16.03.2010 - 08:39 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Frauenquote bei der Telekom: Initiatorin der Nürnberger Resolution fordert Taten statt Versprechen
Pressemitteilung von: Nürnberger Resolution
Nürnberg, 15. März 2010 – „Die Telekom ist nicht das erste große Unternehmen, das freiwillig eine Frauenquote für Führungspositionen ankündigt“, kommentiert Martine Herpers, Initiatorin der Nürnberger Resolution für mehr Frauen in Aufsichtsräten, das Vorhaben der Telekom, bis Ende 2015 mindestens 30 Prozent der Posten im oberen und mittleren Management mit Frauen zu besetzen. „Geblieben sind davon meist nur wohlklingende Programme ohne nachhaltige Wirkung.“ Als Pionier könne sich ein Unternehmen erst bezeichnen, wenn es die angekündigten Ziele tatsächlich erreicht habe, so die promovierte Informatikerin.
Die gut gemeinten Initiativen scheiterten zum Schluss leider immer wieder an der immer noch sehr wirksamen gläsernen Decke, die meist mit dem Argument ende, dass es keine Frauen gebe, die sich für die Führungsjobs bewerben. Martine Herpers plädiert deshalb für gesetzliche Maßnahmen: „Der einzige Weg zu mehr Frauen in Führungspositionen ist eine gesetzlich verankerte Quote – und zwar jetzt und nicht erst in fünf Jahren.“ Denn nur wenn die gesamte Gesellschaft auch Frauen als führungsstark und kompetent anerkenne, könne das mittlere Management nicht mehr so leicht an den vielen qualifizierten Frauen vorbeischauen.
Wichtig für die Durchsetzung solcher Maßnahmen seien finanzielle Druckmittel, denn die Erfahrung zeige, dass nur sie eine Veränderung effektiv herbeiführen könnten. Auch wenn Telekom-Chef René Obermann erkannt habe, dass mehr Frauen eine Notwendigkeit für sein Unternehmen sind ("Mit mehr Frauen werden wir einfach besser"), werden diese Ziele in der täglichen Arbeit bei den Führungskräften womöglich schnell unter den Tisch fallen, wenn die Quote nicht mit konkreten bonuswirksamen Zielvorgaben verbunden wird. „Nur so werden aus einem Versprechen tatsächliche Fortschritte“, so Herpers in Nürnberg
Die Nürnberger Resolution fordert entsprechend dem norwegischen Vorbild eine gesetzliche und mit Sanktionen abgesicherte Quote von 40 Prozent Frauen und Männer für Aufsichtsräte. In diesen Führungsgremien wären Frauen sichtbare Rollenmodelle. Festgefahrene Denkmuster bei Entscheidungsträgern ließen sich so leichter überwinden.
Weitere Informationen und zahlreiche Links zum Thema erhalten Interessierte unter www.nuernberger-resolution.de.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Dr. Martine Herpers
Initiatorin der Nürnberger Resolution
Herzogenaurach

Tel. 0163 704 73 38
Claudia Specht
Pressesprecherin
Nürnberg

Tel. 0175 240 28 52
Hintergrund
Die Nürnberger Resolution entstand im Oktober 2008 aus einer Initiative von Fach- und Führungskräften aus der Metropolregion Nürnberg, wird inzwischen aber auch von Aktionsbündnissen in anderen Regionen Deutschland unterstützt. In der Resolution wird die Bundesregierung aufgefordert, entsprechend dem norwegischen Vorbild Unternehmen gesetzlich zu verpflichten, die Zahl der Frauen in den Aufsichtsräten zu erhöhen. Außerdem setzt sich die Initiative ein für die Formulierung von Qualitätsstandards für Aufsichtsratsmitglieder und eine allgemeine Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft. Die UnterzeichnerInnen der Nürnberger Resolution sehen die Umsetzung ihrer Forderung als einen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen in einer globalisierten Wirtschaft.
Die gut gemeinten Initiativen scheiterten zum Schluss leider immer wieder an der immer noch sehr wirksamen gläsernen Decke, die meist mit dem Argument ende, dass es keine Frauen gebe, die sich für die Führungsjobs bewerben. Martine Herpers plädiert deshalb für gesetzliche Maßnahmen: „Der einzige Weg zu mehr Frauen in Führungspositionen ist eine gesetzlich verankerte Quote – und zwar jetzt und nicht erst in fünf Jahren.“ Denn nur wenn die gesamte Gesellschaft auch Frauen als führungsstark und kompetent anerkenne, könne das mittlere Management nicht mehr so leicht an den vielen qualifizierten Frauen vorbeischauen.
Wichtig für die Durchsetzung solcher Maßnahmen seien finanzielle Druckmittel, denn die Erfahrung zeige, dass nur sie eine Veränderung effektiv herbeiführen könnten. Auch wenn Telekom-Chef René Obermann erkannt habe, dass mehr Frauen eine Notwendigkeit für sein Unternehmen sind ("Mit mehr Frauen werden wir einfach besser"), werden diese Ziele in der täglichen Arbeit bei den Führungskräften womöglich schnell unter den Tisch fallen, wenn die Quote nicht mit konkreten bonuswirksamen Zielvorgaben verbunden wird. „Nur so werden aus einem Versprechen tatsächliche Fortschritte“, so Herpers in Nürnberg
Die Nürnberger Resolution fordert entsprechend dem norwegischen Vorbild eine gesetzliche und mit Sanktionen abgesicherte Quote von 40 Prozent Frauen und Männer für Aufsichtsräte. In diesen Führungsgremien wären Frauen sichtbare Rollenmodelle. Festgefahrene Denkmuster bei Entscheidungsträgern ließen sich so leichter überwinden.
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Die Nürnberger Resolution entstand im Oktober 2008 aus einer Initiative von Fach- und Führungskräften aus der Metropolregion Nürnberg, wird inzwischen aber auch von Aktionsbündnissen in anderen Regionen Deutschland unterstützt. In der Resolution wird die Bundesregierung aufgefordert, entsprechend dem norwegischen Vorbild Unternehmen gesetzlich zu verpflichten, die Zahl der Frauen in den Aufsichtsräten zu erhöhen. Außerdem setzt sich die Initiative ein für die Formulierung von Qualitätsstandards für Aufsichtsratsmitglieder und eine allgemeine Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft. Die UnterzeichnerInnen der Nürnberger Resolution sehen die Umsetzung ihrer Forderung als einen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen in einer globalisierten Wirtschaft.
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