(openPR) Die Galerie und Agentur für zeitgenössische Kunst „art private room“ hat sich temporär für die neue Ausstellung im Mai 2010 in der Brunnenstraße 177 in Berlin-Mitte etabliert. In 3 bis 5 Ausstellungen im Jahr sollen an immer neuen attraktiven Orten die Arbeiten der KünstlerInnen, mit denen „art private room“ zusammenarbeitet, in Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert werden.
In dieser Exklusivausstellung thematisiert die Künstlerin Mechtild van Ahlers, in ihren zum Teil großformatigen Öl-auf-Leinwand-Arbeiten, den Beginn des Frühlings eindrucksvoll mit eigenen Stilmitteln.
Dabei hat sich die Künstlerin nicht nur bei dem Titel der Ausstellung von einem Gedicht des bedeutenden Lyrikers Paul Celan inspirieren lassen.
Der Zyklus „Nach dem Lichtverzicht“ ist nach dem ersten Vers eines seiner Gedichte benannt, wie überhaupt viele Bilder Mechtild van Ahlers ihren Ausgang von Verszeilen Ingeborg Bachmanns, Rose Ausländers und Paul Celans nehmen.
„Nach dem Lichtverzicht“ benennt die Zeit nach der Dunkelheit der Wintermonate, in denen sich die Natur in eine Ruhephase zurückzieht, um ihre Kräfte zu regenerieren. „Nach dem Lichtverzicht“ ist die Aufbruchsphase des Frühjahrs, wenn die Blätter auf den Bäumen wieder knospen und milde Lüfte die Winterstarre lösen.
Im ausgewogenen Verhältnis von Form und Leere, die manchmal auch ineinander übergehen, verwischen sich Grenzen im Raum. Das sinnliche Dasein der blühenden Pflanzen baut sich durch weiche Konturen und leuchtende Farben auf. Schönheit entfaltet sich um ihrer selbst willen, sie zeigt sich in der wilden Pracht und Feier alles Lebendigen.
Das Licht, das die Szenerie aufleuchten lässt, hat die Malerin von Reisen nach Griechenland und Sizilien mitgebracht. Doch gibt es auch Nachtstücke wie „Schattenumarmung“ nach einem Gedicht von Rose Ausländer oder „Die hängenden Gärten“. Schwermut und Melancholie, im Wissen um Vergänglichkeit und kommenden Verlust, waren seit jeher die Begleiter der Schönheit.
Mechtild van Ahlers malt ohne Palette. Vielmehr werden die Farben direkt von der Tube auf den Pinsel gewischt, so dass sie erst durch den Auftrag auf der Leinwand ineinander fließen. Mittels dieser originellen Maltechnik, welche die Malerin selbst entwickelt hat, entsteht der ungewöhnlich frische und spontane Eindruck, den ihre Bilder hinterlassen.
Mechtild van Ahlers, in Westfalen geboren, lebt und arbeitet seit 1988 in Berlin. Die studierte Bildhauerin und Malerin widmete sich in den letzten Jahren hauptsächlich der Malerei. Die Farbe an sich ist für sie zur Form der Sprache und Aussage geworden.
Ausstellung vom 8. bis 30. Mai 2010 in der Brunnenstraße 177, 10119 Berlin-Mitte (in der Nähe vom Rosenthaler Platz, gegenüber dem Weinbergspark)
Eröffnung: 7. Mai 2010 in Anwesenheit der Künstlerin, 19 – 21 Uhr statt.
Einführung: Kunsthistorikerin Sanna Böswirth
Öffnungszeiten: Di. bis Sa. von 13:30 – 20 Uhr, So. von 15 – 19 Uhr (und nach Vereinbarung!) Eintritt frei.
















