22.03.2010 - 09:13 - Energie & Umwelt

„Sauberes Wasser für eine gesunde Welt“ - Trinkwasseraufbereitung mit UV-Strahlern von Heraeus Noblelight

Pressemitteilung von: Heraeus Noblelight

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Trinkwasseraufbereitung mit UV-Technologie, denn sauberes Trinkwasser ist Vertrauenssache. (Bild: Heraeus Noblelight GmbH)
• Weltwassertag am 22.März – neue Herausforderungen für Trinkwasseraufbereitung
• Nachhaltige Erhaltung der Wasserqualität mit
Advanced Oxidation
• UV-Reinigung vor 100 Jahren und heute

„Sauberes Wasser für eine gesunde Welt“ - Das Thema des Welt-wassertages, einer UN-Kampagne die jährlich am 22. März durchgeführt wird, ist in diesem Jahr der Qualität unseres Wassers gewidmet. Damit das Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen geeignet ist, muss es hinsichtlich chemischer Inhaltsstoffe und mikrobiologischer Beschaffenheit hohe Anforderungen erfüllen. Es muss frei sein von Mikroorganismen und chemischen Stoffen, die Krankheiten verursa-chen können. Dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt die Tatsache, dass allein in Amerika in mehr als 46 Millionen Haushalten Rückstände von Medikamenten und Schadstoffen im Trinkwasser nachgewiesen wurden.
Die Behandlung von Trinkwasser mit UV-Strahlung ist eine etablierte und umweltfreundliche Methode, vor allem aber ein sehr wirksamer physikali-scher Prozess, um Wasser zuverlässig zu desinfizieren. Das energiereiche Licht im Wellenlängenbereich um 254 Nanometer (UVC-Strahlung) zerstört das Erbgut und inaktiviert in Sekunden die Zellen der im Wasser befindli-chen Krankheitserreger. Ultraviolettes Licht wirkt insbesondere auch bei Parasiten, die gegen Chlor resistent sind. Da die Reinigung mit Ultraviolet-ter Strahlung ohne Chemikalien erfolgt und keine chemischen Rückstände entstehen, wird die Qualität des Trinkwassers weder geschmacklich noch im Geruch beeinträchtigt. Zunehmend werden jedoch Rückstände von Medikamenten, Hormonen, Pestiziden und Unkrautbekämpfungsmitteln zum Problem des sauberen Trinkwassers und stellen die Trinkwasserauf-bereitung vor neue Herausforderungen. Sehr komplex aufgebaute Moleküle von Pharmazeutika wie Steroide oder Antibiotika und Schadstoffen gilt es zu zerstören und unschädlich zu machen.

Wasseraufbereitung mit „Advanced Oxidation“
Bei dem Verfahren der „Advanced Oxidation“ (Erweiterte Oxidation) ermög-licht Ultraviolette-Strahlung darüber hinaus Schadstoffe im Wasser abzu-bauen. Anders als bei der Wasserentkeimung wird bei diesem Prozess zusätzlich die UV-Strahlung im Bereich unter 250 Nanometer genutzt. Durch dieses noch energiereichere Licht werden biologisch schwer oder nicht abbaubare Stoffe im Wasser zersetzt, chemische Verbindungen auf-gebrochen und unwirksam gemacht. Der Advanced Oxidation Prozess erfolgt mit UV-Bestrahlung und einer Kombination aus Ozon beziehungs-weise Wasserstoffperoxid oder beiden.

Die Thematik des Schadstoffgehaltes im Trinkwasser steht noch am An-fang. Klare gesetzliche Grenzwertrichtlinien für den Schadstoffgehalt im Wasser fehlen. Der Eintrag von Schadstoffen, wie zum Beispiel Chemika-lien, Pharmazeutika oder Düngemitteln nimmt stark zu und gefährdet die Qualität des Trinkwassers. Die Wasserqualität zu erhalten wird damit zu einer Herausforderung. Dennoch wird der Wasseraufbereitungsprozess mit Advanced Oxidation bereits vereinzelt erfolgreich eingesetzt. Das größte und modernste Wasserwerk in den Niederlanden, PWN in Andijk bei-spielsweise setzt nicht mehr nur UV-Anlagen zur Desinfektion von Trink-wasser ein, sondern führt zusätzliche Prozesse mit Advanced Oxidation ein, um Schadstoffe im Wasser abzubauen. Etwa 25 Millionen Kubikmeter verschmutztes Wasser werden hier jährlich gesäubert. Das Wasserwerk am Ijsselmeer versorgt bereits seit 1953 etwa 1 Millionen Menschen im Umkreis von bis zu 100 km mit sauberem Trinkwasser.

100 Jahre UV-Reinigung
Die Geschichte der UV-Reinigung geht bereits 100 Jahre zurück. Die erste patentierte Reinigung mit UV-Licht erfolgte in Frankreich im Jahre 1910 mit Hilfe von Quarzglaslampen – einer Entwicklung, die auf den Heraeus-Chefentwickler Richard Küch (1860 – 1915) aus dem Jahre 1904 zurück-geht. In 100 Jahren hat sich viel verändert. „Die Herausforderungen bei UV-Lampen bestehen heute darin, den Wirkungsgrad und die Lebensdauer der Lampen deutlich zu erhöhen“, so Dr. Sven Schalk, Bereichsleiter des Geschäftsbereiches UV Prozesstechnik der Heraeus Noblelight.
Der Hersteller von Speziallichtquellen hat für die Trinkwasseraufbereitung innovative Hochleistungs-Amalgam-Lampen entwickelt, die bis zu 16.000 Betriebsstunden mit nahezu konstanter UV-Ausgangsleistung betrieben werden können. Dank der innovativen Longlife-Beschichtung erreichen diese Lampen die doppelte Lebensdauer im Vergleich zu konventionellen Standard-Niederdrucklampen. Die spezielle Beschichtung wird auf die In-nenseite des die Lampe umhüllenden Quarzglases aufgebracht. Der Alte-rungsprozess der Lampe wird damit deutlich verringert. „Mit der neuen Beschichtung ist es uns gelungen, den bei herkömmlichen UV-Lampen störenden Transmissionsverlust des Quarzglases extrem zu verringern und eine nahezu gleichbleibende Entkeimungswirkung über die gesamte Le-bensdauer zu erreichen“, beschreibt Schalk die Weiterentwicklung der Lampen.

Lange Lebensdauer und höhere UV-Leistung sind für den Anlagenbauer von Vorteil. Er benötigt weniger Lampen bei der Auslegung von Entkei-mungsanlagen. Das bedeutet ein erhebliches Einsparpotenzial in Lampen-anzahl, Anlagenkomponenten, Energiebedarf und Servicekosten.
Wasseraufbereitungsprozesse mit UV-Technologie sind nicht nur umwelt-freundlich sondern eröffnen Zukunftsperspektiven die Trinkwasserqualität nachhaltig zu gewährleisten.

UV Licht ist vielseitig in der Anwendung – es kann zur Behandlung von Wasser, Luft und Oberflächen genutzt werden. Trinkwasserbehandlung in Wasserwerken, Abwasserbehandlung in Kläranlagen, Prozesswasserbe-handlung in der Industrie oder die Behandlung von Ballastwasser in Schif-fen sind umweltfreundlich Anwendungen mit Ultraviolett-Technologie in der Wasserindustrie.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Heraeus Noblelight GmbH
Heraeusstraße 12-14
D-63450 Hanau
www.heraeus-noblelight.com

Vertrieb: Volker Adam
Tel +49 6181 35-9925
E-Mail

Presse: Juliane Henze
Tel +49 6181 35-8539
E-Mail

Heraeus Noblelight GmbH mit Sitz in Hanau, mit Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich, China, Australien und Puerto Rico, gehört weltweit zu den Markt- und Technologieführern bei der Herstellung von Speziallichtquellen. Heraeus Noblelight wies 2008 einen Jahresumsatz von 92,5 Millionen € auf und beschäftigte weltweit 735 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Infrarot- und Ultraviolett-Strahler für Anwendungen in industrieller Produktion, Umweltschutz, Medi-zin und Kosmetik, Forschung und analytischen Messverfahren.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen mit über 155-jähriger Tradition. Unsere Geschäftsfelder umfassen die Bereiche Edelmetalle, Sensoren, Dentalprodukte, Biomaterialien, Quarzglas und Speziallichtquellen. Mit einem Produktumsatz von rund 3 Mrd. € und einem Edelmetallhandelsum-satz von 13 Mrd. € sowie weltweit knapp 13000 Mitarbeitern in über mehr als 110 Gesellschaften hat Heraeus eine führende Position auf seinen glo-balen Absatzmärkten.

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