11.03.2010 - 13:21 - Gesundheit & Medizin
Urologen betonen Stellenwert ihres Faches
Pressemitteilung von: Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. / Pressestelle
Ein Viertel aller Krebserkrankungen sind urologische Tumoren
Die aktuellen Krebsdaten des Robert Koch-Instituts (RKI) haben es bestätigt: Gut ein Viertel aller Krebserkrankungen sind urologische Tumoren und werden großenteils erfolgreich von Urologen therapiert. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt zu, die Mortalitätsraten sinken. Vor diesem Hintergrund fordert der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. eine adäquate Wahrnehmung seines Faches in der Gesundheitspolitik. Die neue bundesweite Onkologie-Vereinbarung, die zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung und den Krankenkassen ausgehandelt worden ist, tut dies nach Ansicht von BDU-Präsident Dr. Martin Bloch nicht, sondern „sie zerstört durch ihre wenig realitätsnahen Anforderungen die gewachsenen Strukturen zu Lasten unserer Patienten“.
„Die Zahlen des Robert-Koch-Instituts unterstreichen, dass Urologen unter allen Organfächern die größte Gruppe onkologischer Patienten versorgen. Jeder sechste Patient in einer urologischen Praxis hat ein Tumorleiden“, so Bloch. Onkologie gehöre zum täglichen Geschäft der Urologen. Um jedoch nach der neuen Onkologie-Vereinbarung nicht aus der onkologischen Versorgung herausgedrängt zu werden, müssten Urologen pro Quartal mindestens 20 Patienten nachweisen, die eine intravasale/intravesikale (Chemo-)Therapie erhielten. Diese Zahl sei für Urologen realitätsfremd und werde selbst von mancher onkologischen Schwerpunktpraxis kaum erreicht. Die Regelung führe zu einer Zentralisierung der onkologischen Versorgung, die sicher nicht im Sinne krebskranker Patienten sei. „Die in der Vereinbarung postulierte wohnortnahe Versorgung von Krebspatienten wird so ad absurdum geführt“, stellt BDU-Präsident Bloch fest. Er fordert, die Vereinbarung von Überregulierung, unrealistischen Anforderungen sowie bürokratischem und strukturellem Ballast zu befreien.
Mindestens jede vierte aller Krebsneuerkrankungen wird als urologischer Tumor lokalisiert. 2006 waren es nach Berechnung des RKI 109.020 der insgesamt 426.800 Neuerkrankungen. Dies entspricht einem Anteil der urologischen Tumoren von 25,54 Prozent.
2006 war bei 229.200 Männern und bei 197.600 Frauen eine Krebserkrankung diagnostiziert worden. Davon betrug der Anteil der urologischen Tumoren bei Männern nach den Zahlen des RKI 41,23 Prozent. Bei ihnen war der Prostatakrebs mit 60.120 Neuerkrankungen die häufigste Krebsart. Für Frauen errechnete sich ein Anteil urologischer Tumoren von 7,35 Prozent. Dies betrifft in erster Linie Erkrankungen der Harnblase, gefolgt von Niere samt Harnleiter.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Pressestelle des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V.
Bettina-C. Wahlers
Sabine M. Glimm
Stremelkamp 17
21149 Hamburg
Tel.: 040 - 79 14 05 60
Mobil: 01704827287
E-Mail:
Der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. tritt für die standespolitischen Belange seiner rund dreitausend Mitglieder ein. Das sind sowohl niedergelassene als auch angestellte Urologen. Insbesondere vertritt der Berufsverband die Interessen seiner Mitglieder gegenüber staatlichen Organen, der ärztlichen Selbstverwaltung, Kostenträgern, Rechtsträgern von Gesundheitseinrichtungen, anderen nationalen und internationalen Berufsverbänden sowie der Öffentlichkeit.
Hierzu steht der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. mit allen obengenannten Institutionen in Verbindung, äußert Stellungnahmen, übermittelt Forderungen und kooperiert bei Neuentwicklungen im Sinne der Zukunftsfähigkeit des Berufsstandes.
Seinen Mitgliedern steht der Berufsverband sowohl in standespolitischen wie auch in Fragen des täglichen Praxisbetriebes beratend und informierend zur Seite.
Organisation
Mit seinen diversen Arbeitskreisen (Leitende Krankenhausärzte, Belegärzte) und Ausschüssen (z.B. Innovation, Abrechnung, Versicherung, Diagnostik, Medien) sowie seiner regionalen Aufteilung in 19 Landesverbände kann der Berufsverband seine Mitglieder flächendeckend, anforderungsgerecht und zukunftsorientiert vertreten.
Netzwerke
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), die als Wissenschaftliche Fachgesellschaft fungiert, fördert der Berufsverband die Aus- und Weiterbildung. Zu diesem Zweck haben die DGU und der Berufsverband gemeinsam die Akademie der Deutschen Urologen gegründet, deren Ziel es ist, eine qualitativ hochwertige Weiter- und Fortbildung in der Urologie zu sichern.
Die aktuellen Krebsdaten des Robert Koch-Instituts (RKI) haben es bestätigt: Gut ein Viertel aller Krebserkrankungen sind urologische Tumoren und werden großenteils erfolgreich von Urologen therapiert. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt zu, die Mortalitätsraten sinken. Vor diesem Hintergrund fordert der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. eine adäquate Wahrnehmung seines Faches in der Gesundheitspolitik. Die neue bundesweite Onkologie-Vereinbarung, die zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung und den Krankenkassen ausgehandelt worden ist, tut dies nach Ansicht von BDU-Präsident Dr. Martin Bloch nicht, sondern „sie zerstört durch ihre wenig realitätsnahen Anforderungen die gewachsenen Strukturen zu Lasten unserer Patienten“.
Mindestens jede vierte aller Krebsneuerkrankungen wird als urologischer Tumor lokalisiert. 2006 waren es nach Berechnung des RKI 109.020 der insgesamt 426.800 Neuerkrankungen. Dies entspricht einem Anteil der urologischen Tumoren von 25,54 Prozent.
2006 war bei 229.200 Männern und bei 197.600 Frauen eine Krebserkrankung diagnostiziert worden. Davon betrug der Anteil der urologischen Tumoren bei Männern nach den Zahlen des RKI 41,23 Prozent. Bei ihnen war der Prostatakrebs mit 60.120 Neuerkrankungen die häufigste Krebsart. Für Frauen errechnete sich ein Anteil urologischer Tumoren von 7,35 Prozent. Dies betrifft in erster Linie Erkrankungen der Harnblase, gefolgt von Niere samt Harnleiter.
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