(openPR) Mit industriebewährter Methode können Kliniken ihre Effizienz steigern und damit ihre Zukunft sichern
Krankenhäuser stehen in Deutschland unter enormem Kostendruck: So sorgen unter anderem Reglementierungen, Tarifentwicklungen und Wettbewerbsdruck für Kostensteigerungen und gleichzeitige Budgetkürzungen. Die Prozessoptimierung im Krankenhaus stellt ein wirksames Instrument dar, um Kosten zu senken und die Qualität der Leistungen am Patienten zu steigern. In ihrer aktuellen Untersuchung zeigt die Managementberatung Mücke, Sturm & Company am Fallbeispiel Radiologie, wie mit der Adaption der industriebewährten Methode des Prozesskostenmanagements Kostensenkungen im hohen sechsstelligen Bereich erreicht werden können. „Beim Prozessmanagement in Kliniken ist die Einbettung der Optimierungsaktivitäten in eine festgelegte Unternehmensstrategie unabdingbar – nur so kann eine optimale Prozessausrichtung gewährleistet werden“, macht Patrick Sturm, Partner der Münchner Beratung, deutlich.
Der Prozess – nicht die Organisationseinheit – steht im Focus
Interne Spezialisten, die primär diagnostische Leistungen für andere klinische Abteilungen erbringen - wie Labore oder die Radiologie - spielen bei der Optimierung klinischer Abläufe eine zentrale Rolle: Ihr Effizienzgrad entscheidet nicht nur über die Wirksamkeit der eigenen Abteilung, sondern wirkt sich stark auf die Kostensituation der anfordernden Klinika aus. Die Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation in diesen Abteilungen muss daher stets der festgelegten Gesamtunternehmensstrategie folgen. Interdependenzen müssen erkannt und Schnittstellen zu Anforderern und Leistungsempfängern im Blick behalten werden.
Interviews schaffen Transparenz - Workshops führen zur Lösung
Ausgangspunkt einer Prozessoptimierung ist die Transparenz: Am Beginn der Analyse steht die Ist-Aufnahme von Prozessen und Kosten, wobei ein Referenz-Prozess-Modell (RPM) als Basis dient. Auf seiner Grundlage werden später Interviews mit allen Prozessbeteiligten geführt. Ziel der Interviews ist die Allokation der vorhandenen Ressourcen auf die Prozesse und die Evaluierung von Prozessdefiziten. Die interviewgestützte Prozess(kosten)erhebung sichert valide und akzeptierte Ergebnisse und ist dabei sehr pragmatisch.
Nach Abschluss der Analyse werden Defizite deutlich, die priorisiert und nach der Abstimmung mit den Beteiligten in Form von Workshops angegangen werden. Anschließend werden konkrete Umsetzungspläne verabschiedet und ein Umsetzungscontrolling aufgesetzt.
Patientenmanagement hat größtes Optimierungspotenzial
Im Fallbeispiel Radiologie stellte Mücke, Sturm & Company fest, dass die Optimierung schnittstellenübergreifender Handlungsfelder die größten Potenziale verspricht. Besonders die Prozesse Patientenaufnahme und –entlassung zeigten dringenden Handlungsbedarf: Hier treffen die Akteure Zuweiser und Radiologie aufeinander, es kommt zu Reibungsverlusten und erhöhtem Abstimmungsaufwand. „Die Optimierung und Bündelung der Patientenanmeldung und -aufnahme kann jährlich zu Einsparungen im mittleren sechsstelligen Bereich führen“ erläutert Patrick Sturm. Mücke, Sturm & Company erarbeitete hier einen neuen Terminvergabeprozess: Die Terminplanung erfolgte danach über einen zentralen Ressourcenkalender, auf den auch die Zuweiser zugreifen und Terminanfragen stellen konnten. Durch die getroffenen Maßnahmen war es möglich, etwa zehn Prozent der knappen Gesamtkapazität für zentrale Untersuchungs- und Untersuchungsvorbereitungsprozesse freizusetzen. Zudem wurde der Abstimmungsaufwand deutlich reduziert.
Die Untersuchung zeigt, dass die Prozessoptimierung in Kliniken zu effizienzsteigernden Maßnahmen führt, die der Zukunftssicherung des gesamten Klinikums dienen – aber nur, wenn der gesamte Prozess betrachtet wird und nicht nur die Organisationseinheit.







