19.03.2010 - 08:22 - Kunst & Kultur

Ulrich Blumenbach erhält Preis der Leipziger Buchmesse 2010 für die Übersetzung von "Unendlicher Spaß"

Pressemitteilung von: Verlag Kiepenheuer & Witsch

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Es muss eine unendliche Mühe gewesen sein, aus dem Jahrhundertroman "Infinite Jest" von David Foster Wallace einen angemessenen deutschsprachigen Roman namens “Unendlicher Spaß” zu machen. 1996 erschien "Infinite Jest" in den USA und machte David Foster Wallace über Nacht zum Superstar der Literaturszene. Sechs Jahre lang hat Ulrich Blumenbach an der Übersetzung von Wallaces Opus magnum gearbeitet, dem größten Übersetzungsprojekt in der Geschichte des Verlags Kiepenheuer & Witsch. 2009 erschien dann die deutsche Übersetzung "Unendlicher Spaß", bis heute sind von dem 1552 Seiten starken Kultroman 70.000 Exemplare verkauft worden.

Die Mühe hat sich also gelohnt: Nachdem Ulrich Blumenbach 2009 für seine kongeniale Übertragung bereits den renommierten Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis erhielt, gewinnt er nun den Preis der Leipziger Buchmesse 2010 in der Kategorie Übersetzung.

Die Jury des Leipziger Buchpreises befindet: »Nicht allein der Umfang, sondern vor allem die sprachliche Kreativität, die Themenvielfalt, die treffsichere Gesellschaftskritik sowie der Humor machen den Roman zum Meilenstein der amerikanischen Literatur. Ulrich Blumenbach ist in jahrelanger Arbeit in den Kosmos des Romans eingetaucht und hat sich der titanischen Aufgabe einer sprachlichen Übertragung ins Deutsche gestellt. Ob seitenlange verschachtelte Sätze, die wissenschaftliche Fachsprache eines Professors, der schnodderige Slang eines Kleinkriminellen, Neologismen, Wortspiele oder falscher Sprachgebrauch, den Foster Wallace seinen Figuren in den Mund gelegt hat, Blumenbach hat alle Herausforderungen, die das opus magnum an den Übersetzer stellt, mit einem untrüglichen Sinn für die Ebenen der Sprache, mutig und eigenwillig, dabei werktreu gemeistert.«


Ulrich Blumenbach ist 1964 in Hannover geboren, studierte Anglistik, Germanistik und Geschichte in Münster, Sheffield und Berlin. Er hat u.a. James Joyce, Stephen Fry, Arthur Miller, Will Self und Agatha Christie ins Deutsche übertragen. Zusammen mit Fritz Senn leitet er das Zürcher Übersetzertreffen, lehrt Literarisches Übersetzen an der Universität Düsseldorf und sitzt im Vorstand des Deutschen Übersetzerfonds. Blumenbach erhielt für die Übertragung des knapp 1600-seitigen Mammutwerks Infinite Jest 2009 auch den Hieronymusring für besondere Leistungen in der literarischen Übersetzung, der ebenfalls von der Heinrich-Maria-Rowohlt-Ledig-Stiftung gestiftet wird.

Zum Roman und zum Weblog: www.kiwi-verlag.de/36-0-buch.htm?isbn=9783462041125

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Autor/Kontakt:

Marco Verhülsdonk
Leitung Onlinekommunikation
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co KG
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
www.kiwi-verlag.de

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch – gegründet 1951 – ist ein deutscher Publikumsverlag, der kritische und populäre Sachbücher sowie literarische Werke von renommierten ebenso wie von jungen Schriftstellern publiziert. Derzeit werden die Werke von über 230 Autoren verlegt. Seit 1982 hat der Verlag eine eigene Taschenbuch-Reihe, die KiWi-Paperbacks, und seit 2000 als Regional-Imprint »KiWi Köln«, eine auf Bücher aus und über das Rheinland spezialisierte Reihe. Das größte editorische Unternehmen der Verlagsgeschichte ist die 2002 begonnene und auf 27 Bände konzipierte, textkritische und kommentierte Kölner Ausgabe der Werke Heinrich Bölls.

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