(openPR) Poletto und von Tiedemann hissen für das AKK die Segel
Für Kinder, die an Diabetes erkrankt sind, ist die größte Aufgabe, ihr chronisches Leiden in den Alltag zu integrieren. Deshalb bietet fast jährlich das Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK) eine Segelschulung auf der Sigandor an. Um den Patienten der Hamburger Kinderklinik auch dieses Jahr wieder die Reise zu ermöglichen, versteigern Cornelia Poletto und Carlo von Tiedemann ein Bild von Helmut Helmes. Vor kurzem begeisterte der Künstler noch die Japaner in Tokio. Ab dem 02.06.2010 um 16.00 Uhr können die Bilder in der Treugarant AG begutachtet werden. Die Vernissage wird u. a. von Helmut Helmes, Cornelia Poletto und Carlo von Tiedemann eröffnet.
Seit 20 Jahren stellen Künstler aus aller Welt in den Räumlichkeiten der Beratungs- und Steuergesellschaft aus. „Unser Ziel war und ist es jungen Künstlern ein Forum zu geben. Mit Helmut Helmes haben wir diesmal einen sehr renommierten Maler, der unsere Bürowände in ein Tierreich verwandelt“, sagt Hans-Jürgen Beil, Vorstandsvorsitzender der Treugranat AG. Am Eröffnungstag haben alle gemein, das AKK in ihrem Vorhaben zu unterstützen. „Ich freue mich sehr, dass ich mit meiner Kunst ein Stück weit dazu beitragen kann, den Patienten ihren Alltag zu erleichtern“, sagt Helmut Helmes.
Warum ist vor allem nicht nur die medizinische Betreuung, sondern auch die Segeltour so wichtig? Anders als bei nichtbetroffenen Jugendlichen kann schon der Genuss von kleinen Mengen
Alkohol oder ein ungesundes Essverhalten gravierende Wirkung auf den Blutzuckergehalt haben und damit das eigene Befinden negativ beeinflussen. Bei der Segelschulung bekommen die Patienten das
Ruder in zweierlei Bedeutung in die Hand, zum Einen in Bezug auf die
Krankheit und zum Anderen mit
Blick auf das Leben an Bord der „Sigandor“, einem 36 Meter langen Traditionssegler. Dies beinhaltet in den sieben Tagen neben den üblichen Segelmanövern auch Nachtdienste sowie die notwendigen Arbeiten in der Kombüse, um für das leibliche Wohl der gesamten Crew zu sorgen. „Krankheit und Alltag in Einklang zu bringen, als auch innerhalb einer Gruppe das chronische Leiden akzeptieren zu lernen – wenn uns das gelingt, ist auch dieser Segeltörn wieder ein großer Erfolg für die Jugendlichen und für uns die größte Belohnung unserer Arbeit“, so Christiane Dienhold, Geschäftsführerin des AKK. Die Auktionatoren Cornelia Poletto und Carlo von Tiedemann hoffen sehr, dass das Publikum am 02. Juni tatkräftig das Projekt unterstützt, damit in den Sommerferien wieder die Segel gehisst werden können.
Beil² - Die Eventarchitekten GmbH
Madeleine Beil
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Über das Unternehmen
Zur Geschichte des AKK
Am 24. Mai 1859 wurde in der Großen Wilhelminenstraße 11 in einem gemieteten Gebäude das Kinderhospital mit sechs Betten eröffnet.
Erst in dem großzügigen Neubau in der Tresckowallee, der heutigen Bleickenallee, fand unser Kinderkrankenhaus 1914 eine Stätte, die den medizinischen und pflegerischen Erfordernissen und der Bedeutung des Hauses für die Säuglings- und Kinderfürsorge entsprach. Ohne das Engagement des Arztes Dr. Bernhard Grüneberg, der seit 1888 Leiter des Krankenhauses war, wäre dieser Weg kaum möglich gewesen. Dr. Grüneberg gehört zweifellos zu den großen „Altonaern“ seiner Zeit, als Arzt, Bürger und Mensch.
Nach dem ersten Weltkrieg, in dem das Krankenhaus auch als Lazarett diente, geriet der Verein in finanzielle Schwierigkeiten. Die unvermeidbar scheinende Verstaatlichung des Altonaer Kinder-krankenhauses von 1859 e. V. konnte jedoch durch Spenden engagierter Bürger vermieden werden.
Der Bürgermeister Max Brauer der damals selbständigen preußischen Stadt Altona und Senator August Kirch gehörten dem Vorstand an und ermöglichten durch die Beschaffung der notwendigen Gelder den dringend erforderlichen Bau des Infektionshauses mit 102 Betten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahre 1946, schien erneut die Verstaatlichung unabwendbar. Wieder waren es Altonaer Bürger, unter ihnen auch August Kirch, die sich tatkräftig und erfolgreich für die Selbständigkeit des Kinderkrankenhauses einsetzten. Begann das Hospital zunächst mit wenigem ehrenamtlich tätigem Personal, so sind heute rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Am Anfang gab es sechs Betten - heute sind es 200. 1888 wurden 173, 1931 wurden 963, 1945 wurden 3.115 und 1958 wurden 5.000 Patienten im AKK betreut. Heute werden im Jahr ca. 10.000 Patienten stationär und über 40.000 ambulant behandelt.
Aufgrund der sich verschärfenden wirtschaftlichen Randbedingungen im Jahr 2003 war das Altonaer Kinderkrankenhaus in seiner Existenz gefährdet. Für das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bot sich die strategische Chance, über eine Zusammenarbeit mit dem AKK seine Position im Bereich Kindermedizin auszubauen.
Vor diesem Hintergrund wurde die AKK Altonaer Kinderkrankenhaus gGmbH gegründet, deren Gesellschaftszweck im Betreiben des Altonaer Kinderkrankenhauses besteht. An der AKK Altonaer Kinderkrankenhaus gGmbH ist das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zu 94 % und der Verein Altonaer Kinderkrankenhaus von 1859 e.V. zu 6 % beteiligt.
Im Januar 2004 nahm die AKK Altonaer Kinderkrankenhaus gGmbH die aktiven Geschäfte auf. Grundlage hierzu ist der mit dem Altonaer Kinderkrankenhaus von 1859 e. V. geschlossene Betriebsführungsvertrag, der dem UKE die Möglichkeit eröffnete, innerhalb von 5 Jahren das AKK zu übernehmen. Nach einem Verlust von fast 1,7 Mio. Euro im Jahr 2003 konnte bereits im Jahr 2004 sowie im Jahr 2005 ein positives Ergebnis erreicht werden.
Auf der Basis dieser erfreulichen und nachhaltigen Entwicklung wurde bereits am 01.07.2005 beschlossen, das AKK zu übernehmen und als eigenständige Klinik unter dem Dach des UKE weiterzuführen.
Noch heute gilt für unser Haus gemäß unserer Satzung:
"Im Geiste menschlicher Nächstenliebe der durch Krankheit leidenden Menschheit, vorbeugend und abhelfend zu dienen ohne Unterschied der Person, Konfession, Weltanschauung oder Rasse", dass "Fürsorge und Erfahrung" Grundlage der Arbeit für die kranken Kinder und die freigemeinnützige Trägerschaft des Vereins sind, wenngleich unter veränderten Bedingungen und in unverzichtbarer Kooperation mit den Krankenversicherungen und dem Staat.