(openPR) Sächsische Hotelgruppe will weiter wachsen und in allen Destinationen Deutschlands vertreten sein
Vom 19. bis zum 21. März fand im Schlosshotel Althörnitz ein Frühlingsfest statt, mit dem sich die im letzten Sommer gegründete Ambiente Privat Hotel Gruppe der Öffentlichkeit präsentierte.
Höhepunkt war der Frühjahrsempfang am Samstagabend, an dem der Vorsitzende des Fachbereichs Qualitätstourismus im Deutschen Tourismusverband (DTV), Udo Niehoff, und der Bürgermeister von Bertsdorf-Hörnitz, Volker Müller sowie zahlreiche Vertreter der Medien teilnahmen.
Reizvolle touristische Ziele der Umgebung von Zittau
bekamen die Touristiker unter den Gästen bei frühlingsgemäßem Wetter mit dem Tagesprogramm geboten. Bei der „Zeitreise“ durch die Jahrhunderte wurde die einzigartige Geschichte der Oberlausitz dargestellt, die über 800 Jahre mit der Böhmischen Krone und dreihundert Jahre mit dem Haus Habsburg verbunden war, was viele Besonderheiten dieses Landstriches erklärt, die sich bis heute erhalten haben, wie beispielsweise die Dualkirchen in Bautzen und Görlitz, die ebenso zu der touristischen Route „Via Sacra“ gehören wie die in Zittau zu besichtigenden Fastentücher. Fastentücher verhüllten einst in der Fastenzeit die Altäre und waren weit verbreitet, mit der Abschaffung des Fastenbrauches verschwanden die Tücher in den protestantischen Ländern. Das Zittauer Tuch „überlebte“ nur durch zahlreiche Zufälle und ist heute in der weltgrößten Vitrine ausgestellt, die auch Eingang in das Guinessbuch der Rekorde fand.
Von Zittau aus ging es mit der Schmalspurbahn nach Oybin. Die dortige Burgruine stand im Mittelpunkt der „Zeitreise“. Die Ritterburg diente ursprünglich dem Schutz der Handelsstraße nach Böhmen und wurde von Kaiser Karl den Cölestinern gestiftet, die hier ein Kloster errichteten, das jedoch im Zuge der Reformation aufgelöst wurde. Als Ruine wurde die Anlage durch die Malerei Caspar David Friedrichs berühmt.
Qualität und Regionalität als Philosophie der Hotelgruppe
Höhepunkt des Frühlingsfestes war der Frühjahrsempfang am Samstagabend wiederum im Schloss Althörnitz. Im Rahmen dieses Programms stellte die Ambientegruppe ihre Philosophie und die in der Gruppe vereinigten Häuser vor. Im Gegensatz zu anderen setzt sie nicht auf die Schaffung neuer Beherbergungen, sondern auf die Sicherung bestehender Kapazitäten und deren qualitative Aufwertung, nicht auf Nivelierung, sondern auf die Stärkung der Besonderheiten und der individuellen Klasse jedes einzelnen Hauses und die feste Verankerung in der jeweiligen Destination.
„Jeder Mensch wünscht sich sein privates Fleckchen Erde, auf dem er Gelassenheit und Entspannung findet,“ umreißt Gesellschafter Alfred Koch, was die Gruppe ihren Gästen bieten möchte. Wie das gelingen soll, erklärt Mitgesellschafter und Geschäftsführer Ralf-Dieter Montag-Girmes: „Als Alternative zu großen Häusern und Ressorts platzieren wir uns seit zwei Jahren mit sehr individuellen und persönlichen Häusern im Drei- bis Viersterne-Superior-Segment.“ Die Ambiente Privat Hotels wollen mit gehobenen Komfort und ausgezeichneten Restaurants eine anspruchsvolle Klientel zu dennoch günstigen Konditionen erreichen. „Durch die Zukäufe sind wir noch besser in der Lage, die wachsende Nachfrage nach niveauvollem Kurzurlaub in Deutschlands beliebtesten Ferienregionen zu bedienen,“ so Montag-Girmes.
Da die Entscheidung für eine bestimmte Region ein immer wichtigeres Auswahlkriterium für die Gäste wird, werden verstärkt die Kontakte zu den regionalen Tourismusverbänden, touristischen Leistungsträgern und regionalen Märkten gesucht, um einheimische Angebote und einheimische Produkte ins Portfolio und auf die Speisekarte eines jeden Hauses zu bringen.
Konzept im Osten entwickelt
Das Schlosshotel Althörnitz und der „Eisenberger Hof“ Moritzburg mit zusammen 55 Beschäftigten gehören zu den ersten, mit denen die Hoteliers dem neuen, interessanten Trend nachgespürt haben.
Die sächsischen, einst selbst insolvenzgefährdeten Häuser waren Vorreiter für das neue, erfolgreiche Geschäftsmodell, das bereits auch im mecklenburgischen Gadebusch und in zwei Häusern im Chiemgau zum Tragen kommt.
Das kleine Stadthotel in Gadebusch erfreute sich vor allem im Rahmen der Bundesgartenschau in Schwerin im vergangenen Jahr einer erfreulichen Nachfrage, was die regionale Ausrichtung bestätigt hat.
Im Landgasthof Karner, das als durch sein Restaurant mit Michelinstern Berühmtheit erlangte, möchte man Gäste ebenfalls durch mehr Regionalität zurückgewinnen. „Wenn Gäste zu uns kommen und nach einer Haxe fragen und wir haben das dann nicht, dann sind sie enttäuscht,“ erklärt Frank Zühlsdorf, seit einem halben Jahr Direktor dieses Hauses. Durch die Einrichtung einer Sauna im orientalischen Stil und einem modernen SPA hat das Viersterne-Superior-Haus zudem ein einzigartiges eigenes Angebot.
Im nur wenige Kilometer entfernten „Goldenen Pflug“ hat man den Weg der Regionalität gar nicht erst verlassen und hier Stammkundschaft erhalten können. Nach aufwendiger, stilgerechter Restauration steht das Haus Besuchern im Chiemgauer Alpenvorland wieder zur Verfügung.
Jetzt einer der größten Privathoteliers
Die Neuerwerbungen liegen in der Regionen Sauerland, Schwarzwald, Bayerischer Wald, Harz und am Rennsteig.
Das Landhotel „Mörchen“ und das Sporthotel Kirchmeier im Hochsauerland am Kahlen Asten sind aufgrund der „nächstgelegenen Schneesicherheit“ im Winter die ersten Adressen von Touristen aus Westdeutschland und Holland. In den anderen Jahreszeiten bietet sich die Region Bikern, Mountainbikern und Wanderern an. Hier gilt es, die Angebote noch besser auf die Zielgruppen abzustimmen. Ähnliches gilt für das im Schwarzwald gelegene Hotel Birkenhof Freudenstadt.
Mit ambitioniert-sportlicher Ausrichtung bieten sich auch die beiden Sporthotels im Bayrischen Wald an. Durch die nähe zur tschechischen Grenze sind sie inzwischen für Besucher aus Prag zu einem beliebten Anlaufpunkt geworden. Die Tschechen ziehen inzwischen die Qualität und den Komfort der deutschen Liftanlagen und Abfahrten denen im Riesengebirge vor. Diesen Markt gilt es weiter zu erschließen. Mit der Verbesserung der Angebote für Wellness und Beauty sollen dem gesundheitsbewussten Gast weitere Angebote gemacht werden.
Im Harz steht mit dem „Wolfshof“ in Wolfshagen-Langelsheim das einstige Viersterne-Flaggschiff der Sonnenhotel-Gruppe. Es solle wieder zu seinem einstigen Glanz zurückgeführt werden. Neben dem schönen Wellness und Beauty Bereich wird es mit Hilfe der zum Hotel gehörenden Reitanlage soll das Haus zu einem touristischen Zentrum von Reit- und Fahrsportlern, Freizeitreitern, Reittouristen, Wanderreitern und Pferdeliebhabern werden.
Die Ambiente Privat Hotel Gruppe möchte weiter wachsen
...und mit ihren Häusern in allen wichtigen Destinationen Deutschlands präsent sein. Im ganzen Land ist man deshalb weiterhin auf der Suche, auch in Sachsen.
„Wir werden das sicherlich nicht überstürzen,“ erklärt Geschäftsführer Montag-Girmes. „Uns interessieren kleine und mittlere Häuser im Drei- bis Viersterne-Superior-Segment, die nur aufgrund besonderer Umstände oder wegen nicht zu stemmenden Kapitaldienstes in Schwierigkeiten sind, sonst aber wirtschaftlich arbeiten und zu unserem Konzept passen.“












