15.03.2010 - 09:09 - Politik, Recht & Gesellschaft
Nepal inhaftiert tibetische Demonstranten ohne Gerichtsprozeß für drei Monate
Pressemitteilung von: IGFM München
Dharamsala - Mindestens 16 Exiltibeter wurden festgenommen, als sie am 10. März versuchten, die chinesische Botschaft in Kathmandu zu stürmen. Sie werden nun ohne Prozeß für 90 Tage im Gefängnis festgehalten, sagten nepalesische Regierungsbeamte.
Wie AP berichtet, wurde nach Aussage des Polizeichefs von Kathmandu diese Maßnahme vom Distriktvorsteher gemäß der Verordnung für Öffentliche Sicherheit verfügt. Die Demonstranten wurden am Tor zu der Visumsabteilung der chinesischen Botschaft aufgehalten, als sie versuchten das Tor zu durchbrechen.
Ungeachtet der Versuche der nepalesischen Regierung, sie von Demonstrationen abzuhalten, haben die Exiltibeter in Nepal am 51. Jahrestag des Volksaufstandes von 1959 gegen die Kolonialherrschaft Chinas über Tibet mit Protestaktionen daran erinnert. Eine kleine Gruppe trotzte dem Verbot, sich vor der chinesischen Botschaft in der nepalesischen Hauptstadt zu versammeln. Die Polizei schritt ein und nahm 34 Demonstranten fest, die übrigen 18 setzte sie wieder auf freien Fuß.
Im Stadtteil Boudha von Kathmandu versammelten sich etwa eintausend Tibeter unter strenger Überwachung, darunter waren viele Mönche, Nonnen und Schüler. Sie riefen Free-Tibet-Parolen und forderten ein entschiedenes Engagement der internationalen Gemeinschaft gegen die chinesische Besatzungsmacht ihres Heimatlandes. Die Polizei riegelte das Areal ab, damit die Tibeter nicht in anderen Stadtteilen ihre Proteste fortsetzen konnten.
Die Tibeter in Nepal protestierten seit 2008 regelmäßig gegen China, als die chinesisch-kommunistischen Machthaber mit militärischer Gewalt den Volksaufstand der Tibeter niederschlugen. Nach einer beträchtlichen Einflußnahme Chinas hat die nepalesische Regierung in letzter Zeit ihre Maßnahmen verschärft, um tibetischen Aktivisten die Teilnahme an friedlichen Demonstrationen unmöglich zu machen.
Wer sich der Anweisung der Regierung widersetzte, wurde von der Polizei, oftmals mit unangemessener Gewalt, gepackt und abgeführt. Die Demonstranten sahen sich regelmäßig mit ihrer Festnahme, Einschüchterung und in manchen Fällen individuellen Drohungen und willkürlicher Inhaftierung konfrontiert. Anfang der Woche verstärkte Nepal seine Kontrolle entlang seiner Nordgrenze und verbot alle Protestaktionen in der Nähe der chinesischen Botschaft.
Nepals brutaler Umgang mit den tibetischen Protestlern rief heftige internationale Kritik hervor. Die Regierung wird bezichtigt, nur auf den Druck Chinas hin mit derartiger Härte gegen die Flüchtlinge vorzugehen.
Quelle: Phayul, www.phayul.com
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München
c/o Jürgen Thierack
Rudolfstraße 1
82152 Planegg
(+49 89) 859 84 40 oder
(+49 40) 480 80 77 Angelika Mensching
www.igfm-muenchen.de
Der Auftrag der IGFM zielt auf die friedliche Verwirklichung der Menschenrechte, deklariert von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, dem Tag der Menschenrechte. Seit einigen Jahren leistet die im Jahre 1972 gegründete und seitdem anerkannt gemeinnützige Gesellschaft auch mildtätige Arbeit.
Die IGFM hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Die Arbeitsgruppe München hat Tibet als Schwerpunkt gewählt. Eine umfangreiche Sammlung von Texten zur Menschenrechtslage in Tibet steht auf unserer Website unter der Rubrik "Tibet", wir versenden auch kostenlos aktuelle Meldungen zu Tibet per e-mail. Anmeldung unter
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Wie AP berichtet, wurde nach Aussage des Polizeichefs von Kathmandu diese Maßnahme vom Distriktvorsteher gemäß der Verordnung für Öffentliche Sicherheit verfügt. Die Demonstranten wurden am Tor zu der Visumsabteilung der chinesischen Botschaft aufgehalten, als sie versuchten das Tor zu durchbrechen.
Ungeachtet der Versuche der nepalesischen Regierung, sie von Demonstrationen abzuhalten, haben die Exiltibeter in Nepal am 51. Jahrestag des Volksaufstandes von 1959 gegen die Kolonialherrschaft Chinas über Tibet mit Protestaktionen daran erinnert. Eine kleine Gruppe trotzte dem Verbot, sich vor der chinesischen Botschaft in der nepalesischen Hauptstadt zu versammeln. Die Polizei schritt ein und nahm 34 Demonstranten fest, die übrigen 18 setzte sie wieder auf freien Fuß.
Im Stadtteil Boudha von Kathmandu versammelten sich etwa eintausend Tibeter unter strenger Überwachung, darunter waren viele Mönche, Nonnen und Schüler. Sie riefen Free-Tibet-Parolen und forderten ein entschiedenes Engagement der internationalen Gemeinschaft gegen die chinesische Besatzungsmacht ihres Heimatlandes. Die Polizei riegelte das Areal ab, damit die Tibeter nicht in anderen Stadtteilen ihre Proteste fortsetzen konnten.
Die Tibeter in Nepal protestierten seit 2008 regelmäßig gegen China, als die chinesisch-kommunistischen Machthaber mit militärischer Gewalt den Volksaufstand der Tibeter niederschlugen. Nach einer beträchtlichen Einflußnahme Chinas hat die nepalesische Regierung in letzter Zeit ihre Maßnahmen verschärft, um tibetischen Aktivisten die Teilnahme an friedlichen Demonstrationen unmöglich zu machen.
Wer sich der Anweisung der Regierung widersetzte, wurde von der Polizei, oftmals mit unangemessener Gewalt, gepackt und abgeführt. Die Demonstranten sahen sich regelmäßig mit ihrer Festnahme, Einschüchterung und in manchen Fällen individuellen Drohungen und willkürlicher Inhaftierung konfrontiert. Anfang der Woche verstärkte Nepal seine Kontrolle entlang seiner Nordgrenze und verbot alle Protestaktionen in der Nähe der chinesischen Botschaft.
Nepals brutaler Umgang mit den tibetischen Protestlern rief heftige internationale Kritik hervor. Die Regierung wird bezichtigt, nur auf den Druck Chinas hin mit derartiger Härte gegen die Flüchtlinge vorzugehen.
Quelle: Phayul, www.phayul.com
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