(openPR) Mehr als 250.000 Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens sind von einer Demenz betroffen. Das sind etwa 1,4 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Der Regierungsbezirk Düsseldorf führt dabei mit mehr als 74000 Erkrankten mit der höchsten Zahl an Betroffenen den statistischen Überblick an. Die Stadt Köln liegt mit mehr als 12.000 Demenzkranken noch vor Dortmund (mehr als 8500) oder Düsseldorf (rund 8000).
Demenzen, die bekannteste Demenz ist die Alzheimerkrankheit, führen in ihrem Verlauf zu Gedächtnisproblemen, Merkfähigkeitsstörungen, Änderungen im Sozialverhalten und schließlich zu völliger Hilflosigkeit. Politik und Gesellschaft sind gefragt, die Betroffenen und ihre Familien zu unterstützen und weiter an besseren Rahmenbedingungen für die professionelle pflegerische Betreuung dieser Menschen zu arbeiten. Die Versorgung von Menschen mit Demenz bringt für die betroffenen Familien extreme Belastungen durch die Verhaltensänderungen der Erkrankten mit sich, daher wird auch häufig von den Erkrankungen mit „zwei Opfern“ gesprochen.
Mit dem Stichtag 31.12.2008 wurde eine neue Karte für Nordrhein-Westfalen errechnet, die einen Überblick über die Größenordnung und Verteilung von Demenzerkrankungen im Bundesland gibt. Diese basieren auf den Daten zur Altersstruktur der Städte und Kreise. Erfasst sind Personen ab dem 65. Lebensjahr, da Demenzen typischerweise erst in höherem Lebensalter auftreten. Autor der Darstellung ist Jochen Gust, der solche Berechnungen unter anderem bereits für die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Sachsen, Baden-Württemberg, Bayern und andere durchgeführt hat. Auch für Nordrhein-Westfalen hat er die Häufigkeit schon einmal dargestellt: 2002 kam er auf eine Größenordnung von rund 215000 Betroffenen in NRW.
Die Demenzkarte für Nordrhein-Westfalen kann über die Internetseite http://www.demenzkarten.de kostenlos aufgerufen werden.










