(openPR) Die angehende Wiener Neurologin Saba Nia erhielt für ihren Beitrag über „Polypharmazie als Resultat einer Diagnoseunsicherheit“ den „Förderpreis der Psychiatrie & Psychotherapie“.
In ihrem Fallbericht untersucht Dr. Saba Nia die Wichtigkeit eindeutiger Diagnosen für die erfolgreiche Therapie. Das zeigt sie mit Co-Autorin OA Dr. Ursula Goedl am Fallbeispiel eines jungen Mannes, der bei unterschiedlichen Diagnosen 25 verschiedene Psychopharmaka verordnet bekommen hatte. Die Re-Evaluierung der Hauptdiagnose vereinfachte die medikamentöse Therapie und führte schließlich zum Behandlungserfolg. „Polypharmazie ist nicht nur in der Psychiatrie ein schwerwiegendes Problem, sondern auch in anderen medizinischen Bereichen Ursache für multiple Neben- und Wechselwirkungen und sollte vermieden werde“, so die Preisträgerin.
Saba Nia, 1981 in Teheran geboren, kam im Alter von drei Jahren nach Österreich und besuchte die Mittelschule in den USA und in Wien. 2005 schloss sie ihr Studium der Medizin ab und begann 2008 eine Psychotherapie-Ausbildung. Nach deren Abschluss wechselte sie in die Neurologie, um eine Ausbildung zur Doppel-Fachärztin zu absolvieren. Saba Nia arbeitet zur Zeit im Otto-Wagner-Spital in Wien.
Der Verlag SpringerWienNewYork stiftet den „Förderpreis der Psychiatrie & Psychotherapie“. Er zeichnet den besten Fallbericht eines Jahres aus, der in der Zeitschrift „psychiatrie & psychotherapie“ veröffentlicht wurde. Der Preis ist mit EUR 1.500,– dotiert und wird jährlich im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie vergeben, diesmal am 23. April in Gmunden. Er ist dem wissenschaftlichen Nachwuchs vorbehalten, Klinik-, Abteilungs- und Institutsvorstände sowie Autoren über 40 Jahre sind ausgeschlossen. Die Zeitschrift „psychiatrie & psychotherapie“ ist das offizielle Organ der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie und wird von Univ. Prof. Dr. W. Wolfgang Fleischhacker und Univ.-Prof. Dr. Hans-Peter Kapfhammer herausgegeben.









