14.05.2010 - 08:14 - Politik, Recht & Gesellschaft

Senioren-Assistenten leisten Beitrag zur Bewältigung des demographischen Wandels - Erstes bundesweites Treffen

Pressemitteilung von: Netzwerk Senioren-Assistenz

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Durch Vernetzung stark! Senioren-Assistenten sind Dienstleister für ältere Menschen mit einem neuen Berufsbild. Zum Netzwerktreffen am 28. Mai kommen mehr als 40 Senioren-Assistentinnen und Senioren-Assistenten aus sieben Bundesländern in Schwentinental bei Kiel zusammen. Sie werden erfahren, wie sich die Initiative Senioren-Assistenz von Schleswig-Holstein aus auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten wird. Sie können partizipieren und mitwirken.



Senioren-Assistenz nützt allen
- den Senioren und deren Angehörigen
- der älter werdenden Gesellschaft
- dem Arbeitsmarkt
- den Sozialsystemen

Arbeitschancen für Frauen ab 40
Die qualifizierten Senioren-Assistenten sind mehrheitlich Frauen im Alter von 40 bis 60 Jahren. Eine Gruppe, die auf dem ersten Arbeitsmarkt immer weniger Chancen hat. Mit der Ausbildung zur qualifizierten Senioren-Assistenz erhalten Frauen und Männer das Rüstzeug, sich im wachsenden Markt Seniorenwirtschaft selbständig zu machen. Viele Senioren-Assistenten haben den Sprung in die Selbständigkeit schon geschafft. Andere sind dabei oder haben mit dieser aufwändigen Weiterbildung Anstellungen in Einrichtungen gefunden.

Helfen ist gut, qualifiziert helfen ist besser:
Die Ausbildung umfasst 120 Unterrichtsstunden und wurde erstmalig 2006 als Modellprojekt im Kreis Plön angeboten. Die Themen bereiten die Teilnehmenden auf Alltagshilfe und zugewandte Begleitung der Senioren vor (Basiswissen Psychologie, Freizeitgestaltung mit Senioren, Fachthemen aus den Bereichen Gesundheit, Rechtsfragen und Pflege). Einen weiteren großen Teil nehmen die Themen "Gründen einer Existenz" oder "Bewerben in Einrichtungen" ein. Die Teilnehmer erhalten Hilfe zum Herausfinden ihres speziellen Weges. Ihnen wird Mut gemacht, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Bisher wurden 160 Senioren-Assistenten aus 14 Bundesländern ausgebildet und für Ihre Qualifizierung mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Die Kurse finden an erweiterten Wochenenden oder im Blockunterricht statt. Bisher in Schwentinental bei Kiel, seit 2010 auch in Hamburg.

Selbständig machen? Nur Mut - es geht leichter in einem Netzwerk!
Auch nach der Ausbildung unterstützen sich die Teilnehmer gegenseitig und lernen voneinander. Dazu gibt es jährlich drei bis vier Netzwerktreffen mit Weiterbildung. Einen großen Raum nimmt der Erfahrungsaustausch ein. So unterstützen sich Senioren-Assistenten beim Aufbau ihrer Unternehmungen und bleiben fachlich immer auf dem aktuellen Stand. Eine neue Homepage des Netzwerks wird in Kürze fertig gestellt sein. In diesem Vermittlungsportal werden sich zertifizierte Senioren-Assistenten präsentieren. Senioren oder deren Angehörige können dort geeignete Unterstützung in ihrem Umkreis suchen und finden.

Aufbruch: Vom Kreis Plön nach Schleswig-Holstein ins gesamte Bundesgebiet mit einem Bundesverband
Noch in diesem Sommer will das 2009 gegründete Netzwerk Senioren-Assistenz seinen Bundesverband gründen. Er soll das neue Berufsbild etablieren und die bezahlte Arbeit der Senioren-Assistenten fördern. Und nicht nur in Hamburg und in der Region Kiel soll es künftig Seminarreihen geben. Die Ausdehnung des Seminarangebots auf weitere Bundesländer ist für 2011 geplant. Die bundesweite Ausbreitung wird zunächst mit Ansprechpersonen je Bundesland innerhalb des Netzwerkes sichergestellt werden. Zukünftig sollen sich Senioren-Assistenten in jedem Bundesland einem Landesverband anschließen können. Für die Gründung von Landesverbänden gibt es bereits Initiativen in zwei Bundesländern.

Am 28. Mai 2010 wird ab 14.45 Uhr ein besonderes Netzwerktreffen in Schwentinental bei Kiel (im GTZ, Lise-Meitner-Str. 1-7) stattfinden, das als Start für den Aufbruch in das gesamte Bundesgebiet verstanden werden kann.
Mehr als 40 Senioren-Assistenten aus sieben Bundesländern haben sich bereits angemeldet. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Senioren-Assistenz als gleichwertigen Baustein neben Pflege und Hauswirtschaft in der Gesellschaft zu etablieren. Auf dem ersten Bundestreffen soll es darum gehen, welche Aktivitäten anstehen und in welcher Form jeder Einzelne an den Zielen des Netzwerkes der Senioren-Assistenten mitwirken kann.

Das Treffen und die Vernetzung der Senioren-Assistenten werden 2010 über das Programm „STÄRKEN VOR ORT“ gefördert:

* STÄRKEN VOR ORT
ist ein Programm des Bundesfamilienministeriums und wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert. Der Europäische Sozialfonds ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der Europäischen Union. Er leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmergeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der Investitionen in die Humanressourcen.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Heide Volz
Dorotheenstr. 10
22301 Hamburg
(für das Netzwerk der Senioren-Assistenten)
Telefon 040 - 55 62 10 03
mail:
www.die-senioren-assistenten.de

Ute Büchmann
Lise-Meitner-Straße 1-7
24223 Schwentinental
Telefon 04307 - 900-340
mail:
www.Senioren-Assistentin.de

Über das Netzwerk der Senioren-Assistenten:
Die meisten der inzwischen 160 Absolventen der Ausbildung zur Senioren-Assistenz hatten den Wunsch nach Vernetzung. Einige sehr aktive Frauen haben verschiedene Projekte vorangetrieben. Im Sommer 2009 wurde von einer Projektgruppe die Gründung von gemeinnützigen Vereinen geprüft. Das könnte man als den Start des Netzwerkes bezeichnen. Zwischenzeitlich kam die Projektgruppe zu der Überzeugung, dass Aufgaben und Interessen der Senioren-Assistenz besser in einem Berufsverband aufgehoben sind. Ein Bundesverband soll nun bald gegründet werden. Die Vorbereitungen sind sehr weit gediehen. Das Suchen und Finden von geeigneten Senioren-Assistenten im Umkreis der Senioren soll mit einem neuen Internet-Vermittlungsportal leichter und professioneller werden. In der Übergangsphase stehen Ansprechpersonen für die Bundesländer zur Verfügung. So können auch jetzt schon Senioren-Assistenten auf Anfragen vermittelt werden. Auch das Thema Öffentlichkeitsarbeit wird derzeit vom Netzwerk wahrgenommen. Jede und jeder der schon ausgebildeten Senioren-Assistenten kann sich engagieren und die Netzwerkarbeit bereichern.


Programm des Netzwerktreffens Senioren-Assistenz am 28. Mai 2010

Ort: GTZ, Lise-Meitner-Straße 1-7, 24223 Schwentinental

14.45 Begrüßung durch Ute Büchmann

14.55 Informationen über die Gründung des Bundesverbandes
Yasemin Ebel, Netzwerk Senioren-Assistenz

14.55 Informationen aus dem Netzwerk und zu Projekten
Heide Volz, Netzwerk Senioren-Assistenz

16.00 Vermittlungsportal: "Wie können Senioren-Assistenten
ihr Profil selbst einstellen?"
Sebastian Westerhold, Conscience-IT, Schwentinental

16.20 Zeit für Erfahrungsaustausch in der Kantine des GTZ
mit Snacks und Getränken

17.00 Erfahrungsberichte von
Madja Kohnen, Netzwerkpartnerin aus Köln, und
Luise Frahm, Senioren-Assistentin aus Barsbek, Schleswig-Holst.

18.00 Fachthema: Abrechnung der Senioren-Assistenz-Leistung
mit Krankenkassen
Eleonore Mihm, Senioren-Assistentin aus Kiel

18.30 Kurze Pause

18.45 Erfahrungsaustausch über den Arbeitsalltag
in der Senioren-Assistenz:
Berichte, Probleme, Lösungen - Diskussion
Moderation: Ute Büchmann

19.45 Verschiedenes und Themenabstimmung
für das nächste Netzwerktreffen
im August 2010

20.00 Ende des Netzwerktreffens

Schlagwörter
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