MBA Konferenz 2010 mit Schwerpunkt Transparenz: Die Wirtschaft braucht ein europäisches Management-Modell

Pressemitteilung von: SWOP. Medien und Konferenzen

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MBA Konferenz 2010 am Hauptsitz des DSGV in Berlin
Die internationale Finanzmarktkrise ist auch eine Krise des Marktes für Executive Education. Das ist ein Ergebnis der MBA Konferenz 2010. So berichtete Moderator Axel Gloger, MBA-Experte und Chefredakteur des Trendletters, dass seit 2006 eine starke Konsolidierung des MBA-Marktes im deutschsprachigen Europa stattgefunden habe. Der Einstellungsstopp in vielen Unternehmen führe dazu, dass die Nachfrage nach Führungskräften zurückgehe. Dies habe zur Folge, dass die Teilnehmerzahlen von MBA-Programmen stagnierten. Auch die zunehmende Konkurrenz durch neue Abschlüsse wie den Executive Master setze den MBA-Anbietern zu.

Für Prof. Dr. Joachim Schwalbach, Leiter des Instituts für Management an der Humboldt-Universität zu Berlin, liegen die Ursachen der Krise in kurzfristigem Shareholder Value-Denken und einer unzureichenden Vermittlung von Werten in der Aus- und Weiterbildung. Er forderte, dass Nachhaltigkeit und Werteorientierung eine fächerübergreifende Querschnittsfunktion in der Ausbildung haben müssten. Insbesondere solle die Stakeholder-Theorie in den Mittelpunkt treten, wonach Unternehmen nicht nur auf finanziellen Erfolg, sondern auch auf ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft verpflichtet sind. Schwalbach empfahl den „ehrbaren Kaufmann“ und die „Principles for Responsible Management Education“ als wichtige Leitbilder für die Ausbildung von Führungskräften.

„Wirtschaftlicher Erfolg und moralisches Handeln bedingen eine nachhaltige Unternehmensentwicklung“, so die Überzeugung von Otto Geiss, der bei der Fraport AG den Zentralbereich Revision leitet. Dabei müssten die Führungskräfte als Vorbilder agieren und glaubhaft ihren Einsatz für Compliance unter Beweis stellen: „Der CEO ist dafür verantwortlich, dass Recht und Gesetz im Unternehmen eingehalten werden.“ Geiss sprach sich dafür aus, bestimmte Werte in die Zielvereinbarungen der Mitarbeiter aufzunehmen, um die Werteorientierung so besser im Unternehmen zu verankern.

Heinz Dürr, deutsche Unternehmerlegende, Ex-Bahn-Chef, heute Stifter und Aufsichtsratsvorsitzender der Dürr AG, vertrat leidenschaftlich die Überzeugung, dass Unternehmen immer eine gesellschaftliche Verantwortung tragen: „Hauptzweck von Unternehmen ist nicht der Gewinn, sondern die Herstellung von Produkten und die Beschäftigung von Menschen.“ Dürr wandte sich gegen eine zu stark kapitalmarktgetriebene Wirtschaft, die „irreal“ sei. Er unterstrich die große Bedeutung von Familienunternehmen, die in der Regel verantwortungsbewusst arbeiteten.

Dieser Auffassung schloss sich Prof. Dr. Felix Brodbeck an, Inhaber des Lehrstuhls für Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Brodbeck forderte die deutschen Business Schools auf, sich von der angelsächsischen Wirtschaftskultur zu emanzipieren. Sie sollten zwar über den Tellerrand blicken, die angelsächsischen Modelle jedoch selbstbewusst prüfen und einen eigenen europäischen Führungsstil entwickeln. Nach Ansicht von Brodbeck ist Führen immer werteorientiert; man müsse nur transparent machen, an welchen Werten sich das Führungspersonal orientiert.

Weitere Schwerpunkte der Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops auf der MBA Konferenz 2010 waren unter anderem die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Business Schools bei der Management-Ausbildung, Prinzipien für erfolgreiche und zukunftsträchtige Führungsstile und lebenslanges Lernen. Im MBA Magazin, das mit einer Auflage von 4.000 Exemplaren zur Konferenz erschien, vertiefen bekannte Autoren wie Prof. Heike Bruch, Direktorin des Instituts für Führung und Personalmanagement an der Universität St.Gallen, die Themen der Konferenz. Das Magazin ist beim Veranstalter erhältlich.

Die MBA Konferenz wurde 2006 ins Leben gerufen. Ziel ist es, Business Schools und Unternehmen aus dem deutschsprachigen Europa in der angelsächsisch geprägten „MBA-Welt“ eine Plattform für den gegenseitigen Austausch zu bieten. Veranstalter ist das Berliner Unternehmen SWOP. Medien und Konferenzen, das sich auf Dienstleistungen im Bildungsbereich spezialisiert hat.

Als Partner der MBA Konferenz 2010 konnte SWOP den Deutschen Sparkassen- und Giroverband, die Fraport AG, Quacquarelli Symonds Ltd. und die SemiGator AG gewinnen. Als Akademische Partner brachten die Donau Universität Krems, die Fachhochschule Frankfurt am Main, die Hertie School of Governance, die Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule München, das IMB Institute for Management Berlin der Hochschule für Wirtschaft und Recht und die Leuphana Universität Lüneburg ihre Business School-Expertise ein. Adobe und reflact unterstützten die Konferenz als Technologiepartner mit einer Live-Übertragung der Vorträge ins Internet. Eine Projektpräsentation wurde von TATA Interactive Systems durchgeführt. Medienpartner waren das Personaler-Netzwerk HRM.DE und das Magazin wirtschaft + weiterbildung. Weitere Unterstützung erhielt die MBA Konferenz vom Zeitverlag, der Bertelsmann Stiftung, dem Deutschen Führungskräfteverband ULA sowie der Heinz und Heide Dürr Stiftung.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Sven Nagel
SWOP. Medien und Konferenzen
Ziegelstraße 29
10117 Berlin
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Menschen zusammenbringen, Wissen vermitteln, zur Wertschöpfung beitragen – das sind die Ziele von SWOP. Dazu konzipieren, veranstalten und organisieren wir seit 2006 bekannte und erfolgreiche Konferenz-Formate und -Reihen wie die MBA Konferenz, die Master Konferenz, die Buch Digitale und die Veranstaltungen aus der Reihe Praxisforum Personal.

Die konsequent anwendungsorientierten Veranstaltungen von SWOP. exchange bringen herausragende Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, fördern den Transfer von praktisch anwendbarem Wissen, veranschaulichen Erfolgsbeispiele und helfen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, informelle Netzwerke zu bilden.

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