12.03.2010 - 08:11 - Kunst & Kultur
Wege aus der Krise? - Das theaterlabor zeigt märchenhafte Politparabel im Concordia
Pressemitteilung von: theaterlabor bremen
Das theaterlabor bremen zeigt "DER SCHUHU UND DIE FLIEGENDE PRINZESSIN" von Peter Hacks.
Nachdem das theaterlabor bremen mit seiner Inszenierung von Aristophanes' "Plutos" einen spektakulären ersten Platz beim nachtkritik-Theatertreffen errungen hat, peilt die Truppe um Intendant Maik Romberg bereits das nächste aufsehenerregende Theaterereignis an.
Die zweite Produktion der Winterspielzeit beschäftigt sich mit dem umstrittenen Dramatiker, Lyriker und Essayisten Peter Hacks. Der Autor, der sich zeitlebens in kein östliches wie westliches Raster pressen ließ und sich dadurch auf beiden Seiten der Mauer unbeliebt machte, liefert in seiner märchenhaften Politparabel „DER SCHUHU UND DIE FLIEGENDE PRINZESSIN“ viel Stoff zum Nachdenken. In seiner fantastischen Figurenwelt lässt Hacks die großen Gesellschaftsentwürfe aufmarschieren und legt sie gnadenlos auf den Prüfstand. Insbesondere der Kraft der Poesie – in Gestalt der fliegenden Prinzessin – misst Hacks, der vor allem nach der Wende auch als bedeutender Lyriker in Erscheinung trat, große Bedeutung zu.
Engstirnigkeit der Gelehrten. Krieg verheert das Land, Not und Leiden allerorten. Kein Mensch kann dem Elend entrinnen, nur der Schuhu als Mensch der Zukunft durchschaut die Ränke der Obrigkeit und überwindet das Übel. Der Schuhu, ein hochintelligenter Vogelmensch, erlebt auf seinen Reisen durch die Welt viel Furchtbares: angstgesteuertes Duckmäusertum der Untertanen, absurd-menschenverachtende Eitelkeit der Herrschenden, Schließlich trifft er die flatterhaft-liebliche fliegende Prinzessin, eine schicksalshafte Begegnung – bis auch sie den süßen Versuchungen des imperialistischen Großkapitalismus erliegt und der Schuhu seine Reise allein fortsetzt. Doch was wäre ein Märchen ohne Happy End?
Die Inszenierung unter der Regie von Patrick Schimanski, der im Sommer 2009 eine überregional beachtete Aufführung von Heiner Müllers GERMANIA TOD IN BERLIN für das theaterlabor bremen erarbeitete, will herausfinden, welchen Stellenwert Hacks’ literarischer und politischer Nachlass einnimmt und ob seine marxistisch-leninistische Weltsicht Brücken zum Heute schlagen kann. Kann uns der 2003 verstorbene Dramatiker Wege aus der Krise aufzeigen?
Das Märchen für Erwachsene über Herrschaftsstrukturen, Utopien und nicht zuletzt über die Macht der Liebe und der Poesie feiert am 18. März um
19.30 Uhr im Concordia Premiere.
DER SCHUHU UND DIE FLIEGENDE PRINZESSIN
von Peter Hacks
Regie: Patrick Schimanski
Choreographie: Constantin Georgescu, David Williams
Bühnenbild: Andreas Braun - Kostüme: Andrea dos Santos Cornelius
Es spielen:
Jeannette Arndt, Sabrina Becker, Patrick O'Beirne, Julia Franzke, Carina Gerwig, Aimée Goepfert, Thomas Grabau, Julia Helbich, Kay Helfrich, Cornelia Hellbrügge, Vanida Karun, Björn Klein, Nils Machens, Sia Niskios, Jule Pater, Ronen Temerson, Marlin von Wick
Tänzerinnen: Doro Eitel, Verena Kutschera, Jasmin Peters
Weitere Vorstellungstermine: 19., 20., 25., 26. März, jeweils 19.30 Uhr – 28. März, 16 Uhr – 8., 9., 10., April, jeweils 19.30 Uhr – 14. April, 10.30 Uhr – 15., 16. April (zum letzten Mal), jeweils 19.30 Uhr
Karten unter 0421-9868966 oder
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
theaterlabor bremen
im Concordia
Schwachhauser Heerstrasse 17
28203 Bremen
0421-8058254

Das theaterlabor bremen wurde 2006 unter der Leitung von Maik Romberg in Bremen gegründet und versteht sich als eine Spielstätte, die Theaterschaffenden und bildenden Künstlern ohne festes Engagement ermöglicht, sich gemeinsam mit Texten auseinanderzusetzen und verschiedene Darstellungsformen zu erproben. Das Ensemble bleibt jeweils sechs Monate zusammen und erarbeitet in dieser Zeit Inszenierungen für die große Bühne sowie zahlreiche Einzelprogramme.
Hinter dem Begriff theaterlabor verbirgt sich die Idee, jungen Künstlern neben dem regulären Spielbetrieb eine Plattform für eigene Projekte zu bieten, sowie dem Publikum Einblicke in den künstlerischen Schaffensprozess.
Seit 2007 hat das theaterlabor bremen festes Quartier in der traditionsreichen Bremer Spielstätte Concordia bezogen.
Das Concordia steht bei Theaterliebhabern für fast 40-jährige bundesdeutsche Theatergeschichte. Große Namen der deutschen Theater- und Tanzszene haben hier ihre künstlerischen Spuren hinterlassen: Rainer Werner Fassbinder, Reinhild Hoffmann, Johan Kresnik und Susanne Linke. 1975 gründete der legendäre Theatermacher George Tabori im Concordia sein viel beachtetes "Bremer Theaterlabor" -- ein Ort für experimentelles Theater, ein Spielraum für gedankliches Experimentieren.
Mit der Weiterführung des Namens "theaterlabor" honoriert das theaterlabor bremen die Leistungen George Taboris und versucht diese weiterzuführen. Hier entstehen auch heute Produktionen, die den Bereich Schauspiel und Tanz neu definieren und immer neu die Grenzen und Verbindungen verschiedenster darstellender Künste ausloten.
Nachdem das theaterlabor bremen mit seiner Inszenierung von Aristophanes' "Plutos" einen spektakulären ersten Platz beim nachtkritik-Theatertreffen errungen hat, peilt die Truppe um Intendant Maik Romberg bereits das nächste aufsehenerregende Theaterereignis an.
Die zweite Produktion der Winterspielzeit beschäftigt sich mit dem umstrittenen Dramatiker, Lyriker und Essayisten Peter Hacks. Der Autor, der sich zeitlebens in kein östliches wie westliches Raster pressen ließ und sich dadurch auf beiden Seiten der Mauer unbeliebt machte, liefert in seiner märchenhaften Politparabel „DER SCHUHU UND DIE FLIEGENDE PRINZESSIN“ viel Stoff zum Nachdenken. In seiner fantastischen Figurenwelt lässt Hacks die großen Gesellschaftsentwürfe aufmarschieren und legt sie gnadenlos auf den Prüfstand. Insbesondere der Kraft der Poesie – in Gestalt der fliegenden Prinzessin – misst Hacks, der vor allem nach der Wende auch als bedeutender Lyriker in Erscheinung trat, große Bedeutung zu.
Engstirnigkeit der Gelehrten. Krieg verheert das Land, Not und Leiden allerorten. Kein Mensch kann dem Elend entrinnen, nur der Schuhu als Mensch der Zukunft durchschaut die Ränke der Obrigkeit und überwindet das Übel. Der Schuhu, ein hochintelligenter Vogelmensch, erlebt auf seinen Reisen durch die Welt viel Furchtbares: angstgesteuertes Duckmäusertum der Untertanen, absurd-menschenverachtende Eitelkeit der Herrschenden, Schließlich trifft er die flatterhaft-liebliche fliegende Prinzessin, eine schicksalshafte Begegnung – bis auch sie den süßen Versuchungen des imperialistischen Großkapitalismus erliegt und der Schuhu seine Reise allein fortsetzt. Doch was wäre ein Märchen ohne Happy End?
Die Inszenierung unter der Regie von Patrick Schimanski, der im Sommer 2009 eine überregional beachtete Aufführung von Heiner Müllers GERMANIA TOD IN BERLIN für das theaterlabor bremen erarbeitete, will herausfinden, welchen Stellenwert Hacks’ literarischer und politischer Nachlass einnimmt und ob seine marxistisch-leninistische Weltsicht Brücken zum Heute schlagen kann. Kann uns der 2003 verstorbene Dramatiker Wege aus der Krise aufzeigen?
Das Märchen für Erwachsene über Herrschaftsstrukturen, Utopien und nicht zuletzt über die Macht der Liebe und der Poesie feiert am 18. März um
19.30 Uhr im Concordia Premiere.
DER SCHUHU UND DIE FLIEGENDE PRINZESSIN
von Peter Hacks
Regie: Patrick Schimanski
Choreographie: Constantin Georgescu, David Williams
Bühnenbild: Andreas Braun - Kostüme: Andrea dos Santos Cornelius
Es spielen:
Jeannette Arndt, Sabrina Becker, Patrick O'Beirne, Julia Franzke, Carina Gerwig, Aimée Goepfert, Thomas Grabau, Julia Helbich, Kay Helfrich, Cornelia Hellbrügge, Vanida Karun, Björn Klein, Nils Machens, Sia Niskios, Jule Pater, Ronen Temerson, Marlin von Wick
Tänzerinnen: Doro Eitel, Verena Kutschera, Jasmin Peters
Weitere Vorstellungstermine: 19., 20., 25., 26. März, jeweils 19.30 Uhr – 28. März, 16 Uhr – 8., 9., 10., April, jeweils 19.30 Uhr – 14. April, 10.30 Uhr – 15., 16. April (zum letzten Mal), jeweils 19.30 Uhr
Karten unter 0421-9868966 oder
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theaterlabor bremen
im Concordia
Schwachhauser Heerstrasse 17
28203 Bremen
0421-8058254
Das theaterlabor bremen wurde 2006 unter der Leitung von Maik Romberg in Bremen gegründet und versteht sich als eine Spielstätte, die Theaterschaffenden und bildenden Künstlern ohne festes Engagement ermöglicht, sich gemeinsam mit Texten auseinanderzusetzen und verschiedene Darstellungsformen zu erproben. Das Ensemble bleibt jeweils sechs Monate zusammen und erarbeitet in dieser Zeit Inszenierungen für die große Bühne sowie zahlreiche Einzelprogramme.
Hinter dem Begriff theaterlabor verbirgt sich die Idee, jungen Künstlern neben dem regulären Spielbetrieb eine Plattform für eigene Projekte zu bieten, sowie dem Publikum Einblicke in den künstlerischen Schaffensprozess.
Seit 2007 hat das theaterlabor bremen festes Quartier in der traditionsreichen Bremer Spielstätte Concordia bezogen.
Das Concordia steht bei Theaterliebhabern für fast 40-jährige bundesdeutsche Theatergeschichte. Große Namen der deutschen Theater- und Tanzszene haben hier ihre künstlerischen Spuren hinterlassen: Rainer Werner Fassbinder, Reinhild Hoffmann, Johan Kresnik und Susanne Linke. 1975 gründete der legendäre Theatermacher George Tabori im Concordia sein viel beachtetes "Bremer Theaterlabor" -- ein Ort für experimentelles Theater, ein Spielraum für gedankliches Experimentieren.
Mit der Weiterführung des Namens "theaterlabor" honoriert das theaterlabor bremen die Leistungen George Taboris und versucht diese weiterzuführen. Hier entstehen auch heute Produktionen, die den Bereich Schauspiel und Tanz neu definieren und immer neu die Grenzen und Verbindungen verschiedenster darstellender Künste ausloten.
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