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Ambulanter Malteser und Liebenauer Kinder- und Jugendhospizdienst

18.05.201010:53 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Ambulanter Malteser und Liebenauer Kinder- und Jugendhospizdienst
Das Thema Ambulante Kinderhospizarbeit ruft zahlreiche Interessierte auf den Plan: im Gespräch mit Christiane Röhner (Koordinatorin des Ambulanten Kinderhospizdienstes, 2.v.r.)
Das Thema Ambulante Kinderhospizarbeit ruft zahlreiche Interessierte auf den Plan: im Gespräch mit Christiane Röhner (Koordinatorin des Ambulanten Kinderhospizdienstes, 2.v.r.)

(openPR) LANDKREIS RAVENSBURG/BODENSEEKREIS – "AMALIE" ist der erste ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst im Raum Bodensee-Oberschwaben. Träger sind die Kooperationspartner Malteser Hilfsdienst e.V. und die Stiftung Liebenau. AMALIE begleitet und unterstützt Familien, deren schwer kranke Kinder laut Diagnose eine begrenzte Lebenserwartung haben. Für diesen wichtigen Dienst suchen die hauptamtlichen Koordinatorinnen von AMALIE, Pflegepädagogin Elisabeth Mogg und Kinderkrankenschwester Christiane Röhner, laufend Ehrenamtliche.



Paten sollen wichtige Stütze sein

Die Resonanz in der Bevölkerung ist groß, so auch beim Infoabend in Wilhelmsdorf: Berufstätige, die "im Spannungsfeld von Tod und Trauer stehen" als auch junge Mütter, die selbst schon ein Kind verloren haben, wollten mehr über AMALIE erfahren. "Wir wollen Familien ab der Diagnose begleiten", sagte Christoph Gräf, Leiter des Bereichs Kinder, Jugend und Familie der Stiftung Liebenau. Mit dem Malteser Hilfsdienst fand er einen gleichgesinnten Partner, der selbst Erfahrungen aus der Kinder- und Jugendhospizarbeit mitbringt. Nun soll die Region davon profitieren. Es ist geplant, dass bereits im Frühjahr 2011 die ersten qualifizierten Ehrenamtlichen von AMALIE als Patinnen und Paten den betroffenen Familien stundenweise zur Seite stehen können.

Engagement kann sehr unterschiedlich sein

Wer sich anders engagieren möchte, kann bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei Veranstaltungen mitwirken oder AMALIE durch Geldzuwendungen unterstützen. "Denn wir sind auf Spenden angewiesen", informierte Elisabeth Mogg, "weil die Krankenkassen leider nur den kleineren Teil der Kosten erstatten. Alles Weitere muss über Spenden finanziert werden." AMALIE ist noch jung. Dennoch hat der Dienst bereits gute Freunde gefunden. Die katholische Veronika-Stiftung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart fördert die häusliche Kinderhospizarbeit. "Eine Frau hat Geschwisterkinder zum Reiten auf den Bauernhof eingeladen", berichtete Christiane Röhner. "Wir wollen mit anderen sozialen Diensten in der Region ein Netzwerk aufbauen, um uns gegenseitig in der Hilfeleistung zu unterstützen."

Qualifizierung nach dem Celler Modell

Für die Schulung der Paten erarbeiteten Elisabeth Mogg und Christiane Röhner ein umfassendes Konzept. Die Qualifizierung nach dem Celler Modell umfasst 100 Stunden. 40 Stunden sollen in einer sozialen Einrichtung absolviert werden. "Genügt die Fortbildung, um eine Familie mit einem sterbenden Kind begleiten zu können?", wurde von den Interessierten nachgefragt. Christoph Gräf ist überzeugt, dass in der Schulung jeder seine Talente erkennen kann. "Die eine fühlt sich sicher genug, um mit Kindern über Tod und Sterben reden zu können. Der andere kann den Eltern eine gute Stütze sein." Entsprechend ihrer Fähigkeiten werden die Patinnen und Paten für die jeweilige Familie ausgesucht. Bei hohem Bedarf unterstützen mehrere Betreuer die Familie.

Info:
Die Qualifizierung der Ehrenamtlichen beginnt im September und dauert bis März 2011. Wer daran interessiert ist, kann sich gerne im Büro von AMALIE melden.

Kontakt:
Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst AMALIE
Elisabeth Mogg und Christiane Röhner
Ettishoferstr. 3
88250 Weingarten
Telefon: 0751 36613-33
E-Mail
www.kinderhospitzdienst-amalie.de

Spendenkonto
Spendenzweck: AMALIE
Stiftung Liebenau
Sparkasse Bodensee
Bankleitzahl 690 501 01
Kontonummer 209 944 71

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