18.03.2010 - 16:59 - Medien & Telekommunikation

Das Ende des Kabelmonopols

Pressemitteilung von: BUGLAS - Bundesverband Glasfaseranschluss e.V.
PR Agentur: K1 Gesellschaft für Kommunikation mbH

BUGLAS-Unternehmen sehen sich gut gerüstet für TV-Wettbewerb

Die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Glasfaseranschluss (BUGLAS) reagieren gelassen auf den bevorstehenden Börsengang von Kabel Deutschland (KDG). Schließlich würden die BUGLAS-Unternehmen mit dem breitflächigen Roll-Out von Glasfasernetzen bis in die Wohngebäude (FttB) oder gar Wohnungen (FttH) die infrastrukturellen Voraussetzungen schaffen, um selbst massiv in den Wettbewerb um die TV-Versorgung der deutschen Wohnungswirtschaft einzusteigen. War dieses Geschäft bislang den klassischen Kabelnetzbetreibern wie Kabel Deutschland vorbehalten, so stehe den Glasfaserbetreibern nun die optimale Infrastruktur für ein Dienstepaket mit maximaler Leistungsfähigkeit zur Verfügung.

„Die Kunden werden von dem zunehmenden Wettbewerb bei der TV-Versorgung durch ein vielfältiges Angebot und die hohe Übertragungsqualität der Glasfaseranbieter profitieren“, sagt BUGLAS-Präsident Dr. Hans Konle. „Die Zeiten der Beherrschung des TV-Marktes durch die aus dem ehemaligen Monopol hervorgegangenen Kabelnetzbetreiber sollten damit endgültig der Vergangenheit angehören.“ Dies gelte insbesondere dann, wenn – wie in den Verlautbarungen zum Börsengang von Kabel Deutschland avisiert – die Verkaufserlöse nicht in die Netzinfrastrukur reinvestiert werden sollten.

Demgegenüber haben die im BUGLAS organisierten Stadtwerke und ihre TK-Tochterunternehmen wie NetCologne, M-net oder wilhelm.tel allein bis Ende 2009 bereits 265 Millionen Euro in den glasfaserbasierten Breitbandausbau investiert. Bis zum Jahr 2014 werden mehr als eine Milliarde Euro durch BUGLAS-Unternehmen in den Aufbau hochleistungsfähiger Glasfasernetze investiert worden sein. Die neuen Datenautobahnen stehen dabei im Rahmen von Open-Access-Modellen jedem beliebigen Diensteanbieter diskriminierungsfrei zur Verfügung.

„Dadurch ist eine hohe Auslastung im Sinne der Wirtschaftlichkeit als auch eine breite Akzeptanz im Wholesale-Markt sichergestellt. Wer Fernsehprogramme und mediale Inhalte zu den Verbrauchern transportieren möchte, ist nun nicht mehr auf das Wohlwollen der De facto-TV-Monopolisten oder kupferbasierte Accesslösungen angewiesen", so Konle.

Gleichermaßen im Sinne einer Öffnung des TV-Marktes sowie eines kostenoptimierten und breitflächigen Glasfaser-Roll-Outs erwartet der BUGLAS im Rahmen der aktuellen TKG-Novellierung einen gesetzlichen Zugangsanspruch für die Gebäudeeinführung von Glasfaser. Damit sollen prohibitive Exklusivitätsvereinbarungen zugunsten klassischer Kabelnetzbetreiber der Vergangenheit angehören.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Benedikt Kind
Geschäftsführer
Am Coloneum 9
50829 Köln
Tel.: 0221 – 222 560 87
Fax: 0221 – 222 560 88
E-Mail:
www.buglas.de

Über den Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS):
Der Bundesverband Glasfaseranschluss e.V. (BUGLAS) mit Sitz in Köln fordert wachstums- und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen für die Verbreitung von Breitband-Glasfaseranschlüssen (FttB und FttH) mit einer Geschwindigkeit von mind. 100 Mbit/s für Privat- und Geschäftskunden in Deutschland. Der Verband tritt dafür ein, dass wirtschaftliche und ordnungspolitische Anreize gesetzt und verstärkt werden, damit der Ausbau von glasfaserbasierten Anschlüssen voranschreitet. Zu den aktuell 21 Mitgliedsunternehmen zählen u.a. NetCologne (Köln), M-net (München), wilhelm.tel (Norderstedt), willy.tel (Hamburg), Stadtwerke Schwerte (Schwerte), Heli Net (Hamm), NetAachen (Aachen), VSE NET (Saarbrücken), HL Komm (Leipzig), R-Kom (Regensburg), TMR (Bochum), MDCC (Magdeburg) und SWU TeleNet (Ulm). Sie planen bis 2014 über 1,5 Mio. Haushalte mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen.

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