(openPR) Der nächste Therapeuten-Chat zum Thema Online- und Computersucht findet am Mittwoch, den 2. Juni 2010 von 17 bis 18 Uhr statt. Kostenlos und anonym haben Betroffene und deren Angehörige dann wieder die Möglichkeit, mit Diplom-Psychologin Susanne Schwark zu chatten. Schwark ist Teil des Therapeuten-Teams der Psychosomatischen Abteilung der Kinzigtal-Klinik, die seit Beginn des Jahres 2010 eine stationäre Therapie für Online- und Computersüchtige anbietet. Der Chat ist zugänglich über die Website des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe bei Onlinesucht HSO e.V.: www.onlinesucht.de/beratung. Durch das Wartezimmer der virtuellen Beratungspraxis gelangt man zum Termin in den „HSO-Beratungsraum“.
Zum Hintergrund:
Internationale Untersuchungen deuten daraufhin, dass zwei bis acht Prozent aller Computer- und Internet-Nutzer suchtartiges Verhalten zeigen: Vom exzessives Spielen von Onlinegames wie World of Warcraft (WOW), über übermäßiges Kommunizieren in Chats, im Microblogging-Dienst Twitter oder in sozialen Netzwerken wie Facebook bis hin zum zwanghaften Konsum pornografischer Inhalte. Auch wenn für Deutschland derzeit noch keine exakten Daten aus repräsentativen Stichproben vorliegen, so gehen Expertenschätzungen von bis zu zwei Millionen Betroffenen aus. Allen Ausprägungen der Online- und Computersucht ist gemein, dass Beruf und Privatleben unter dem suchtartigen Verhalten leiden, da die Betroffenen zunehmend die Kontrolle über ihre Mediennutzung verlieren.
Die Kinzigtal-Klinik Bad Soden-Salmünster bietet seit kurzem als eine der wenigen Reha-Kliniken in Deutschland eine stationäre Therapie für Online- und Computersüchtige an. Eine vollständige Computer- und Internet-Abstinenz ist dabei allerdings keines der Therapieziele – darin unterscheidet sich die Therapie der Online- und Computersucht von der Therapie bei stoffgebundenen Süchten wie etwa der Sucht nach Alkohol, Tabak oder anderen Drogen. In den meisten Berufen und auch im Privatleben sind Computer und Internet unverzichtbar geworden. Die Betroffenen lernen während der sechs- bis achtwöchigen Therapie also vielmehr, die Kontrolle über ihren Computer- und Internetgebrauch zurückzugewinnen.







