openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Kindermedizin: Falsche Einnahme gefährdet Gesundheit

12.03.201008:08 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Wenn Kinder krank sind, ist die Geduld der Eltern gefragt: Denn viele Kleinkinder ekeln sich vor Geruch und Geschmack von Medikamenten, spucken sie aus oder verweigern sie. Nicht selten müssen Eltern tricksen, indem sie Arzneimittel unter die Mahlzeit mischen oder in das Fläschchen zu Tee und Fruchtsaft geben. Aber nicht immer dürfen Tropfen verdünnt, Tabletten zerkleinert und zu Mahlzeiten und Flüssigkeiten hinzugefügt werden.



„Die Kombination mit bestimmten Nahrungsmitteln kann die Wirkung der Medikamente herabsetzen oder aber verstärken“, sagt Dr. Richard Klämbt, Präsident der Apothekerkammer Bremen. Um gefährliche Wechsel- oder Nebenwirkungen zu vermeiden, sollten Eltern sich immer bei dem Kinderarzt oder in der Apotheke nach der genauen Form der Darreichung erkundigen.

Doch nicht nur das Mischen mit anderen Substanzen, sondern auch eine unregelmäßige Einnahme könne die Wirkungsweise von Medikamenten beeinflussen. Werde beispielsweise ein Antibiotikum nicht regelmäßig und vollständig eingenommen, könne sich der Krankheitszustand des Kindes erheblich verschlechtern. Klämbt: „Bakterien breiten sich dann vermehrt aus und führen nicht selten zu Resistenzen gegen das Antibiotikum selbst.“ Um den Wirkstoffkonzentration im Blut aufrecht zu erhalten, sollten Kinder ihre Medikamente immer zur gleichen Uhrzeit erhalten.

Kleine Hilfsmittel können Einnahme erleichtern

Dürfen Arzneimittel nicht verdünnt werden, können Eltern auch auf andere Hilfsmittel zurückgreifen: Vor allem die Beschaffenheit von Medikamenten selbst sei in den meisten Fällen eine große Hürde. „Kinder müssen keine Tabletten oder Kapseln einnehmen – viele Wirkstoffe gibt es auch als Saft, Tropfen, Zäpfchen oder lösliches Pulver, was wiederum die Einnahme erleichtert“, so Klämbt. Welche Wirkstoffe in welcher Form erhältlich seien, könne in allen Apotheken erfragt werden.

Mit Einmalspritzen ohne Nadeln könnten Arzneisäfte leichter in den Mund gelangen und geschluckt werden. Für Babys gäbe es außerdem einen Medikamentenschnuller, der Arzneimittel je nach Wirkungsort langsam oder schnell in den Mund abgebe. Bei Erkältungskrankheiten sei auch ein Inhalationssauger zu empfehlen, durch den Kinder ätherische Öle einatmeten. „Allerdings sollte nicht mit Pfefferminz- und Eukalyptusöl inhaliert werden, da beide Substanzen bei kleinen Kindern Krampfanfälle im Kehlkopf auslösen und zu einem Atemstillstand führen können“, warnt Klämbt.

Selbstmedikation kann dauerhaft schädigen

Dauerten die Beschwerden des Kindes mehr als zwei bis drei Tage an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. In keinem Falle sollten die Eltern aber auf vorhandene oder rezeptfreie Arzneimittel zurückgreifen. „Jeder Wirkstoff ist auf Beschwerden, Gewicht und Alter des Kindes abzustimmen – das können nur Ärzte, nicht aber Laien“, sagt Klämbt. Nicht in jedem Alter verarbeiteten Leber und Niere bestimmte Wirkstoffe gleichermaßen. Einige Arzneimittel könnten sogar das Knochenwachstum verzögern oder schädigen.

Zahlreiche Arzneistoffe seien bei bestimmten Altersgruppen gesundheitsschädigend und deshalb verboten. „Um die Gesundheit des Kindes nicht auf‘s Spiel zu setzen, sollten Medikamente immer nur in Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden“, so Klämbt. Vorsicht sei auch bei der Aufbewahrung geboten: „Kinder sind neugierig und probieren gerne aus – schnell landet da eine liegengelassene Tablette im Mund“, warnt der Kammerpräsident weiter. Eltern sollten Medikamente deshalb in einem abgeschlossenen Arzneimittelschrank aufbewahren.

Was für die Eltern gilt, gilt auch für die Apotheker: „Grundsätzlich erfolgt die Herausgabe von Medikamenten an Kinder nur unter großem Vorbehalt, da immer die Gefahr eines Missbrauchs besteht“, sagt Klämbt. Apotheker seien dazu angehalten, idealerweise keine Medikamente an Kinder herauszugeben und telefonische Rücksprache mit den Erziehungsberechtigten zu halten. Klämbt: „Wird ein Kind zum Abholen eines Medikamentes geschickt, sollte es am besten eine schriftliche Genehmigung der Eltern mit sich führen.“

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 407362
 1211

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Kindermedizin: Falsche Einnahme gefährdet Gesundheit“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Apothekerkammer Bremen

Arzneimittel häufig falsch angewendet
Arzneimittel häufig falsch angewendet
Eine Tablette schlucken kann jeder. Ob sie aber richtig eingenommen wird, ist damit noch lange nicht gesagt. Denn Wirksamkeit und Schutz hängen nicht nur von der regelmäßigen Einnahme ab, sondern auch von der Darreichungsform. „Eine falsche Zubereitung oder Anwendung von Arzneimitteln kann nicht nur zur Unwirksamkeit des Medikamentes, sondern auch zu lebensbedrohlichen Nebenwirkungen führen“, sagt Christina Jäger, Apothekerin und Referentin der Apothekerkammer Bremen. Laut Deutschem Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) gaben die Bremer Apotheken i…
Vorsicht Selbstmedikation: Entzündeter Baby-Po nicht immer Pilzinfektion
Vorsicht Selbstmedikation: Entzündeter Baby-Po nicht immer Pilzinfektion
Rote, nässende Haut und offene Schürfstellen an Po und Oberschenkeln des Babys sind häufige Anzeichen für eine Hautentzündung, die sogenannte Windeldermatitis. Gerade junge Mütter verwechseln diese häufig mit einer Pilzerkrankung – dem Windelsoor – und greifen vorschnell zu pilzhemmenden Salben. Die Folge: Wird eine einfache Hautentzündung mit Anti-Pilz-Cremes behandelt, kann dies auf Dauer die Gesundheit schädigen. Eine Windeldermatitis entwickelt sich bereits durch das feuchte Klima in der Windel oder durch die Säure von Fruchtsäften. „Bei…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Mammut Pharma: Hersteller von Kindermedizin mit kindgerechtem NamenBild: Mammut Pharma: Hersteller von Kindermedizin mit kindgerechtem Namen
Mammut Pharma: Hersteller von Kindermedizin mit kindgerechtem Namen
Wie kommt ein Unternehmen eigentlich zu seinem Namen? Markenanagramme wie Haribo und Milka sind lange bekannt. Dass Mammut Pharma, Kindermedizin-Hersteller, nach einem Kuscheltier benannt wurde, ist dagegen weniger publik. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie ein geeigneter Namen für unser Unternehmen und unsere Baby- und Kindermedizin lauten könnte“, …
Bild: Mammut Pharma bloggt über Kinderthemen von A wie Alkohol in Kindermedizin bis Z wie ZöliakieBild: Mammut Pharma bloggt über Kinderthemen von A wie Alkohol in Kindermedizin bis Z wie Zöliakie
Mammut Pharma bloggt über Kinderthemen von A wie Alkohol in Kindermedizin bis Z wie Zöliakie
… Gesundheit braucht“ den ersten offiziellen Medizinblog eines Herstellers von Mutter- und Kleinkindmedizin. Gebloggt wird zu allen Themen rund um’s Kind – von A wie Alkohol in Kindermedizin bis Z wie Zöliakie. „Der Blog ist das richtige Medium für uns als Unternehmen, das die direkte Kommunikation zu seinen Kunden sucht“, sagt Mammut Pharma Geschäftsführer …
Bild: Mammut Pharma Blog gibt es jetzt auch als RSS-Newsfeed-AboBild: Mammut Pharma Blog gibt es jetzt auch als RSS-Newsfeed-Abo
Mammut Pharma Blog gibt es jetzt auch als RSS-Newsfeed-Abo
Den Mammut Pharma Blog gibt es jetzt auch als RSS-Newsfeed-Abo. Abonnenten erhalten ausgewählte Hinweise zu den Themen Kindergesundheit, Kindermedizin und Kinderveranstaltungen. Berlin, 13.05.2011 - Aktuelle Hinweise und Kommentare zu den wichtigsten Kinderthemen von A wie Alkohol in Kindermedizin bis Z wie Zöliakie gibt es jetzt auch als Abo. Mammut …
Bild: Medizin für Kinder: 10 praktische Tipps
Medizin für Kinder: 10 praktische Tipps
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Den richtigen Umgang mit Kindermedizin müssen viele Eltern erst lernen. Reiner Christensen, selbst Vater und Geschäftsführer von Mammut Pharma, dem Spezialisten für Mutter- und Kleinkindmedizin,, hat zehn Tipps zu Kindermedizin für Eltern zusammengestellt. Wenn das eigene Kind dann zum ersten Mal krank ist, sind …
Bild: Best-of-Web zu Kindermedizin und KindergesundheitBild: Best-of-Web zu Kindermedizin und Kindergesundheit
Best-of-Web zu Kindermedizin und Kindergesundheit
Martinsried, 04.03.2016 Ein Jahr nach dem Start des Internetportals www.kindermedizin.info erwarten den interessierten Besucher aktuell: - Eine umfangreiche Sammlung von rund 400 geprüften und kommentierten Links zum Thema Kindermedizin und Kindergesundheit - Mehr als 50 Themenbereiche, von ADHS über Impfung bis Zahnschmerzen - Mehrmals wöchentlich aktuelle …
Bild: Vier Mammuts für Mammut Pharma bloggen über Themen rund um Kindergesundheit und Schwangerschaft
Vier Mammuts für Mammut Pharma bloggen über Themen rund um Kindergesundheit und Schwangerschaft
… schlecht dosieren lassen und nur kompliziert zu verabreichen sind. Beim mammut-pharma.de/blog bloggt Reiner Christensen vor allem darüber, warum die Pharmabranche im Bereich Kindermedizin endlich umdenken muss. Seine eigenen Erfahrungen im Umgang mit Kindermedizin hat auch das zweite Mammut, Johanna Backes, gesammelt. Für Mammut Pharma beantwortet sie …
Bild: Kindermedizin: Noch immer zu wenig Medikamente speziell für Babys und Kleinkinder entwickelt
Kindermedizin: Noch immer zu wenig Medikamente speziell für Babys und Kleinkinder entwickelt
59.000 Arzneimittel sind in Deutschland zugelassen. Rund 40 Prozent sind auch als Kindermedizin anerkannt. Doch die wenigsten davon sind speziell für Babys und Kleinkinder entwickelt. Mammut Pharma ist als erster Hersteller ausschließlich auf die Entwicklung von Kindermedizin spezialisiert. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Das wird von Kinderärzten …
Bild: Der neue Mammut Pharma Blog informiert über aktuelle Gesundheitsthemen wie Vitamin D und Jod
Der neue Mammut Pharma Blog informiert über aktuelle Gesundheitsthemen wie Vitamin D und Jod
… Männer nicht genügend Vitamin D zu sich nehmen und klärt darüber auf, dass Vitamin D vor allem mit Hilfe des Sonnenlichts über die Haut aufgenommen wird. Der Artikel „Kindermedizin: Warum es noch so viel zu verbessern gibt“, in dem es um die momentane Anzahl an anerkannte Kindermedizin geht, ist auch ein Beispiel von einem interessanten Artikel auf dem …
Jahresbilanz 2011 der Gesundheit Nordhessen: Ergebnis erneut verbessert
Jahresbilanz 2011 der Gesundheit Nordhessen: Ergebnis erneut verbessert
… wurde teilweise durch den Ausbau der Herzchirurgie ab April 2011 kompensiert. Die zweite Jahreshälfte war geprägt von der Inbetriebnahme des neuen Zentrums für Frauen- und Kindermedizin am Klinikum mit 250 Betten und rund 500 Beschäftigen, die jährlich 16.000 stationäre und 60.000 ambulante Patienten behandeln. Damit ist der erste Teil der Zielplanung …
Bild: Gesund durch Vitaminpillen?Bild: Gesund durch Vitaminpillen?
Gesund durch Vitaminpillen?
Sie versprechen Gesundheit und ein langes Leben: Vitaminpillen werden von gut einem Drittel aller Frauen geschluckt, gelutscht oder in Wasser aufgelöst getrunken – meist ohne konkreten medizinischen Anlass. Doch die Hoffnung, mit diesen künstlichen Vitaminen vorbeugend dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun, trügt: Immer mehr Wissenschaftler warnen vor …
Sie lesen gerade: Kindermedizin: Falsche Einnahme gefährdet Gesundheit