16.03.2010 - 08:18 - Freizeit, Buntes, Vermischtes
Osterglocken läuten den Frühling ein
Pressemitteilung von: BdFPR Agentur: SCHWIND.pr

Narzissen gehören in den Wochen um Ostern zu den unverzichtbaren blühenden Frühlingsboten. Foto: BdF
Aber nicht nur die Narzissen als Osterglocken, sondern zum Beispiel auch farbenprächtige Krokusse in Lila, Weiß oder Gelb prägen das Bild der Friedhöfe im Frühjahr. Der gelbe Krokus ist ein Symbol der Sonne und vermittelt Wärme und Hoffnung. Auf Grund seiner kurzen Blütezeit ist er aber auch Sinnbild des kurzen Lebens, der Vergänglichkeit und der Wiedergeburt. Die helle Narbe im Inneren des Krokus steht für das Licht. „Er ist sehr robust und variantenreich. Es gibt über 60 Arten und allesamt sind äußerst farbenfroh. In der christlichen Literatur ist der Krokus ein Symbol des Goldes und damit zugleich der höchsten Tugend und Liebe“, sagt Lüder Nobbmann, Experte für Symbolpflanzen und Vorsitzender des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF). Gerade Zwiebelblumen wie der Krokus sind typisch für die erste Jahreszeit.
Tausendschön und Vergissmeinnicht
Es gibt aber noch viele andere Pflanzen, mit denen man auf dem Grab Frühlingsakzente setzen kann. Zu ihnen gehört das Gänseblümchen auch Tausendschön genannt. Obgleich es nicht so farbenprächtig erscheint wie der Krokus, ist es in seiner symbolischen Bedeutung nicht minder stark. Das weiße Gänseblümchen steht für Bescheidenheit, Reinheit und Unantastbarkeit. Es ist ein Symbol der Liebe im Allgemeinen und der Mutterliebe im Speziellen.
Das oft in Märchen verwendete Vergissmeinnicht steht für Abschied in Liebe und Erinnerung. Die bläulich bis violette Farbe steht für Treue, Ferne und Beständigkeit. „Das Vergissmeinnicht ist der Inbegriff einer Verbindung, die über das Leben hinausgeht. Es drückt eine tiefe Verbundenheit zwischen den Hinterbliebenen und dem Verstorbenen aus“, weiß Lüder Nobbmann. Diese Pflanze symbolisiere sehr gut das immerwährende Band zweier sich liebender Menschen.
Welch starke Bedeutung die Pflanzensymbolik für die menschliche Seele hat, zeigt ein Ausspruch, der dem Propheten Mohammed zugeschrieben wird: „Wer zwei Brote hat, verkaufe eines und kaufe sich Narzissenblüten dafür; denn Brot ist nur dem Körper Nahrung, die Narzisse aber nährt die Seele.“
Die Mitgliedsbetriebe des BdF informieren und beraten gerne bei der Auswahl von Blumen und Pflanzen mit besonderer Symbolik – zudem bieten sie Hilfe bei der Planung und individuellen Gestaltung des Beets sowie einen Grabpflegeservice an. Dieser reicht von der saisonalen Wechselbepflanzung über die regelmäßige Säuberung der Grabfläche bis hin zu Beschnitt und Gießen der Bepflanzung.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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Der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF)
Von den bundesweit rund 7.000 Gärtnereien, die auch friedhofsgärtnerische Leistungen anbieten, machen gut 2.200 einen Umsatz von über 50% mit der Friedhofsgärtnerei. Sie sind über die 16 Landesfachgruppen der einzelnen Gartenbau-Landesverbände im Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) zusammengeschlossen. Gut 4.000 Friedhofsgärtnereien sind mittlerweile als Dauergrabpflege-Vertragsgärtner einer der regionalen Treuhandstellen für Dauergrabpflege oder als Mitglied einer der Friedhofsgärtner-Genossenschaften tätig. Die 25 bundesweit verteilten Friedhofsgärtner-Genossenschaften und Treuhandstellen für Dauergrabpflege sind wichtige Ansprechpartner für Friedhofsverwaltungen, Notare, Nachlasspfleger etc. Sie haben sich in der Arbeitsgemeinschaft Friedhofsgärtner-Genossenschaften und Treuhandstellen (ARGE) zusammengeschlossen und verwalten mittlerweile rund 250.000 Dauergrabpflegeverträge mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 16 Jahren. Das Ziel des Bundes deutscher Friedhofsgärtner ist in erster Linie die Sicherung der wirtschaftlichen Existenz seiner Mitgliedsbetriebe. Darüber hinaus soll im Interesse der Bevölkerung unsere über Jahrzehnte gewachsene Friedhofskultur erhalten werden, damit es auch zukünftig grüne, blühende Friedhöfe gibt, die der letzte Ruheort für die Toten und eine wichtige Begegnungsstätte für die Lebenden darstellen sowie insbesondere in Ballungsgebieten eine wichtige ökologische Funktion als Grünraum erfüllen.
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