(openPR) Die Ökumenische Rogate-Initiative in Berlin-Schöneberg plant eine Fortsetzung von Fürbittandachten gegen Homophobie und Ausgrenzung. Zum "Internationalen Tag gegen Homophobie" (International Day Against Homophobie And Transphobia) fand erstmals auf Bitten von Organisationen aus dem Kiez am 16. Mai 2010 in der Zwölf-Apostel-Kirche ein ökumenisches Abendgebet für Toleranz statt. Darin wurden Lebensgeschichten von Transsexuellen und Folteropfern aus der ganzen Welt und der Hauptstadt erzählt.
Anlass waren insbesondere geplante Gesetzesverschärfungen und die Androhung der Todesstrafe gegen homosexuelle Menschen in der Republik Uganda, an denen christliche Fundamentalisten aus den USA erheblichen Anteil haben. In dem ostafrikanischen Land sind aktuell lebenslange Freiheitsstrafen wegen einvernehmlicher sexueller Aktivitäten mit Personen des gleichen Geschlechts in der parlamentarischen Diskussion.
Die Gruppe Menschenrechte und sexuelle Identität von Amnesty International (MERSI), die parteinahen Initiativen Lesben und Schwule in der Union (LSU) und Liberale Lesben und Schwule (LiLS) sowie das Antigewaltprojekt Maneo gestalteten den ersten Gebetsgottesdienst dieser Art mit. Die musikalische Ausgestaltung übernahm Martin L. Carl, Kantor und Leiter der Charlottenburger Kantorei.
Im September 2009 gründete sich die Rogate-Initiative mit dem Ziel, "nachhaltig eine ökumenische Andachtsarbeit auszubauen, soziale Projekte zu initiieren und um gegen Hassgewalt und Homophobie einzutreten". Die paritätisch zusammengesetzte Gruppe besteht aus katholischen und evangelischen Christen, Kirchenfernen und Unterstützern aus Berlin und dem Umland. Der Verein ist seit zwei Monaten Mitglied des Diakonischen Werkes.
Den nächsten Gottesdienst feiert die Initiative zur Eröffnung des Lesbisch-schwulen Stadtfestes 2010 in der Zwölf-Apostel-Kirche, die nah am Nollendorfplatz im Stadtteil Schöneberg liegt, am Freitag, 11. Juni 2010, 19.30 Uhr.
Weitere Informationen hier:
http://rogateberlin.wordpress.com/













