(openPR) Das Berliner Unternehmen mivenion GmbH hat Fördermittel für die Erforschung und vorklinische Validierung neuer molekularer Sonden für die Diagnose der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) erhalten. Das Projekt ist Teil des Verbundprojektes „Molekulare Diagnostik der AMD“ und wird in Zusammenarbeit mit der Carl Zeiss Meditec AG, der Charité, der FU Berlin und der Universitätsaugenklinik Bonn durchgeführt. Im Rahmen des Verbundprojektes ist mivenion verantwortlich für die Synthese, Validierung und Optimierung molekularer Sonden, die es dem Arzt ermöglichen, Patienten mit einem hohen Risiko für die feuchte Form der AMD frühzeitig zu diagnostizieren. Die feuchte Form der AMD ist die Hauptursache der Erblindung in den Industrienationen und kann bei rechtzeitiger Diagnose effektiv bekämpft werden. Das Projekt der mivenion GmbH wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Molekulare Bildgebung in der Medizin“ mit rund 570.000 Euro gefördert. Die Frühdiagnostik der feuchten Form der AMD ist eine extrem aussichtreiche Indikation für molekulare Sonden zur optischen Bildgebung. mivenions Expertise im Gebiet der diagnostischen Fluoreszenzfarbstoffe gibt uns große Hoffnung, innerhalb der Projektlaufzeit validierte und optimierte Wirkstoffe für die klinische Entwicklung zu finden“, erläutert Dr. Kai Licha, Leiter F&E der mivenion GmbH. „Neue molekulare Sonden ermöglichen erstmals eine sichere Frühdiagnose. Ärzte können dadurch die heute verfügbaren Therapeutika effektiver und gezielter einsetzen“ so Dr. Kai Licha weiter.
Über die AMD (altersbedingte Makuladegeneration). Derzeit leiden in Deutschland etwa 3,1 Millionen Menschen an AMD. Im Jahr 2020 werden es, auch aufgrund demografischer Veränderungen (AMD ist eine typische Erkrankung ab einem Alter von 50 Jahren), schätzungsweise 4,5 Millionen und im Jahr 2050 5,9 Millionen Menschen sein. Bisherige Möglichkeiten zur bildgebenden Diagnostik der AMD umfassen die Fotografie des Augenhintergrundes, die Fluorescein- und Indocyaningrün- Angiographie sowie die optische Kohärenztomografie /OCT. Lediglich eine relativ kleine Anzahl von Patienten mit AMD kann derzeit wirksam behandelt werden. Für den Großteil der Patienten mit früher trockener AMD, später trockener AMD und fortgeschrittener neovaskulärer AMD mit sekundärem fibrotischen Umbau der neurosensorischen Netzhautelemente gibt es noch keine effektiven Interventionsmöglichkeiten.











