22.03.2010 - 09:13 - Mode, Trends, Lifestyle

135 Jahre Schiesser - Chronik einer Marke von Welt

Pressemitteilung von: OHB Thalheim e.K.

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135 Jahre Schiesser
In diesem Jahr feiert die Unterwäsche von Schiesser ihr 135 jähriges Bestehen.

Grund genug für einen Blick in die bewegte Unternehmenshistorie.

Im Jahre 1875 mietet der 27-jahrige Fabrikant Jacques Schiesser in Radolfzell (Bodensee) den Tanzsaal im noch bestehenden "Gasthaus Schwert" an und beginnt mit seiner Frau Malwine die Produktion von Trikotagen.

1880 eröfnnet Schiesser eine erste kleine "Fabrik für Trikotweberei und Färberei" in Radolfzell. Die Belegschaft umfasst 280 Mitarbeiter.
Es beginnt die Erschließung von Exportmärkten im vorderen Orient, Indien, China sowie Japan.

Zwischen 1880-1896 expandiert Schiesser durch die Gründung von Filialen in Stockach (1890), Bukarest (1894) und Engen (1896). Die Mitarbeiterzahl beträgt 600. Darunter befinden sich auch Gastarbeiterinnen aus Italien, da qualifizierte Arbeitskräfte in Deutschland knapp wurden.

1900 anlässlich der Pariser Weltausstellung erhält Jacques Schiesser den "Grand Prix" für Innovation der patentamtlich geschützten Spezialitäten des Hauses wie "Flechttrikot", "Damasttrikot", "Abhärtungswäsche aus Ramieleinen" und "Längsstreifen-Trikotagen".

Die Tagesproduktion des Unternehmens beläuft sich auf 12000 Stück. Dies entspricht zum damailigen Zeitpunkt rund 80% der Produktion des weltweiten Exportmarktes.

Um 1900 werden rund 1000 Mitarbeiter und über 300 Heimarbeiterinnen beschäftigt. Das Unternehmen verfügt über eigene Bleicherei, Färberei und Appretur. In der Radolfzeller Johannisstraße wird ein vierstöckiges Firmengebäude erbaut.

Während des 1. Weltkriegs stellt Schiesser seine Produktion situationsbedingt auf Heeresbedarf um. Durch den Krieg werden wichtige Exportmärkte abgeschnitten.
Aufgrund der schwierigen Rohstoffbeschaffung wird versucht, Gewebe und Gewirke aus Brennnesselfasern und Papiergarnen herzustellen.

Zum Ende des 1. Weltkrieges 1918 schrumpft die Belegschaft auf 360.

1922 endet die Durststrecke: Schiesser kann wieder 800 Angestellten einen Arbeitsplatz bieten.

Aufgrund der Inflation im Zuge der Weltwirtschaftskrise müssen im Jahr 1923 Teile des Unternehmens geschlossen werden. Die Mitarbeiterzahl sinkt auf 500.

1929 wird aus Mangel an Aufträgen auf Kurzarbeit umgestellt. Weitere Entlassungen sind unvermeidlich.

1930-1931 werden die Zweigniederlassungen in Engen und Stockach stillgelegt.

Kurz vor dem Zusammenbruch des Unternehmens im Jahre 1932 erhält Schiesser Hilfe aus der Schweiz. Ein mühsamer Wiederaufbau beginnt.

1933 bahnt sich ein wirtschaftlichen Aufschwung an. Die Radolfzeller Kinderwäschefabrik, die "Leibchenfabrik", wird übernommen. Die Belegschaft wächst auf auf 600 Mitarbeiter.

Im Zuge des 2. Weltkrieges wächst die Belegschaft weiter auf 1100 an. Der Verlauf des Kriegsgeschehens bringt einschneidende Umstellungen, Notprogramme und schließlich Kriegsfertigungen. Die etablierte "Schiesser-Mode" fällt dem Krieg zum Opfer.

In den Nachkriegsjahren kommt es beinahe zum Produktionsausfall aufgrund von Rohstoffmangel. Die Mitarbeiterzahl schrumpft auf 500. Das durch Bomben beschädigte Werk in Stockauch wird wiederaufgebaut... Und zwar mit 160 Tonnen Schrott in Form von alten Nähmaschinen.

Im Jahre 1950 beginnt ein Boom: Die Jahresproduktion beläuft sich auf 2,7 Mio. Stück Trikotwaren mit einem Jahresumsatz von nahezu 13 Mio. DM. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter. In Engen wird ein neues Werk eingerichtet, in Mimmenhausen und Rielasingen werden Filialen gegründet.

1962 wird eine weitere Filiale in Neustadt im Schwarzwald eröffnet. Darüber hinaus erfolgt der Aufbau von neuen Produktionsstätten in der Schweiz und Griechenland.

1971 wagt Schiesser den Sprung in die Gesamtbekleidung: Nach dem Erwerb der Unternehmen Standop GmbH, sowie der Hudson-Textil Werke avanciert die Marke zum Marktführer im Bereich der bedruckten Maschenstoffe.

1975 – Hundertjähriges Bestehen
Das Unternehmen kann auf 14 Jahre ununterbrochene Expansion zurück blicken. Es werden 38 Mio. Wäschestücke im Jahr produziert. Der Jahresumsatz beträgt 437 Mio. DM.

Anfang der 1990er Jahre
Durch die wirtschaftlichen Folgen der deutschen Einheit und die damit verbundene Erschließung neuer Märkte, begann ein Umsatzwachstum auf 555 Mio. DM. Diese Präsenz breitete sich bis heute auf über 30 Länder aus.

Heute konzentriert sich die Zentrale am Bodensee mehr und mehr auf Marketing- und Vertriebs­aktivitäten sowie Produktentwicklung und Innovationen und sorgt für traditionelle Nähe zu den Märkten. Als Marktführer der deutschen Wäschespezialisten zählt das Unternehmen über 6500 Händler zu seinen Kunden.

Trotz des im Jahre 2009 angemeldeten Insolvenzverfahrens kann das Unternehmen auf eine gute Geschäftsentwicklung in der Insolvenz zurückblicken. Der Verkauf der Marke steht unmittelbar bevor.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

OHB Thalheim e.K. Inh. Jürgen Bernhardt
Friedrichstraße 26 b
09380 Thalheim
Tel.: 03721/257438
eMail:
www.underwear-shopping.de

Das Einzelunternehmen OHB Thalheim e.K. hat seinen Schwerpunkt im eCommerce. Seit 2006 betreibt die Firma mehrere Onlineshops für Unterwäsche und Pflegemittel. Neben dem Onlinehandel im eigenen Haus werden auch Dienstleistungen für Fremdfirmen in Form von Suchmaschinenoptimierung und Online-Marketing übernommen.

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