12.03.2010 - 08:36 - Politik, Recht & Gesellschaft

Wirtschaftsrat setzt seine Symposiumsreihe „Wirtschaft und Bildung“ erfolgreich fort

Pressemitteilung von: Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Baden-Württemberg
PR Agentur: scherbaum | das redaktionsbüro

Stuttgart/Heidelberg. Der Landesverband Baden-Württemberg des Wirtschaftsrates hat seine Symposiumsreihe „Wirtschaft und Bildung“ mit einem Vortrag von Dr. h.c. Manfred Lautenschläger, Gründer und Aufsichtsrat der MLP AG, erfolgreich fortgesetzt. Unter dem Motto „Kann Deutschland Bildungsrepublik werden?“ machte Lautenschläger deutlich, welche enorme Bedeutung das Thema Bildung für die Unternehmer im Land hat.

In seiner kurzen Einführung machte Prof. Dr. Jörg Winterberg, als Geschäftsführer der SRH Hochschule in Heidelberg Gastgeber des Abends, deutlich für wie wichtig er Engagement für die Bildung erachtet: „Investitionen in Humankapital sind für die Zukunft eines Hochlohnlandes wie Deutschland essentiell.“ Hier hakte auch der Landesvorsitzende Dr. Ulrich Zeitel ein und machte deutlich, dass es auch an den Unternehmen liegt, klar zu formulieren was sie von der Bildung erwarten. „Unsere neu eingerichtete Landesfachkommission „Wirtschaft und Bildung“ wird hier noch den ein oder anderen Impuls in die Diskussion bringen.“ Zeitel machte zudem deutlich, dass ökonomisches Wissen verstärkt in die Schulen gebracht werden müsse. „Besonders das Thema Soziale Marktwirtschaft muss im Rahmen der Bildung wieder stärker in der Bildung verankert werden.“

In dieser Forderung fand Manfred Lautenschläger auch eine ideale Überleitung auf die Positionen eines Unternehmers. „Die Wirtschaftsratsinitiative „Unternehmer in die Schulen“ ist eine sehr gute Chance, mehr Praxis aus der Wirtschaft in die Schulen zu bringen. Als Schüler kann man von den Erfahrungen eines Unternehmers nur profitieren. Denn Unternehmertum kann schon im Kleinen helfen - nur lernen kann man das nicht.“ Lautenschläger machte dann deutlich welche Herausforderungen er für die Bildung in Deutschland sieht. Er kritisierte vor allem die zu starke, generelle Verschulung der Hochschulen, die die notwendige Freiheit für die Bildung einschränke. „Ein Blick über den Tellerrand kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ein gutes Bildungssystem muss viele Wege offen halten. Das gilt im Übrigen auch für die Schulen: Immer mehr Stoff in kürzerer Zeit macht unsere Schüler nicht schlauer. Gerade die G8-Reform macht deutlich, wie wichtig Nachhaltigkeit in der Bildung ist. Neben den Lehrinhalten muss aber auch die Position des Lehrers verbessert werden, denn gutes Lernen braucht Respekt vor natürlichen Autoritäten. Dazu müssen die besten Köpfe in den Beruf des Lehrers gebracht werden, und das geht nur, wenn der Lehrerberuf einer angesehensten und bestbezahltesten Berufe ist.“ Insgesamt müsse auch mehr Geld in den Bildungssektor fließen. Die bisher eingesetzten Mittel müssten auf ihre Wirksamkeit überprüft und evtl. besser eingesetzt werden.

Einen weiteren Schlüssel auf dem Weg zur Bildungsrepublik sieht Lautenschläger in der (Aus-)Bildung der Millionen Einwanderer. “Während Länder, wie etwa die USA, deutlich höhere Unternehmer- und Arbeitnehmerquoten unter ihren Einwanderern habe, hinkt Deutschland Jahrzehnte zurück. Hier hat die Politik bisher versagt.“ Generell sieht er das Klima für Gründungen und Unternehmertum in Deutschland als unterkühlt an. „Die Reformen zur Unternehmergesellschaft und im Insolvenzrecht waren ein Schritt in die richtige Richtung, aber es gibt noch viel zu tun, bis Deutschland das Unternehmersein wirklich erleichtert. Es braucht mehr als ein paar Seminare um das Unternehmertum voran zu bringen.“

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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Bernhard Feßler, Landesgeschäftsführer,
Kronprinzstraße 18, 70173 Stuttgart, Tel. 07 11/83 88 74 - 0, Fax 07 11/83 88 74 - 20,

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. ist ein bundesweit organisierter unternehmerischer Berufsverband mit rund 11.000 Mitgliedern. Der 1963 gegründete Verband bietet seinen Mitgliedern eine Plattform zur Mitgestaltung der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft Ludwig Erhards. Der Wirtschaftsrat vertritt die Interessen der unternehmerischen Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Er versteht sich als Brücke zwischen Politik und Wirtschaft - und umgekehrt. Die Finanzierung des Verbands erfolgt ausschließlich durch die Beiträge seiner Mitglieder. Neben Unternehmen sind vor allem auch unternehmerisch tätige Führungskräfte sowie selbstständige Angehörige der Freien Berufe Mitglied im Wirtschaftsrat. Der Landesverband Baden-Württemberg hat in seinen 27 Sektionen in allen Regionen des Landes rund 2.000 Mitglieder. Landesvorsitzender ist Dr. Ulrich Zeitel aus Heidelberg. Er ist darüber hinaus auch Mitglied des Präsidiums. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.wirtschaftsrat.de

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