(openPR) "Neben den Nervenkompressionssyndromen und den ischämische Neuropathien infolge Vaskulitis ist die zervikale Myelopathie eine häufige Komplikation der Rheumatoid-Arthritis. Beim Vollbild der Erkrankung fehlt selten eine Beteiligung der Halswirbelsäule", auch wenn keine Symptome erkennbar scheinen, warnt Dr. Wolfram Seidel (Leipzig).
Betroffene Patienten sind oft infolge der Kompression des Rückenmarks, der Spinalnerven bzw. Durchblutungsstörungen im Arteria vertebralis-basilaris-Stromgebiet bishin zum plötzlichen Tod gefährdet. "Diskrete neurologische Befunde sind durch die gleichzeitig bestehende Arthritis, begleitende Muskelatrophie und ggfs. Polyneuropathie nur sehr schwer diagnostizierbar." Untersuchungstechnik erster Wahl ist das MRT.
Als frühe potentielle Warnzeichen für eine Halswirbelsäulen-Beteiligung bei Rheumatoid-Arthritis gelten:
- starke Nackenschmerzen, oft zum Hinterkopf ausstrahlend
- Kraftminderung in den Armen oder Beinen
- Paraesthesien an den Händen oder Füßen
- Unruhegefühl in den Beinen
- gestörte Blasen-, Mastdarmfunktion
W. Seidel, S. Kühne: "Komplikationen der Rheumatoid-Arthritis"
in: U. Sack (Hrsg.) Arthritiden
Pabst, Lengerich/Berlin, 436 Seiten, ISBN 978-3-931660-29-1












