(openPR) Der Präsident der Zähnärztekammer Schleswig-Holstein, Dr. K. Ulrich Rubehn, hat gefordert, nicht länger die Augen vor der wirtschaftlichen Entwicklung in den zahnärztlichen Praxen zu verschließen. „Frau Pfeiffer hat völlig recht. Wir brauchen bei den Arzthonoraren endlich eine Anpassung an die wirtschaftliche Entwicklung", betont Rubehn.
Die Chefin des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Doris Pfeiffer, hatte in der Diskussion um Zusatzbeiträge der Kassen gefordert, dass die Ausgaben im Gesundheitssystem mit der wirtschaftlichen Lage korrespondieren müssten. „Das können wir nur unterstützen", so Rubehn. „Offenbar begreifen nun auch die Kostenträger im Gesundheitswesen, dass eine Abkopplung der Heilberufe von der Kostenentwicklung auf die Dauer zu einem Ausbluten der Gesundheitsberufe führt. Insofern begrüßen wir die Erkenntnis der obersten Kassen-Führung.“
Für die ärztlichen und zahnärztlichen Honorare besteht seit Jahren eine strikte Ausgabenobergrenze – unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Erschwerend hinzu kommt ein Honorar-Stillstand bei der Gebührenordnung für die Privatpatienten seit inzwischen 22 Jahren.
„Was das bedeutet, kann sich jeder, der den Dreisatz beherrscht, leicht vorstellen,“ so Rubehn. „Nach 22 Jahren ohne eine Honoraranpassung in der zahnärztlichen Gebührenordnung gehen meine Kolleginnen und Kollegen langsam auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch.“



