(openPR) Krankenkassen verweigern älteren Patienten ihr Recht auf geriatrische Rehabilitation – Mechthild Heil MdB besuchte die Brohltal-Klinik St. Josef
Burgbrohl. „Rheinland-Pfalz ist in Sachen Geriatrie und Altersmedizin Schlusslicht unter den Bundesländern.“ Dr. Heinz L. Unger, der Chefarzt der Geriatrischen Rehabilitation der Brohltal-Klinik St. Josef, fand klare Worte, um Mechthild Heil MdB und Guido Ernst MdL und den Mitgliedern der CDU-Brohltal bei ihrem Besuch am vergangenen Mittwoch die Situation der Geriatrischen Rehabilitation im Lande zu beschreiben. Das Paradoxe daran: Obwohl es in Rheinland-Pfalz bezogen auf die Einwohnerzahl die wenigsten Betten für die Geriatrische Rehabilitation gibt, bleiben in den sechs Geriatrischen Rehakliniken immer mehr Betten ungenutzt und geraten die Kliniken wirtschaftlich in Schwierigkeiten. Warum das so ist? Seit Herbst 2007 beobachten Unger und seine Kollegen mit wachsender Sorge, dass die Kostenträger vielen älteren Patienten ihr gesetzlich verbrieftes Recht auf geriatrische Rehabilitationsmaßnahmen vorenthalten und sie statt dessen zur Rehabilitation in eine allgemeine und damit kostengünstigere Rehaklinik schicken.
Dabei braucht der ältere Mensch, der beispielsweise nach einem Schlagan-fall wieder auf die Beine kommen will, eine bedarfsgerechte Rehabilitation, die seine altersspezifischen Probleme in den Blick nimmt, breit angelegt ist und mit einem ganzheitlichen Therapieansatz versucht, dem älteren Men-schen ein hohes Maß an Selbständigkeit und damit an Lebensqualität und persönlicher Freiheit zurückzugeben. – Wenn die Krankenkassen dies älte-ren Menschen verweigern, dann ärgert das Heinz L. Unger auch deshalb so sehr, weil die Kassen „es gezielt ausnutzen, dass sich ältere Patienten gegen einen ablehnenden Bescheid nur selten wehren“. Und das zuständige Lan-desamt kommt seiner Aufsichtspflicht nicht nach, „versagt bei der Kontrolle der Kassen und hilft den älteren Patienten nicht, zu ihrem Recht zu kommen“, empört sich Unger.
Sollte der Förderverein der Brohltal-Klinik hier nicht aktiv werden und einen betroffenen älteren Menschen dabei unterstützen, vor dem Sozialgericht sein Recht auf eine geriatrische Rehabilitation einzuklagen? Dieser Vorschlag von Tino Hackenbruch, dem CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden, fand allgemeine Zustimmung und soll jetzt in den Vorstand des Fördervereins eingebracht werden.



















