Geburt und vieles mehr. Nach ihrer Rückkehr werden die jungen Leute eine Prüfung ablegen, die die Inhalte des Deutschlandbesuchs abfragt. „Es geht vor allem darum, das jeweils andere Gesundheitssystem besser kennen zu lernen und nach dem ‚best-practice-Prinzip’ die guten Ansätze als Anregung mitzunehmen“, sagt Pfeifer, der selbst unter anderem „Clinical Assistent Professor“ an der University of Minnesota ist.
Neu war für die Besucher aus Amerika zum Beispiel, dass in Deutschland kein Apotheker mit auf die Visite in Krankenhäusern geht. „Während im Euro-Durchschnitt etwa 100 Betten von einem Apotheker betreut werden, sind es in Deutschland mehr als 300 Betten, deren Patienten ein Krankenhausapotheker zu versorgen hat. Therapeutisch und wirtschaftlich sinnvoll wäre ein Krankenhausapotheker für 100 Betten, aber von diesem Ziel sind wir in Deutschland weit entfernt“, so der Bundesverband der Krankenhausapotheker in Deutschland.












