(openPR) Eine erste „Sauerstoff-Woche“ veranstaltete die Espan-Klinik, Rehabilitationsfachklinik für Atemwegserkrankungen, in Bad Dürrheim.
Ziel war es umfassende Informationen rund um das Thema Sauerstoff den unterschiedlichen Zielgruppen zu vermitteln, wobei vor allem der alltägliche Umgang mit der Sauerstoffversorgung im Mittelpunkt stand.
Den Auftakt bildete eine Weiterbildung für niedergelassene Ärzte mit dem Thema „Sauerstoff-Langzeittherapie: Aus der Sicht einer Anwenderin“. Frau Ursula Krütt-Bockemühl, stv. Vorsitzende der deutschen Selbsthilfegruppe für Langzeitsauerstofftherapie e.V. (LOT) präsentierte in einem 1 ½ stündigen Vortrag die Alltagsprobleme einer Patientin mit Langzeitsauerstofftherapie. Einen besonderen Schwerpunkt legte Sie auf die Verordnungsmöglichkeiten und die vielfältigen Hilfsmittel die den Umgang mit den technischen Geräten erleichtern. Sehr überzeugend appellierte Sie an die Ärzte v.a. die Vorteile einer Flüssigsauerstoffversorgung für Ihre Patienten gegenüber den Krankenkassen darzustellen. Die deutliche Erhöhung der Mobilität und der damit verbundene Gewinn an Lebensqualität sind die wesentlichen Aspekte. „Solche Vorträge wie heute könnte ich ohne Flüssigsauerstoff nicht halten“, war das Fazit am Ende Ihres Beitrages.
Für die niedergelassenen Ärzte folgte noch ein Workshop zur nichtinvasiven Beatmung. Die Fa. Medigroba stellte einige Geräte zur praktischen Demonstration zur Verfügung.
Mit einem kurzen Bericht vom Deutschen Pneumologenkongress in Hannover zu den neuesten Erkenntnissen bei der Behandlung von Alpha-1-Antitrypsinmangel (einer genbedingten Ursache von COPD) durch den Chefarzt der Espan-Klinik, Herrn Michael Schnölzer wurde der Weiterbildungstag abgeschlossen.
Im zweiten Teil der Woche bot Frau Krütt-Bockemühl den Patienten der Espan-Klinik in einem Round-Table-Gespräch Gelegenheit aktuelle Fragen rund um die Sauerstoffversorgung zu stellen. Mit inzwischen fast 100 Zimmern mit direktem Sauersoffanschluß bietet die Espan-Klinik einen hervorragenden Rahmen zur Rehabilitation von Patienten mit Langzeitsauerstofftherapie. Somit war auch eine Vielzahl von Betroffenem zum Gespräch mit Frau Krütt-Bockemühl gekommen. Auch hier standen die eher alltäglichen Fragen im Vordergrund: „Benötige ich destilliertes Wasser ?, „Wie erhalte ich ein bestimmtes Sauerstoffgerät ? oder Wie organisiere ich meine Urlaubsversorgung ?. Mit Ihrer langjährigen und umfassenden Erfahrung konnte Frau Krütt-Bockemühl all diese Fragen kompetent beantworten und es entspann sich eine lebhafte Diskussion.
Zum Abschluss der Woche wurde ein Seminar für Patienten mit Langzeitsauerstofftherapie durchgeführt. Der bundesweiten Einladung waren regionale Gruppenleiter und Mitglieder der LOT e.V. nach Bad Dürrheim gefolgt.
Nach der Begrüßung stellte der Geschäftsführer der Klinik, Herr Heiko Biedehorn, in einer kurzen Präsentation das Haus vor und erläuterte die Möglichkeiten zu einer stationären Rehabilitation zu gelangen vor dem Hintergrund der aktuellen Gesetzgebung. Im Rahmen einer Podiumsveranstaltung wurde dann das Rehabilitationskonzept der Klinik in kurzen Statements vorgestellt. Der Chefarzt, Herr Schnölzer, betonte vor allem die Möglichkeit aktuelle Diagnostik mit modernsten Geräten durchzuführen. Die Leiterin der Therapieabteilung, Frau Michaela Frisch, legte besonderen Wert bei Ihren Ausführungen auf den Alltagsbezug der erlernten Übungen. Die Diätassistentin, Frau Annette Müller, zeigte auf, dass beim Krankheitsbild COPD nicht nur das Abnehmen eine wichtige rolle spielt, sondern dass bei vielen Patienten auf Grund der erhöhten Atemarbeit eine Tendenz zum Untergewicht besteht. Beiden Problemlagen werden mit speziellen Ernährungskonzepten von den Diätassistentinnen in Zusammenarbeit mit den diätetisch geschulten Köchen der Klinik Rechnung getragen.
Da inzwischen die Bad Dürrheimer Gastronomie weitestgehend rauchfrei ist, konnte der erste Tag in einem nahegelegenen Restaurant in gemütlichem Beisammensein ausklingen.
Der Samstagmorgen stand im Zeichen der Aktivität. Die Gäste hatten die Möglichkeit in der Therapie zu schnuppern: ob die wohltuenden Kräfte der Sole bei der Inhalation, die kräftigende Wirkung der Sole beim schwerelosen gleiten im hauseigenen Soleschwimmbad (auch mit Sauerstoff) oder die befreienden Atemübungen in der Gymnastik, jedes Angebot wurde intensiv genutzt.
Am Nachmittag folgten dann aktuelle Informationen zu Hilfsmitteln in der Sauerstoffversorgung (z.B. Nasenbrillen, Schlauchsysteme, „Entwirbler“ etc.). Frau Krütt-Bockemühl und Vertreter der Industrie demonstrierten die neuesten Systeme.
Nach einem kurzen Referat zur Geschichte und aktuellen Entwicklung und Freizeitmöglichkeiten im ersten Clubort Deutschlands klang der Tag bei einem Mediterranem Buffet in der Espan-Klinik aus.
Das Fazit dieser ersten „Sauerstoffwoche“ fiel bei allen Beteiligten sehr positiv aus, sodass für das nächste Jahr über eine Fortsetzung und Weiterentwicklung nachgedacht wird.







